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WinCC flexible Optionen -- Produktinformationen -- WinCC flexible /Audit 
Welche Unterstützung bietet die Siemens AG, um die FDA-Richtlinien mit den Produkten zu erfüllen? 
Welche Unterstützung bietet die Siemens AG, um die FDA-Richtlinien beim Einsatz von WinCC flexible zu erfüllen? 
Welche Unterstützung bietet die Siemens AG, um die FDA-Richtlinien beim Einsatz von Panels zu erfüllen? 
Was müssen Sie beim Umgang mit Lizenzen für WinCC flexible und Panels beachten? 
Wie kann Zugriff von Telnet bei der Verwendung der WinCC flexible Option Audit auf einem Panel verhindert werden? 
Wie können Benutzeraktionen und Produktionsdaten aus der Audit-Trail-Datei an einem Panel angezeigt werden? 

Welche Unterstützung bietet die Siemens AG, um die FDA-Richtlinien mit den Produkten zu erfüllen?zum Beginn
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Food and Drug Administration (FDA)


Logo der FDA

Die FDA ist die Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten und ist dem Gesundheitsministerium unterstellt. Die FDA hat ihren Sitz in Rockville (Maryland) und wurde 1927 gegründet.

Die Aufgabe der FDA ist es, die öffentliche Gesundheit in den USA zu schützen. Hierzu wird die Sicherheit und Wirksamkeit von Human- und Tierarzneimitteln, biologischen Produkten, Medizinprodukten, Lebensmitteln und strahlenemitierenden Geräten kontrolliert. Die Kontrollen beziehen sich auf in den USA hergestellte sowie importierte Produkte.
Die FDA ist in Deutschland mit dem TÜV und dem Gesundheitsministerium vergleichbar.

Wichtige Richtlinie für Produkte der Siemens AG
Am 20. August 1997 trat die Vorschrift FDA 21 CFR Part 11 zu "Elektronischen Aufzeichnungen und Elektronischen Unterschriften" der US-Aufsichtsbehörde Food and Drug Administration (FDA) in Kraft. 21 CFR Part 11 (kurz: Part 11) definiert die Akzeptanzkriterien der FDA an die Verwendung von elektronischen Aufzeichnungen und elektronischen Unterschriften anstelle von Aufzeichnungen in Papierform und handschriftlichen Unterschriften auf Papier.

Folgende Forderungen sind damit verbunden:

  • Validierung
  • Aufzeichnungen der Bedienoperationen
  • Aufbewahrung/Schutz/Reproduzierbarkeit/Abrufbarkeit
  • Zugriffsschutz
  • Elektronische Unterschrift (Bescheinigung der Gleichstellbarkeit)

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Produkten und Lösungen erhalten Sie unter folgenden Links:

  • Informationen zu WinCC unter der Beitrags-ID: 37940022
  • Informationen zu WinCC flexible unter der Beitrags-ID: 37939984
  • Informationen zu den Panels unter der Beitrags-ID: 37940461

Weiterführende Informationen
Unter dem folgenden Link erhalten Sie weitere Informationen zum Thema GMP (Good Manufacturing Practice, gute Herstellungspraktiken).
http://www.automation.siemens.com/pharma

Ergänzende Suchbegriffe
Zertifikat, Bestimmungen, Gesetze

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Beschreibung
Eine allgemeine Beschreibung zum Thema Food and Drug Administration finden Sie unter der Beitrags-ID: 37939948.

Lösungen in WinCC flexible
WinCC flexible bietet folgende Möglichkeiten bzw. Lösungen, um die FDA-Richtlinien zu erfüllen:

  • Zugriffsschutz
  • Audit Trail
  • Elektronische Unterschrift

Zugriffsschutz
Der Zugriffsschutz wird mit dem Software-Paket SIMATIC Logon (Zentrale Benutzerverwaltung) und der lokalen Benutzerverwaltung sichergestellt.

Beispiele zur lokalen Benutzerverwaltung:

  • Die einzelnen Benutzer und deren Zuordnung zu Benutzergruppen werden in der WinCC flexible Projektierung definiert.
  • Basierend auf den Benutzergruppen werden die Berechtigungen mit Berechtigungsstufen in der Benutzerverwaltung von WinCC flexible definiert.
  • Die Alterung von Passwörtern wird unterstützt, wobei die Dauer der Gültigkeit eines Passworts und die Anzahl von Generationen konfigurierbar sind.
  • Der angemeldete Benutzer wird nach einer konfigurierbaren Zeitdauer automatisch vom System abgemeldet, wenn keine Aktivität vorhanden ist.

