Beitragsliste anzeigen
S7-300 CPU 31x -- Produktinformationen -- Hintergrund- und Systeminformationen
Welche Unterschiede gibt es zwischen den Produkten OPEN MODBUS / TCP Redundant V1 und OPEN MODBUS / TCP Redundant V2?
Welcher Unterschied besteht zwischen "normalem Routing" und Datensatz-Routing?
Welche SIMATIC S7-300/S7-400 Baugruppen unterstützen das NTP-Uhrzeittelegramm zur Synchronisation der Systemzeit und wie aktiviere ich diese Art der Zeitsynchronisation?
Welche Herstellerkennung, d.h. OUI (Organizationally Unique Identifier) verwendet die SIEMENS AG für die MAC-Adressen von netzwerkfähigen Geräten?
Was ist bei der Anwendung des Meldenummernverfahrens zu beachten?
Welche IO-Controller und IO-Devices unterstützen die Funktionen IRT, priorisierter Hochlauf, MRP, PROFIenergy, Shared-Device, I-Device und taktsynchroner Betrieb?
Wie groß ist die maximale Anzahl der Parameter die an einem FC und FB in der S7-300 CPU vergeben werden können?
Welche Verbindungstypen/Protokolle werden standardmäßig von den S7-300/400 CPUs und den CPs unterstützt?
Welche PROFINET Teilnehmer unterstützen die Automatische Inbetriebnahme bzw. die Funktion Gerätetausch ohne Wechselmedium?
Welche PROFINET Teilnehmer unterstützen die erweiterte PN-Diagnose bzw. was muss projektiert werden?
Warum gibt es bei der S7-300 nur den Warmstart?
Welche SIMATIC S7-Baugruppen unterstützen die Funktion "Direkter Datenaustausch" (Querverkehr)?
Welche Beiträge behandeln konsistente Daten in Zusammenhang mit dezentraler Peripherie?
Welche Eigenschaften, Vorteile und Besonderheiten bietet die S7-Basiskommunikation?
Welche Eigenschaften, Vorteile und Besonderheiten bietet die Globaldatenkommunikation?
Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Subnetzmasken und IP-Adressen im Hinblick auf Subnetting und Supernetting (Classless Inter Domain Routing CIDR)?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein und welche Baugruppen können eingesetzt werden, um die Funktion S7-Routing nutzen zu können?
Wie kann ich mir einen Überblick über das Speicherkonzept der SIMATIC S7-300 CPUs und C7-Geräte verschaffen?
Remanenzverhalten der S7-300 CPU 31x sowie der Komplettgeräte C7-6xx mit MMC
Zustand des Betriebsstundenzählers nach dem Urlöschen
Warum beeinflusst das Remanenzverhalten der S7-300 CPUs und C7-Geräte ohne MMC (Micro Memory Card) die Variableninhalte?
Lokaldatenadressierung bei S7-300 / S7 400
S7 300 Betriebsstundenzähler liefert keinen Wert
C7 6xx -- Produktinformationen -- Hintergrund- und Systeminformationen
Welche externen Speichermedien können Sie mit den SIMATIC Panels verwenden, bzw. welche Speicherkarten-Schnittstellen haben diese?
Die C7-6xx Komplettgeräte werden im Oktober 2010 typgestrichen – welche Nachfolger gibt es?
Wie können auf einem WinCC flexible Bediengerät ALARM_S oder ALARM_D-Meldungen mit Prozesswerten (sog. Begleitwerten) angezeigt werden?
Welche Transfermöglichkeiten stehen bei den verschiedenen Bediengeräten zur Verfügung?
Wie viele Verbindungsressourcen, kann die C7-CPU bzw. das C7-OP verwalten?
Welche GSD-Datei benötige ich für mein C7-Komplettgerät?
Welche Software wird für die Baugruppe C7-621 (mit integriertem AS-Interface Master) benötigt?
Wie kann ich mir einen Überblick über das Speicherkonzept der SIMATIC S7-300 CPUs und C7-Geräte verschaffen?
Warum beeinflusst das Remanenzverhalten der S7-300 CPUs und C7-Geräte ohne MMC (Micro Memory Card) die Variableninhalte?
Remanenzverhalten der S7-300 CPU 31x sowie der Komplettgeräte C7-6xx mit MMC
Überblick der in einem C7-Komplettgerät integrierten Komponenten
Warum beeinflusst das Remanenzverhalten der S7-300 CPUs und C7-Geräte ohne MMC (Micro Memory Card) die Variableninhalte?
Bestellnummer:

