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FRAGE:
Warum kann ich nach einer Migration von WinCC V4.x auf WinCC V5
SP2 meine Daten vom Storagedatenträger nicht mehr einlagern?
ANTWORT:
"Storage" schreibt seine Aktivitäten in einem internen Logbuch mit.
Hier werden beispielsweise Zeitintervall, Aktivität
(Löschen/Auslagern) und Datenträgername/Nummerierung festgehalten.
Zum Einlagern benötigt "Storage" Information aus dem Logbuch, ohne
diese ist kein Einlagern mehr möglich. Durch das fortwährende
Löschen bzw. Auslagern wird das Logbuch im Laufe der Zeit immer
größer. Da es quasi Runtime-Information enthält, wurde es bis
einschließlich zur Version V4.x in der Runtimedatenbank
geführt.
Wenn aus verschiedenen Gründen die Runtimedatenbank gelöscht wurde,
ging auch das Logbuch von "Storage" verloren.
Als erste Gegenmaßnahme wurde in der Version 4 die Funktion
"Logbuch vom Datenträger aktualisieren" eingeführt.
(Storage-Dialog, Register "Einlagern"). Dadurch konnten zumindest
Auslagerungen rekonstruiert werden. Das Löschen von Daten war aber
dennoch nicht mehr nachvollziehbar.
Mit der WinCC Version 5 SP2 wurde das Logbuch dann in die
CS-Datenbank verlagert. Somit bleibt das Logbuch auch beim Löschen
der Runtimedatenbank erhalten. Dies hat die Konsequenz, dass
Storage nach dem Migrieren eines Projektes von der Version 4 auf
die Version 5 SP2 zunächst ein leeres Logbuch vorfindet. Ein
automatisches Umsetzen aus der Runtimedatenbank in die
Projektierungsdatenbank findet nicht statt. Denn aus technischer
Sicht gibt es keine Gewährleistung, dass ein vollständiges Logbuch
in der Runtimedatenbank vorliegt. Die Datenbank könnte bereits
einmal ausgetauscht worden sein.
Um unter der Version 5 SP2 dennoch alte Daten einlagern zu
können, die früher unter der Version 4 ausgelagert worden sind,
muss zunächst über "Logbuch vom Datenträger aktualisieren" das
Logbuch rekonstruiert werden, bevor es unter der Version 5 SP2 zur
ersten Auslagerung und damit zum ersten Eintrag ins Logbuch
kommt.
Falls der alte Datenträger im Laufwerk verbleibt, könnte es zum
Überschreiben bestehender Auslagerungen auf diesem Datenträger
kommen. Nach der Migration auf die Version V5.x SP2 müssen Sie mit
einem neuen Datenträger weiterarbeiten.
Achtung:
Wenn Sie bei der Migration nicht die Funktion "Logbuch vom
Datenträger aktualisieren" durchführen, bevor die Version 5 SP2 zum
ersten Mal auslagert, dann wird "Storage" die Datenträger zwar
weiterhin fortlaufend mit n+1, n+2, usw. nummerieren. Das
Rekonstruieren des Logbuches von alten V4.x-Datenträgern wäre
möglich, aber jeder Versuch einer Einlagerung von diesen alten
V4.x-Datenträgern wird mit der Fehlermeldung
"archiv : Ungültiger Parameter"
abgewiesen.
Abhilfe:
- Setzen Sie nach dem Umsetzen des Projektes von WinCC V4 auf V5
SP2 im Storage-Dialog über das Register "Konfiguration" in der
Gruppe "Wiederholung" für Alarm, Tag und Report die Option "Keine
Aktion". Damit findet nach dem Aktivieren der Runtime mit
Sicherheit keine Auslagerung statt. Die Datei "ArchServ.exe" darf
nicht aus der Anlaufliste herausgenommen werden.
- Aktivieren Sie die Runtime.
- Legen Sie nacheinander alle mit der V4 angelegten Datenträger
in das Laufwerk ein.
- Klicken Sie im Storage-Dialog über das Register "Einlagern" für
jeden Eintrag den Button "Logbuch vom Datenträger aktualisieren".
Während der Aktualisierung wird die Meldung ausgegeben "Fortschritt
: Archiv-Logbuch vom Datenträger". Diese Box kann einige Zeit auf
dem Bildschirm stehen bleiben. Die Dauer hängt davon ab, wie viele
Auslagerungsintervalle auf dem Datenträger gespeichert sind.
- Warten Sie die Abschlussmeldung: "Aktualisierung des
Logbuchs vom Archivdatenträger erfolgreich abgeschlossen"
ab.
- Diese neu hinzugekommene Information vom Datenträger wird nicht
automatisch im Fenster angezeigt. Wollen Sie diese zur Kontrolle
sehen, so wechseln Sie einmal die Sicht von "Meldungen" auf
"Messwertarchive" oder Sie klicken rechts oben auf den Button
"Aktualisieren".
- Nehmen Sie den letzten Datenträger aus dem Laufwerk
heraus.
- Legen Sie einen neuen, leeren Datenträger in das Laufwerk ein
und richten Sie diesen ein. ("Storage-Dialog > Datenträger
>Archivdatenträger erstellen"). "Storage" vergibt nun
automatisch die nächst höhere Datenträger-Nummer.
- Somit stimmen Logbuch und vorliegende Daten überein.
- Nun können Sie im Storage-Dialog, Register "Konfiguration",
Gruppe "Wiederholung" für Alarm, Tag und Report wieder die
ursprüngliche Aktion "Auslagern" setzen, so dass wie gewohnt die
zeitgesteuerten Auslagerungen stattfinden können.
Hinweis:
Aufgrund von Verbesserungen durch die Version 5 machen sich
beim Betrachten der Meldebilder Versionsunterschiede bemerkbar. Mit
der Version 4 wurde beispielsweise in der Bedienliste bei der
Bedienung auf EA-Felder weder in die Spalte "Herkunft" noch in die
Spalte "Bedienung" ein Wert eingetragen. Mit der Version 5 finden
diese Einträge dagegen statt.
Beim Einlagern solcher Bedienmeldungen unter der Version 5 machen
sich Unterschiede bemerkbar, je nachdem, ob die Meldungen bereits
unter der Version 4 oder erst unter der Version 5 entstanden sind
:
- Für Meldungen, die bereits unter der Version 4 entstanden sind,
kann unter der Version 5 die Spalte "Bedienung" dargestellt werden,
die Spalte "Herkunft" bleibt nach wie vor leer.
- Für Meldungen, die erst unter der Version 5 entstanden sind,
werden auch nach dem Einlagern beide Spalten dargestellt.
Treten auf einer Meldeseite durch das Einlagern alte
V4-Meldungen zusammen mit neuen V5-Meldungen auf, so entsteht beim
Betrachter der Eindruck, dass ein und der selbe Meldungstyp auf
zwei unterschiedliche Arten dargestellt wird.
Dieser Effekt tritt auch bei anderen Meldungstypen auf, wie
beispielsweise den Leittechnikmeldungen. Der Effekt ist dem
Meldesystem zuzuschreiben. Aus der Sicht von "Storage" hat sich das
Format der Auslagerungsdaten von Version 4 zu Version 5 nicht
verändert. Die ausgelagerten Dateien geben lediglich die Inhalte
von Datenbanktabellen (AlarmLogging bzw. TagLogging) wieder.
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Archivierung
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