Beispiele zu SIMATIC Logon:

  • Zentrale Verwaltung der Benutzer (Einrichten, Deaktivieren, Sperren, Entsperren, Zuordnen zu Benutzergruppen) erfolgt durch den Administrator.
  • Eindeutige Kombination von Benutzerkennung (User-ID) und Passwort.
  • Definition von Zugriffsberechtigungen für Gruppen und Benutzer.
  • Passwortalterung
  • Initialpasswort
  • Der Benutzer wird automatisch nach einer einstellbaren Anzahl von fehlerhaften Anmeldeversuchen gesperrt und kann nur durch den Administrator wieder entsperrt werden.
  • Automatisches Abmelden
  • Log-Funktionen

Weiterführende Informationen zum Thema SIMATIC Logon erhalten Sie hier.

Audit Trail
Das Audit Trail wird durch die Option WinCC flexible/Audit sichergestellt. WinCC flexible/Audit dient der Überwachung von Bediener-Aktivitäten im Runtime-Betrieb.
Nachfolgend werden einige Beispiele der erfüllten Anforderungen beschrieben:

  • Prozessdaten (z. B. Prozesswerte, Prozess- oder Bedienmeldungen) werden gespeichert, ohne dass der Bediener die Möglichkeit hat, Änderungen vorzunehmen.
  • Relevante Änderungen, die vom Bediener im HMI-System im laufenden Betrieb ausgeführt werden, sind in einem Audit Trail aufgezeichnet.
  • Speicherung der Daten in einer CSV-Datei.
  • Anzeigen der Auswertung durch den "Audit Viewer" (nur auf PC-Systemen).

Mit der WinCC flexible Option Change Control ist es möglich Änderungen in den WinCC flexible Projekten aufzuzeichnen, wie z.B. Änderungen an Archiv-, Alarmanzeigen und Grafiken, Definition der Zugriffsrechte, etc.

Elektronische Unterschrift
WinCC flexible ermöglicht das elektronische Unterschreiben von Handlungen durch den Benutzer. In der Engineering-Phase werden hierzu u.a. Variablen festgelegt, deren Änderung in Runtime mit einer elektronischen Unterschrift bestätigt werden muss. Die elektronische Unterschrift kann aus der Eingabe des Passworts und eines Kommentars bestehen. Die Veränderungen werden außerdem im Audit Trail festgehalten.

Weiterführende Informationen
Unter dem folgenden Link erhalten Sie weitere Informationen zum Thema GMP (Good Manufacturing Practice, gute Herstellungspraktiken).
http://www.automation.siemens.com/mcms/pharma-industries/de/gmp-validierung

Ergänzende Suchbegriffe
Zertifikat, Bestimmungen, Gesetze

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Beschreibung:
Eine allgemeine Beschreibung zum Thema Food and Drug Administration finden Sie unter der Beitrags-ID: 37939948.

Lösungen für die Panels:
Panels bieten folgende Möglichkeiten bzw. Lösungen, um die FDA-Richtlinien zu erfüllen:

INOX-Fronten:
Folgende Besonderheiten sind bei Geräten mit INOX-Fronten (Edelstahlfront) vorhanden:

  • Front (Edelstahl 1.4301, Polyesterfolie)
  • Oberfläche (Strichschliff, Korn 240, Dichtung EPDM)
  • Optimiertes Rahmenprofil
  • Geneigte Flächen ohne frontseitige USB-Schnittstelle
  • Spannrahmen rückseitig

Zugriffsschutz:
Der Zugriffsschutz wird mit dem Software-Paket SIMATIC Logon (Zentrale Benutzerverwaltung) und der lokalen Benutzerverwaltung sichergestellt.
Beispiele zur lokalen Benutzerverwaltung:

  • Die einzelnen Benutzer und deren Zuordnung zu Benutzergruppen werden in der WinCC flexible Projektierung definiert.
  • Basierend auf den Benutzergruppen werden die Berechtigungen mit Berechtigungsstufen in der Benutzerverwaltung von WinCC flexible definiert.
  • Die Alterung von Passwörtern wird unterstützt, wobei die Dauer der Gültigkeit eines Passworts und die Anzahl von Generationen konfigurierbar sind.
  • Der angemeldete Benutzer wird nach einer konfigurierbaren Zeitdauer automatisch vom System abgemeldet, wenn keine Aktivität vorhanden ist.