 
Beschreibung:
Das Remanenzverhalten der einzelnen Variablen spielt für den Entwickler schon bei der Programmerstellung eine wichtige Rolle. Der Entwickler hat in seinem Programm meist Variablen, deren Inhalt auch bei NETZ AUS erhalten bleiben soll (remanent) und andere Variablen, die dann auf einen definierten Wert zurückgesetzt werden müssen (nicht remanent). In SIMATIC STEP 7 kann der Entwickler deshalb remanente Operandenbereiche für Daten, Merker; S7-Timer, S7-Zähler konfigurieren, die er dann für remanente Variablen nutzt. In diesem Beitrag wird das Remanenzverhalten der Operandenbereiche bei SIMATIC S7-300 CPUs und C7-Geräten ohne Micro Memory Card (MMC) beschrieben.  Das Remanenzverhalten der Operandenbereiche wird für die Zustandswechsel NETZ AUS/EIN, Betriebszustand STOP/RUN und für Urlöschen beschrieben.
Dieser Beitrag bezieht sich nicht auf das Remanenzverhalten bei der CPU S7-318. Das Remanenzverhalten bei der CPU S7 318-2 wird im Beitrag mit der Beitrags-ID 23596519 beschrieben.

Der Beitrag ist in folgende Themenbereiche gegliedert:

Abhängigkeit des Remanenzverhaltens

Das Remanenzverhalten der Operandenbereiche ist bei CPUs ohne MMC abhängig von:

  • der CPU
  • der Verwendung von Batterie, Akku und Memory Card (MC)
  • von der Parametrierung in der HW-Konfiguration

Anmerkung:
Nicht alle CPUs und C7-Geräte können mit Batterie oder Akku bzw. mit Memory Card oder Micro Memory Card ausgerüstet werden.

Programmbausteine und die Datenbausteine bei NETZ AUS/EIN

ohne Pufferbatterie:

  • Werden die Programm- und Datenbausteine im Arbeitspeicher nicht mit einer Batterie gepuffert, dann gehen diese bei NETZ AUS/EIN  verloren. Die Werte in den remanenten Operandenbereichen - wie in der Hardwarekonfiguration (siehe Tabelle 02) konfiguriert - bleiben jedoch erhalten. Nach NETZ AUS/EIN werden die ablaufrelevanten Datenbausteine und Programmbausteine von der FLASH Memory Card (falls gesteckt) oder vom internen FLASH-Ladespeicher (falls vorhanden) in den Arbeitsspeicher geladen., wobei für remanente deklarierte Datenbausteinelemente die Werte aus dem Remanenzspeicher übernommen werden.
    Bei nicht remanenten Datenbausteinen, werden die Aktualwerte neu aus dem Ladespeicher geladen. Sind in diesen Datenbausteinen im Ladespeicher keine Aktualwerte vorhanden, dann werden die Anfangswerte aus dem Ladespeicher geladen.
  • Datenbausteine und Programmbausteine im internen RAM-Ladespeicher gehen bei NETZ AUS/EIN verloren.

mit Pufferbatterie:

  • Bei Einsatz einer Batterie werden die Programmbausteine und alle Datenbausteine im Arbeitspeicher gepuffert. Sie bleiben bei NETZ AUS/EIN erhalten.
  • Bei Einsatz einer Pufferbatterie sind alle Datenbausteine remanent.

mit Akku:

  • Bei Einsatz eines Akkus wird nur die Uhrzeit gepuffert.
  • Die Werte in den remanenten Operandenbereichen - wie in der Hardwarekonfiguration (siehe Tabelle 02) konfiguriert - bleiben jedoch erhalten.

Daten, Merker, S7-Timer und S7-Zähler bei NETZ AUS/EIN

Für NETZ AUS/EIN sind für Merker, S7-Timer und S7-Zähler folgende Punkte gültig:

  • Wurde in der HW-Konfiguration ein Remanenzbereich für Merker, S7- Timer, S7-Zähler parametriert (siehe Tabelle 02), so bleiben die Werte in den betreffenden Operandenbereichen erhalten.
  • Wurde in der HW-Konfiguration ein Remanenzbereich für Datenbausteine parametriert (siehe Tabelle 02), dann werden die bei NETZ AUS gesicherten Daten wieder in die betreffenden Datenbausteinbereiche übertragen.

Programmbausteine und die Datenbausteine bei Betriebszustand STOP/RUN

Für Programmbausteine und Datenbausteine sind bei Betriebszustand STOP/RUN folgende Punkte gültig:

  • Die Programmbausteine und die Datenbausteine bleiben im Arbeitsspeicher erhalten und werden nicht neu aus dem Ladespeicher geladen.
  • Es gibt keine Veränderungen der Inhalte der Datenbausteine. Alle Datenbausteine sind remanent

Merker, S7-Timer und S7-Zähler bei Betriebszustand STOP/RUN

Alle in der HW-Konfiguration im Remanenzbereich (Bild 03) eingetragenen Merker, S7-Timer und S7-Zähler bleiben beim Betriebszustand STOP/RUN erhalten. Alle anderen Merker, S7-Timer und S7-Zähler werden zurück gesetzt.

