Welche Ports werden von den verschiedenen Diensten für die Datenübertragung über TCP und UDP verwendet und was ist bei der Verwendung von Routern und Firewalls zu beachten?
Beschreibung In diesem Beitrag finden Sie eine Übersicht der Ports, die von den verschiedenen Diensten bei der Datenübertragung über TCP und UDP verwendet werden.
Wenn die Daten über Router übertragen werden oder Firewalls verwendet werden, dann muss der Port entsprechend des verwendeten Dienstes, im Router bzw. in der Firewall, freigeschaltet werden.
Dienst
Destination-Port
Transport-protokoll
Beschreibung
FTP
20, 21
TCP
Das "File Transfer Protocol" wird für die Übertragung von Dateien von und zu einem Remote-Computersystem verwendet. Das Protokoll nutzt dabei TCP/IP als unterlagertes Protokoll.
Mit dem File Transfer Protokoll können Sie Befehle für Dateien und Verzeichnisse ausführen, z. B.
Dateien und Verzeichnisse auf dem Remote-System auflisten oder löschen
um Zugriff auf Dateien im IT-CP bzw. Advanced-CP zu erlangen (der IT-CP bzw. Advanced-CP ist FTP-Server).
Zugriffsrichtung
Mit dieser Funktion können Sie mit einem FTP-Client Dateien, z. B. selbst erstellte HTML-Seiten, von einem PC aus in den IT-CP bzw. Advanced-CP laden.
Telnet
23
TCP
Mit Telnet können Sie eine Terminalsitzung auf dem Telnet-Server zum Telnet-Client aufbauen. Dieses Client/Server-Protokoll setzt auf TCP auf und wird beim Web Based Management auf OSM und ESM verwendet.
SMTP
25
465 (verschlüsselt)
TCP
Das Simple Mail Transport Protocol wird im Internet verwendet, um E-Mails an einen Mailserver zu übertragen und E-Mails zwischen zwei Mailservern auszutauschen.
Mit SMTP erlangt der Mail-Client (IT-CP bzw. Advanced-CP ist SMTP-Client) Zugriff auf einen Mail-Server (SMTP-Server).
Zugriffsrichtung Mit einem IT-CP oder Advanced-CP können Sie vom Anwenderprogramm aus E-Mails verschicken. Dies geschieht durch das Versenden einer Nachricht an den Port 25 und die IP-Adresse des projektierten Mailservers.
DNS
53
TCP,
UDP
Das Domain Name System ist zuständig für die Namensvergabe und -auflösung in IP basierten Netzwerken.
bootps (DHCP)
67 (Server)
UDP
Das Dynamic Host Configuration Protocol ermöglicht die Zuweisung der Netzwerkkonfiguration an Clients durch einen Server.
bootpc (DHCP)
68 (Client)
UDP
TFTP
69
UDP
Das Trivial File Transfer Protocol ist ein einfaches Protokoll für den Dateitransfer. Jedes Dateipaket wird einzeln quittiert. TFTP wird bei OSM/ESM verwendet, um Firmware zu laden oder Konfigurationen zu sichern und zu laden. Nähere Informationen finden Sie im Handbuch "SIMATIC NET Industrial Ethernet OSM/ESM Netzwerkmanagement" Kapitel 6.3 unter Beitrags-ID 8677203
HTTP
80
TCP
Das Hypertext Transfer Protocol ist ein Übertragungsprotokoll, das zur Übermittlung von Informationen im World Wide Web (WWW) dient. Mit HTTP erlangen Sie Zugriff auf eine im IT-CP bzw. Advanced-CP hinterlegte HTML-Seite (IT-CP bzw. Advanced-CP ist HTTP-Server).
Zugriffsrichtung
Auf einem IT-CP oder Advanced-CP können Sie HTML-Seiten ablegen, mit denen Sie die Prozesswerte aus der Steuerung auslesen können.
RFC1006
102
TCP
RFC 1006 setzt auf dem TCP Protokoll auf und erlaubt eine zuverlässige Verbindung zwischen zwei Systemen. RFC 1006 wird für Standardverbindungen im SIMATIC Umfeld verwendet.