Beispiele zu SIMATIC Logon:

  • Zentrale Verwaltung der Benutzer (Einrichten, Deaktivieren, Sperren, Entsperren, Zuordnen zu Benutzergruppen) erfolgt durch den Administrator.
  • Eindeutige Kombination von Benutzerkennung (User-ID) und Passwort.
  • Definition von Zugriffsberechtigungen für Gruppen und Benutzer.
  • Passwortalterung
  • Initialpasswort
  • Der Benutzer wird automatisch nach einer einstellbaren Anzahl von fehlerhaften Anmeldeversuchen gesperrt und kann nur durch den Administrator wieder entsperrt werden.
  • Automatisches Abmelden
  • Log-Funktionen

Weitere Informationen zum Thema SIMATIC Logon erhalten Sie hier.

Audit Trail:
Das Audit Trail wird durch die Option WinCC flexible/Audit sichergestellt. WinCC flexible/Audit dient der Überwachung von Bediener-Aktivitäten im Runtime-Betrieb.
Nachfolgend werden einige Beispiele der erfüllten Anforderungen beschrieben:

  • Prozessdaten (z. B. Prozesswerte, Prozess- oder Bedienmeldungen) werden gespeichert, ohne dass der Bediener die Möglichkeit hat, Änderungen vorzunehmen.
  • Relevante Änderungen, die vom Bediener im HMI-System im laufenden Betrieb ausgeführt werden, sind in einem Audit Trail aufgezeichnet.
  • Speicherung der Daten in einer CSV-Datei.
  • Anzeigen der Auswertung durch den "Audit Viewer" (nur auf PC-System ablauffähig).

Weitere Informationen zum Thema WinCC flexible/Audit erhalten Sie hier.

Hinweis:
Die Option "Audit" kann bei Bediengeräten ab xP270 verwendet werden.

Elektronische Unterschrift:
WinCC flexible ermöglicht das elektronische Unterschreiben von Handlungen durch den Benutzer. In der Engineering-Phase werden hierzu Variablen festgelegt, deren Änderung in Runtime mit einer elektronischen Unterschrift bestätigt werden muss. Die elektronische Unterschrift kann aus der Eingabe des Passworts und eines Kommentars bestehen. Die Veränderungen werden außerdem im Audit Trail festgehalten.

Hinweis:
Weitere Informationen zum Thema FDA-Richtlinien finden Sie hier.

Weiterführende Informationen:
Unter dem folgenden Link erhalten Sie weitere Informationen zum Thema GMP. (Good Manufacturing Practice, gute Herstellungspraktiken)
GMP -Webcast & Testiminials

Suchbegriffe:
Zertifikat, Bestimmungen, Gesetze

Was müssen Sie beim Umgang mit Lizenzen für WinCC flexible und Panels beachten?zum Beginn
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Einleitung
Im folgenden FAQ ist beschrieben, was beim Umgang mit Lizenzen und Autorisierungen für WinCC flexible zu beachten ist. Dieser FAQ befasst sich mit Lizenzen für Panels, WinCC flexible ES und WinCC flexible RT.

Bitte folgen Sie den Anweisungen der pdf-Datei (Anlage1). Die folgenden Punkte werden im Dokument behandelt:

1 Allgemeine Informationen über Lizenzen
   1.1 Lizenz, Certificate of License und License Key
   1.2 Wozu benötigt man Lizenzen?
   1.3 Verfügbare Lizenztypen
   1.4 Lizenzen für Optionen und Dienste von WinCC flexible ES/RT
2 Wie lassen sich Lizenzen übertragen?
   2.1 Welche Software wird benötigt?
   2.2 Wie können License Keys übertragen werden?
   2.3 License Keys via Automation License Manager auf ein Bediengerät übertragen
   2.4 License Keys via Automation License Manager vom Bediengerät entfernen
3 Sicherung der License Keys
   3.1 Welche Software wird benötigt?
   3.2 Wann müssen License Keys gesichert werden?
   3.3 Backup und Restore
4 Upgrade von Lizenzen
   4.1 Was ist ein Lizenz- Upgrade und welche Arten gibt es?
   4.2 Voraussetzungen für ein Upgrade
   4.3 Durchführung eines Upgrade mit Hilfe des Automation License Managers
5 Besonderheiten bei WinAC MP
   5.1 License Key passend zum WinAC Typ
   5.2 License Key passend zur WinAC Version License Keys der WinAC MP Versionen
         ist aufwärts kompatibel.
   5.3 Sonstige Besonderheiten
   6 Häufig gestellte Fragen
   6.1 Wie kann ich meine defekte Lizenz reparieren?
   6.2 Warum ist eine Lizenz nach einem Zeitzonenwechsel ungültig?
   6.3 Warum werden meine License Keys nicht erkannt?
   6.4 Wo ist nach einem Upgrade der „alte“ License Key zu finden?
   6.5 Wie kann ich einen verloren gegangenen License Key wiederbekommen?
   6.6 Warum sind meine Lizenzen vom Panel nicht in im Backup enthalten?
   6.7 Kann eine Lizenz von WinCC flexible 2008 auch für WinCC flexible 2007
         verwendet werden?
   6.8 Kann man durch den Austausch von Lizenzen die WinCC flexible Varianten wechseln?
         (Gilt nicht für Micro und China Edition)