Daten, Merker, S7-Timer und S7-Zähler beim Urlöschen

Beim Urlöschen werden alle Merker, S7-Timer und S7-Zähler zurückgesetzt. Bei Datenbausteinen, werden die Aktualwerte neu aus dem Ladespeicher (FLASH Memory Card oder interner FLASH) geladen. Sind in diesen Datenbausteinen im Ladespeicher keine Aktualwerte vorhanden, dann werden die Anfangswerte aus dem Ladespeicher geladen.

Informationen zum Betriebsstundenzähler finden Sie im Beitrag mit der Beitrags-ID: 2804630.

Wichtig:
Falls Sie nach dem Urlöschen von ihrem PG/PC mit der CPU kommunizieren möchten, haben Sie nur die Möglichkeit diese Kommunikation über die MPI- bzw. MPI/DP-Schnittstelle aufzubauen.

Vergleich von Urlöschen und  "NETZ AUS/EIN ohne Pufferbatterie und ohne Memory Card" bei S7-300 CPUs und bei C7-Geräten ohne MMC

Bei "NETZ AUS/EIN ohne Pufferbatterie und ohne Memory Card" bleiben die Remanenzbereiche unbeeinflusst. Wenn in diesem Fall das Programm neu geladen wird, dann arbeitet es mit den alten Werten aus dem Remanenzbereich. Standardmäßig sind dies z.B. die ersten 8 Zähler. Das kann zu gefährlichen Anlagenzuständen führen, wenn Sie es nicht berücksichtigen. Die Auswirkungen von Urlöschen und "NETZ AUS/EIN ohne Pufferbatterie und ohne Memory Card" werden in Tabelle 01 gegenübergestellt. 

Empfehlung:
Führen Sie nach einem "NETZ AUS/EIN ohne Pufferbatterie und ohne Memory Card" immer ein Urlöschen durch.
 
  Urlöschen "NETZ AUS/EIN ohne Pufferbatterie und ohne Memory Card"
verändert
  • die Hardwarekonfiguration wird gelöscht,

  • das Programm wird gelöscht 

  • die Remanenzbereiche werden gelöscht

  • die Hardwarekonfiguration wird gelöscht,

  • das Programm wird gelöscht

unverändert
  • der Diagnosepuffer

  • die eingestellte Schutzstufe

  • die Parameter der MPI-Schnittstelle (MPI-Adresse,...

  • die Remanenzbereiche werden nicht gelöscht
  • der Diagnosepuffer
  • die eingestellte Schutzstufe

  • die Parameter der MPI-Schnittstelle (MPI-Adresse,...

Tabelle 01

Wie Sie remanente Operandenbereiche in STEP 7 konfigurieren.

In der folgenden Tabelle 02 ist die Vorgehensweise zum Konfigurieren von Remanenzbereichen in einer S7-300 CPU ohne MMC beschrieben:
 
Nr. Vorgehensweise
1 Öffnen Sie die Hardwarekonfiguration ihrer S7-300-Station. Doppelklicken Sie auf das Symbol ihrer CPU --> Es öffnet sich das Fenster "Eigenschaften - CPU 31x ...".


Bild 01

2  Wählen Sie dort das Register "Remanenz".


Bild 02

3 Innerhalb des Registers "Remanenz" können Sie im Bereich "Remanenz"  die remanenten Operandenbereiche für
  • Merker,
  • S7-Timer und
  • S7-Zähler

konfigurieren:

Im Feld "Bereiche" können Sie auch die remanenten Bereiche in Datenbausteinen konfigurieren.


Bild 03

Achtung:
Bitte achten Sie darauf, dass Ihre als remanent definierten Datenbausteine in der CPU vorhanden und nicht zu kurz sind.
Ebenso dürfen die Datenbausteine auch nicht die Eigenschaft "Unlinked" haben. Die Datenbausteine werden sonst nur in den Ladespeicher geladen.

4 Nachdem Sie die gewünschten remanenten Bereiche festgelegt haben, können Sie die CPU-Eigenschaften über "OK" verlassen oder noch Änderungen in einem anderen Registern vornehmen.
Tabelle 02

Achtung:
Bitte beachten Sie, dass inzwischen C7-Geräte ohne MMC einer Typstreichung unterliegen. Bei allen aktuellen C7-Geräten (C7-613, C7-635 und C7-636) muss eine MMC verwendet werden.

 Beitrags-ID:598803   Datum:2006-08-18 
Dieser Artikel...hat mir geholfenhat mir nicht geholfen                                 
mySupport
My Documentation Manager 
Newsletter 
CAx-Download-Manager 
Support Request
Zu diesem Beitrag
Drucken
PDF erstellen 
Beitrag versenden
QuickLinks
Kompatibilitäts-Tool 
Hilfe
Online Hilfe
Guided Tour