FRAGE:
Welche Maßnahmen sind bei sehr kleinen Antrieben
erforderlich?
ANTWORT:
Sehr kleine Antriebe haben normalerweise auch ein sehr kleines
Arbeitsvolumen der Druckkammer(n). Das bedeutet, dass die
resultierenden Stellzeiten sehr klein sind. Da die
Mindestimpulslängen der Piezoventile nicht beliebig klein werden
können, bewirken die "Luftquanten" recht große Sprünge der
Antriebsbewegung, was zu einer groben und damit ungenauen
Regelcharakteristik führen kann.
Aus diesem Grund hat SIPART PS 2 eine (einfachwirkendes Gerät)
oder zwei (doppelwirkendes Gerät) integrierte Luftdrosseln, um die
Stellzeiten zu verlängern bzw. die "Luftquanten" zu verkleinern.
Durch die Einstellung dieser Drossel(n) (Rechtsdrehung schließend)
können auch sehr kleine Antriebe ein optimales Regelverhalten
erreichen. Es empfiehlt sich bei den Antriebsstellzeiten von 0,1
bis 1,5 sec diese durch Drosselung auf > 1,5 sec zu erhöhen wenn
die Prozessbedingungen keine kürzeren Stellzeiten verlangen.
Bei sehr kleinen Schubantrieben ist auch oftmals der
resultierende Hub sehr klein (< 10 – 12 mm). Da bei
Schubantrieben die Hubbewegung über eine Hebelmechanik in eine
Drehbewegung umgeformt wird, wird der daraus resultierende Fehler
(bedingt durch Lose, Hysterese und Elaszität) bei kleineren Hüben
im Verhältnis immer größer.
In solchen Fällen empfiehlt sich die Verwendung des
"Split-Anbaus" (getrennte Montage von Stellungssensor und
Positioner) mit Hilfe des NCS-Sensors (siehe FAQ12). Dadurch wird
sowohl o.g. mechanischer "Hysteresefehler" vernachlässigbar als
auch die Montage des Positioners vereinfacht, denn der Anbau des
Stellungsreglers an sehr kleine Antriebe (die meistens größer sind
als der Positioner selbst) erfordert meistens Sonderkonstruktionen,
die bei Verwendung des NCS weitgehend entfallen.
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