Anlage 1: WinCC_flexible_Lizenzen_de.pdf ( 744 KB )

Die Anlage 2 enthält eine Auflistung von Lizenzen, die für die verschiedenen Optionen und Dienste in der WinCC flexible Runtime (RT) und in dem WinCC flexible Engineering System (ES) erforderlich sind.

Anlage 2: License_Key_List_d_V1_1.pdf ( 16 KB )

Suchbegriffe
Lizenz reparieren, Lizenz zerstört, Verbindung Installation Lizenz, Lizenz Upgrade, ALM, Automation License Manager, Lizenz defekt, Lizenz nicht erkannt

 

Wie kann Zugriff von Telnet bei der Verwendung der WinCC flexible Option Audit auf einem Panel verhindert werden?zum Beginn
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Beschreibung:
Um in Panel-Geräten der Serie 27x / 37x mit WinCC flexible einen Zugriff über Telnet zu verhindern und damit möglichen Manipulation an Archiv-Dateien, z.B. Audit Trail Archiven, vorzubeugen, muss die Option "Telnet Login Disabled" zusätzlich installiert werden.

Gültigkeit:
Die Option kann für die Editionen Standard und Advanced von WinCC flexible 2005 angewandt werden. Die beschriebenen Funktionalitäten sind nur dann gewährleistet, wenn Sie die Option komplett installieren.

Installationshinweis:
Um den Telnet Dienst auf dem Bediengerät zu desaktivieren, muss die Option "Telnet Login Disabled" auf das Bediengerät übertragen werden. Diese Option steht ab ProSave 7.3.3 unter dem Register "Optionen" zur Verfügung.

Telnet Login Disabled mit ProSave (Standalone) auf Bediengerät übertragen
Telnet Login Disabled übertragen Sie mit der "Stand-alone"-Version von ProSave folgendermaßen:

  1. Starten Sie ProSave mit "Start > SIMATIC > ProSave/Prosave".
  2. Wählen Sie im Register "Allgemein" Bediengeräte-Typ und die entsprechende Verbindung aus.
  3. Wechseln Sie in das Register "Optionen".
  4. Markieren Sie im Feld "Verfügbare Optionen" den Eintrag "Telnet Login Disabled".
  5. Wählen Sie die Schaltfläche ">>" an. "Telnet Login Disabled" wird nun auf das angeschlossene Bediengerät übertragen. Die Desaktivierung des Telnet Dienstes wird nach dem Transfer automatisch ausgeführt.

Hinweis zur Übertragung:
Wenn Sie eine Option auf ein Gerät übertragen, das nicht ordnungsgemäß konfiguriert ist, wird möglicherweise nach der Übertragung die folgende Meldung angezeigt: "Anwendung konnte nicht ausgeführt werden! Übertragung wird gestartet." Diese Meldung bezieht sich nur auf die fehlende Konfiguration. Die Option wird fehlerfrei übertragen.

Hinweis zur Aktivierung des Telnet Dienstes:
Um den Telnet Dienst wieder zu aktivieren, entfernen Sie die Option "Telnet Login Disabled" mit ProSave vom Bediengerät.

Link zum Download:
Den Download des Service-Tools ProSave finden Sie unter Beitrags-ID 10347815.

Suchbegriffe:
TP 270, OP 270, MP 270B, TP 277, OP 277, MP 277, Mobile Panel 277, MP 370

Wie können Benutzeraktionen und Produktionsdaten aus der Audit-Trail-Datei an einem Panel angezeigt werden?zum Beginn
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Anleitung:
Die Option Audit-Trail kann ab WinCC flexible 2005 verwendet werden und ermöglicht das Dokumentieren von Produktionsdaten und Benutzeraktionen. Diese Daten werden in einer CSV-Datei (ASCII) archiviert und können mit dem Audit Viewer 200x auf Manipulation überprüft werden. Ab WinCC flexible 2008 SP1 können diese Daten auch in eine TXT-Datei (Unicode) archiviert werden.

Inhalt:

  1. Informationen zum Audit Viewer
  2. FDA-Gesetz und EU-Richtlinien
  3. Voraussetzungen
    3.1 Ablauffähigkeit für Audit Trail
    3.2 Benötigte License Key
  4. Archivierung
  5. Projektierung
    5.1 Projektierung mit WinCC flexible (CSV-Datei)
    5.2 Projektierung mit WinCC flexible (TXT-Datei)
  6. Download

1. Informationen zum Audit Viewer
Der Audit Viewer ermöglicht es Ihnen die Audit-Trail-Datei auf Manipulation zu überprüfen. Bei der Prüfung wird u. a. auch die Checksumme verifiziert.  

Hinweis:
Die Audit-Trail-Datei sollte weder mit Microsoft Excel noch mit einem anderem Software-Tool erneut gespeichert werden, da dadurch die Audit-Trail-Datei ebenfalls als manipuliert eingestuft wird.

Die Audit Viewer 2005 / 2007 / 2008 können kostenlos unter der Beitrags-ID 22180683 herunter geladen werden. Sie finden den AuditViewer 200x auch auf der CD bzw. DVD von WinCC flexible.
 

2. FDA-Gesetz und EU-Richtlinien
Die Archivierung der Produktionsdaten mit Audit-Trail beruht auf branchenspezifischen und branchenübergreifenden Standards. Eines der wichtigsten Regelwerke ist das FDA-Gesetz "21 CFR Part 11 zur elektronischen Datenaufzeichnungen und elektronischer Unterschrift" der US-Lebensmittel und Gesundheitsbehörde FDA. Daneben gelten je nach Branchen verschiedene EU-Vorschriften, beispielsweise EU 178/2002.

Aufgrund des FDA-Gesetzes und der entsprechenden Auslegung nach GMP (Good Manufacturing Practice) wurden Anforderungen für Produktionsanlagen in der Industrie erstellt.

Hinweis:
Weitere Informationen finden Sie im WinCC flexible Hilfesystem. Unter dem Eintrag "Index" mit dem Schlüsselwort "Audit" kann im Menü "Extras" das Handbuch zum Thema "Audit Trail" als PDF-Datei geöffnet werden.
 

3. Voraussetzungen
Die Option "WinCC flexible /Audit" kann ab der 270er Serie verwendet werden und kann ab WinCC flexible 2005 projektiert werden.
 

3.1 Ablauffähigkeit für Audit Trail
In der folgenden Tabelle finden Sie eine Zusammenstellung über die Projektierungsmöglichkeit mit WinCC flexible und über die verwendbaren Speicherdateien (Speicherort) CSV oder TXT:
 
Bediengerät CSV (ASCII) TXT (Unicode) Projektierungsmöglichkeit
OP270 x - ab WinCC flexible 2005
TP270
MP270B
MP370
OP277 x x1) ab WinCC flexible 2005 SP1
TP277
MP277
MP377 x x1) ab WinCC flexible 2007
Mobile Panel 277 x x1) ab WinCC flexible 2005 SP1
Mobile Panel 277 IWLAN x x1) ab WinCC flexible 2007 mit HSP
Mobile Panel 277F IWLAN
WinCC flexible PC Runtime x x1) ab WinCC flexible 2005
1) ab WinCC flexible 2008 SP1
- Funktionalität wird nicht unterstützt
x projektierbar

3.2 Benötigte Licence Keys
Die Option Audit benötigt folgende Licence Keys:

  • WinCC flexible /Audit for SIMATIC Panels
  • WinCC flexible /Audit for WinCC flexible 200x Runtime

4. Archivierung
Die Archivierung der Audit Trail-Datei erfolgt beim Panel auf einer steckbaren Flash-Speicherkarte oder im übergeordneten PC, welcher über Ethernet mit dem Panel verbunden ist.
Die Protokollierung kann wahlweise in einer CSV- oder TXT-Datei gespeichert werden, wobei die Archivierung in eine TXT-Datei im Unicode-Format erfolgt. Bei der CSV-Datei wird der ASCII-Zeichensatz verwendet.

Hinweis:
Der ASCII-Zeichensatz unterstützt u. a. keine asiatischen Schriftzeichen. Wenn Sie für die Archivierung Sprachen, deren Schriftzeichen nicht im ASCII-Zeichensatz enthalten sind, verwenden, dann wählen Sie für die Archivierung den Speicherort "Datei - TXT (Unicode)".
Ab WinCC flexible 2008 SP1 ist auch möglich die Audit-Trail-Datei als Protokoll zu drucken. Die Projektierung erfolgt im Projektbaum von WinCC flexible ES unter "Protokolle".
 

5. Projektierung
Neben dem Protokollieren von Prozessdaten von Variablen oder Rezepturen können mit der Systemfunktion "ErfasseBenutzeraktion" auch benutzerspezifische Aktionen und Prozessdaten protokolliert werden.
 

5.1 Projektierung in WinCC flexible (CSV-Datei)
In der folgenden Tabelle wird das Auslesen der Audit-Trail-Datei über zwei Skripte erläutert. Die Ausgabe erfolgt über EA-Felder. Bei Panel-PCs und bei WinCC flexible Runtime können die Daten auch durch Einbinden von Controls, z.B. in einer integrierten Excel-Tabelle, angezeigt werden.
 
Nr. Vorgehensweise
1 Audit Trail-Funktion (GMP) aktivieren
  • Erstellen Sie ein neues Projekt.
  • Öffnen Sie das Projektfenster, indem Sie im Projektbaum mit der rechten Maustaste auf "Projekt" klicken und im Kontextmenü "Eigenschaften" auswählen.
  • Anschließend aktivieren Sie die Option "Reguliertes Projekt" unter "GMP-Einstellungen".


Bild 01 - Reguliertes Projekt aktivieren

2

Audit Trail-Einstellungen festlegen

  • Klicken Sie im Projektbaum unter "Projekt > Bediengereat_1... > Archive" auf "Audit-Trail".
  • Wählen Sie den Speicherort "Datei - CSV (ASCII)" aus.
  • Ändern Sie ggf. den Pfad der Archiv-Datei ab.
  • Fügen Sie unter dem Ereignis "Wenig freier Speicherplatz, kritisch" die Systemfunktion "ZeigeSystemmeldung" hinzu. Geben Sie als Meldung den Text "Kritisch - Wenig Speicherplatz vorhanden!" ein.


Bild 02 - Systemfunktion hinzufügen

3

Benutzeranzeige und Schaltflächen projektieren

  • Schließen Sie die Registerkarte "Audit Trail".
  • Fügen Sie eine Benutzeranzeige und zwei Schaltflächen hinzu.
  • Beschriften Sie die beiden Schaltflächen mit "Login" und "Logout".
  • Projektieren Sie an der Schaltfläche "Login" unter dem Ereignis "Drücken" die Systemfunktion "ZeigeAnmeldefenster".
  • Bei der Schaltfläche "Logout" fügen Sie unter dem gleichen Ereignis die Systemfunktion "Abmelden" hinzu.

Bild 03 - Systemfunktion hinzufügen
4 Benutzer hinzufügen
  • Öffnen Sie im Projektbaum unter "Projekt > Bediengerät... > Benutzerverwaltung Runtime" die Registerkarte "Benutzer".
     
  • Erstellen Sie zwei Benutzer "User1" und "User2" und vergeben Sie jeweils ein Passwort, z.B:
     
    Benutzer:      User1 Passwort:    101
    Benutzer:      User2 Passwort:    102
     
  • Ordnen Sie die beiden Benutzer der Gruppe "Benutzer" zu.
     
  • Fügen Sie zusätzlich den Benutzer "Admin2" hinzu und ordnen diesen der Gruppe "Administratoren" zu.
     
    Benutzer:      Admin2

    Passwort:   200


Bild 04 - Benutzer anlegen

5

Beigefügte Bibliothek öffnen

  • Laden Sie die beigefügte Bibliothek, die in der Anlage 3 am Ende des Beitrags enthalten ist, herunter.
  • Fügen Sie die Bibliothek zu Ihrem Projekt hinzu, indem Sie in der Werkzeugleiste auf "Bibliothek" klicken.
  • Öffnen Sie mit der rechten Maustaste das Kontextmenü der Bibliothek.
  • Klicken Sie auf "Bibliothek... > Öffnen" und öffnen Sie die Bibliothek "Audit_Trail_Panel_WCF2008_SP1.wlf".


Bild 05 - Bibliothek öffnen

6 Bild und Skripte hinzufügen
  • Fügen Sie das Bild "Table_CSV" dem Projekt hinzu. Dazu klicken Sie auf das Bild in der Bibliothek und ziehen dieses mit gedrückter Maustaste (Drag & Drop) in den Ordner "Bilder" des Projektbaums.
  • Binden Sie ebenfalls - falls dies nicht automatisch erfolgte - die beiden Skripte "ReadFile_Panel_CSV" sowie "Sub_Table_CSV" nach der gleichen Vorgehensweise in den Ordner "Skripte" ein.
  • Ändern Sie im Skript "ReadFile_Panel_CSV" den Pfad, den Sie in der Registerkarte "Audit Trail" (siehe Bild 02) angegeben haben, entsprechend ab.

    Hinweis:
    Der Name der Archiv-Datei kann - abhängig von der erstellten Oberflächensprache des WinCC flexible Projekts - zwischen "AuditTrail_10.csv" und "Audit-Trail_10.csv" variieren.


Bild 06 - Bild und Skripte einbinden

7

Schaltfläche einfügen

  • Fügen Sie eine Schaltfläche hinzu und bezeichnen Sie diese mit "Audit-Tabelle".
  • Binden Sie anschließend an dieser Schaltfläche unter dem Ereignis "Drücken" die Systemfunktion "AktiviereBild" mit dem Bild "Table_CSV" ein.


Bild 07 - Systemfunktion hinzufügen

8 Meldefenster hinzufügen
  • Öffnen Sie das Bild "Vorlage" und fügen Sie ein Meldefenster hinzu.
  • Aktivieren Sie im Eigenschaftsdialog des Meldefensters unter "Allgemein" die Meldeklasse "System".
  • Wählen Sie zusätzlich die Option "Meldungen" bei "Verwenden" aus.


Bild 08 - Meldefenster hinzufügen

9 Archivierungssprache - ab WinCC flexible 2008 SP1 projektierbar
  • Öffnen Sie im Projektbaum unter "Geräteeinstellungen" die Registerkarte "Geräteeinstellungen".
  • Klicken Sie bei "Einstellungen für Runtime" auf das Auswahlfeld für Archivierungssprache und wählen Sie die Sprache "Deutsch (Deutschland)" aus.

    Hinweis:
    Wenn mehrere Sprachen im Projekt angelegt sind und als Anlaufsprache "Anlaufsprache" gewählt ist, dann wird nach jedem Neustart der Runtime in der Sprache archiviert, die zuletzt aktiv war.

Bild 09 - Meldefenster hinzufügen
10

Runtime starten

  • Transferieren Sie das Projekt auf das Panel.
  • Melden Sie sich mit Benutzer "User1" an und wechseln Sie anschließend auf das Bild "Table_CSV".
  • Betätigen Sie die Schaltfläche "Daten lesen".
  • Drücken Sie auf den Schalter "Index" und ggf. anschließend auf die Schaltfläche "+10".


Bild 10 - WinCC flexible Runtime

Hinweis:
Die Checksumme wird in diesem Beisoiel nur angezeigt aber nicht überprüft. Die Prüfung der Checksumme kann mit dem DOS-Tool "HMICeckIntegry.exe" oder mit dem Audit Viewer vorgenommen werden.

5.2 Projektierung in WinCC flexible (TXT-Datei)
Die Projektierung in WinCC flexible erfolgt für die Archivierung in eine TXT-Datei analog zu der Projektierung in einer CS-Datei. Prinzipiell unterscheidet sich die Projektierung nur durch den Speicherort und durch die benötigten Skripte. Zusätzlich wird für die Auflistung des Archivs das Bild "Table_TXT" benötigt.

  1. In der Projektierung - siehe Bild 02 - wird statt des Speicherorts "Datei - CSV (ASCII)" der Speicherort "Datei - TXT (Unicode)" verwendet.
  2. Für das Auslesen der TXT-Datei im Unicode-Format wird das Skript "ReadFile_Panel_TXT" - siehe auch Bild 06 - benötigt. Wenn Sie den Ablagepfad in der Projektierung von WinCC flexible ändern, dann müssen Sie eventuell den Pfad und den Dateinamen im Skript anpassen.
  3. Das Bild "Table_CSV" unterscheidet sich gegenüber dem Bild "Table_TXT" durch den unterschiedlichen Skriptaufruf und durch die unterschiedliche "Scroll"-Funktion.
     

6. Download
Falls ein anderer Pfad (siehe Bild 02) in der "Audit Trail"-Registerkarte angeben wird, muss der Pfad im Skript "ReadFile_Panel_CSV" bzw. "ReadFile_Panel_TXT" entsprechend abgeändert werden.
Dies muss auch bei den Skripten "ReadFile_PC_CSV" bzw. "ReadFile_PC_TXT" und "ReadFile_Chart_CSV" bzw. "ReadFile_Chart_TXT" in der Anlage 2 beachtet werden. Der Name der Archiv-Datei kann - abhängig von der erstellten Oberflächensprache des WinCC flexible Projekts - zwischen "AuditTrail_10.csv" und "Audit-Trail_10.csv" variieren.

Anlage 1:
Die Anlage 1 enthält das in diesem Beitrag geschilderte Beispielprojekt als Panel Variante. Das Projektbeispiel wurde mit einem MP377 erstellt. Für das Auslesen der Audit-Archiv-Datei wird das MP377 oder bei Bediengerätwechsel ein Panel, das Audit Trail unterstützt, benötigt. Das Demoprojekt enthält auch das Auslesen aus einer TXT-Datei (Unicode). Für diese Variante muss der Speicherort - siehe Bild 02 - im Beispielprojekt geändert werden.

Hinweis:
Bei dem Beispielprogramm mit der Archivierung in einer CSV-Datei ist auf die "Regional Settings am Panel" zu achten. Das Script ist für die Einstellung "Germany" mit dem Listentrennzeichen ";" geschrieben. Wenn Sie Ihre "Regional Settings am Panel" auf "English United States" umstellen, wird das Listentrennzeichen automatisch auf "," umgestellt. Sollten Sie dies tun, müssen Sie im Script das ";" durch ein "," ersetzen.

Anlage 1: WinCC_flexible_Audit_A1.zip ( 2990 KB )
(Nur für Panels)

Anlage 2:
Die Anlage 2 enthält das in diesem Beitrag geschilderte Beispielprojekt als PC Variante. Bei dieser Variante wird auch das Auslesen der Audit-Trail-Datei in ein Excel-Control demonstriert. Das Demoprojekt enthält auch das Auslesen aus einer TXT-Datei (Unicode). Für diese Variante muss der Speicherort - siehe Bild 02 - im Beispielprojekt geändert werden.

Hinweis:
Wenn das Excel-Control nicht vorhanden ist, wird es im WinCC flexible Projekt mit einem roten Rechteck dargestellt. Das Excel-Control kann in der Werkzeugleiste unter der Kategorie "Eigene Controls" über das Kontextmenü (rechte Maustaste) hinzugefügt werden, wenn es auf dem PC installiert ist. Sollte Ihnen das ActiveX Control "Microsoft Office Spreadsheet 11.0" nicht zur Verfügung stehen, dann löschen Sie das ActiveX Control sowie die Skripte "ReadFile_Chart_CSV" bzw. "ReadFile_Chart_TXT" und "Script_Buttons_CSV" bzw. "Script_Buttons_TXT" aus dem Projekt.

Anlage 2: WinCC_flexible_Audit_A2.zip ( 3230 KB )
(Nur für PCs)

Anlage 3:
Die Anlage 3 enthält die WinCC flexible-Bibliothek, die in diesem Beitrag verwendet wird. In dieser Bibliothek sind die verwendeten Skripte und das Bild "Table_CSV" sowie "Table_TXT" mit den zusammengestellten EA-Feldern enthalten.

Anlage 3: WinCC_flexible_Audit_A3.zip ( 5553 KB )

Ablauffähigkeit und Testumgebung:
In der folgenden Tabelle sind die Komponenten aufgeführt, mit denen dieser Beitrag erstellt und die beschriebenen Funktionsweise verifiziert wurden.
 
Komponenten Produkt- und Versionsbezeichnung
PC-Betriebssystem Microsoft Windows XP SP2
Standard-Tools -
Engineering Tool -
HMI Software WinCC flexible 2008 SP1
Bedien- & Beobachtungssystem MP377 bzw. WinCC flexible RT (PC-Variante)

 Beitrags-ID:28971058   Datum:2013-05-02 
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