Einsatzgebiete:
STEP 7 Fernprogrammierung über LAN
STEP 7 Fernprogrammierung über ISDN
ISO-on-TCP Verbindungen
S7-Verbindungen über Industrial Ethernet
In allen Einsatzgebieten muss der TCP Port 102 freigeschaltet werden.
Hinweis Der Port 102 ist standardmäßig in Routern und Firewalls gesperrt und muss unbedingt auf der kompletten Übertragungsstrecke freigeschaltet werden.
NTP
123
UDP
Das Network Time Protocol ist ein Standard zur Uhrzeitsynchronisation in IP basierten Netzwerken.
SNMP
161,162
UDP
Simple Network Management Protocol ist ein UDP basiertes Protokoll, das speziell zur Administration von Datennetzen spezifiziert wurde. Das SNMP dient zur Verwaltung und Konfiguration der unterschiedlichen Netzwerkkomponenten. So können Router, Switches und andere Komponenten, die in der Regel weit verstreut platziert werden, von einem zentralen Arbeitsplatz aus verwaltet werden.
HTTPS
443
TCP
Das HyperText Transfer Protocol Secure dient zur Verschlüsselung und zur Authentifizierung der Kommunikation zwischen Webserver und Browser im World Wide Web.
ISAKMP
500
UDP
Das Internet Security Association and Key Managemet Protocol ist ein Protokoll zum Aufbau von Security Asscociations (SA) und Austausch von kryptischen Schlüsseln im Internet.
Modbus
502
TCP,
UDP
Modbus TCP
Syslog
514
UDP
Das syslog-Protokoll dient zur Übermittlung von syslog-Meldungen. Syslog-Meldungen enthalten kurze Textnachrichten (weniger als 1024 Byte) und werden unverschlüsselt übertragen.
IPSec
4500
TCP,
UDP
Internet Protocol Security ist ein Sicherheitsprotokoll, dass für Kommunikation über IP-Netze folgende Schutzziele gewährleistet:
Vertraulichkeit,
Authentizität,
Integrität
Es wird zum Aufbau virtuelle privater Netzwerke (VPN) verwendet.
Tabelle 01
In der folgenden Tabelle finden Sie eine Gegenüberstellung der Produktgruppen mit dem UDP/TCP Protokoll:
Dienst
Produktgruppen
SCALANCE X mit Management-funktionen
Wireless LAN
PLC
PLC CPs
PC CPs
IE/AS-i Link,
IE/PB Link,
IWLAN/PB Link
FTP-Server
X
X
-
X3)2)
X
-
Telnet
X
X
-
-
X
X7)
SMTP
X
X
-
-
X
X5)
DNS
-
-
-
-
X
-
bootpc
(DHCP-Client)
X
X
-
X2)
X
X5)
TFTP-Client
X
X
-
-
X
X5)
HTTP
X
X
X12)
X2)
X
X5)
RFC1006
-
-
X12)
X2)
X
X6)
NTP
X8)
X8)9)
X12)
X2)
X
X
SNMP
X
X
X12)
X2)
X
X
HTTPS
X
X
X12)
-
X
-
Syslog-Client
X10)
X
-
-
-
-
ISAKMP
-
-
-
-
X
-
Modbus TCP
-
-
X11)
X4)
-
-
IPsec
-
-
-
-
X
-
Tabelle 02
1) Der integrierte FTP-Sever dient zum Laden der Firmware in die Baugruppe.
2) In folgenden Beiträgen finden Sie Informationen darüber welche Industrial Ethernet CPsdiesen Dienst unterstützen: 16767769 und 15368142.
3) Der Dienst FTP wird von IT-CPs und Advanced-CPs unterstützt.
4) Der Dienst Modbus TCP wird mit dem Produkt "OPEN MODBUS / TCP CP" unterstützt. Weitere Informationen zur OPEN MODBUS / TCP Kommunikation finden Sie unter folgender Beitrags-ID: 22660304. 5) Dieser Dienst wird nur vom IE/AS-i Link unterstützt. 6) Dieser Dienst wird nur vom IE/PB Link und IWLAN/PB Link unterstützt. 7) Dieser Dienst wird nur vom IWLAN/PB Link unterstützt. 8) Die SCALANCE X und SCALANCE W unterstützen das Simple Network Time Protocol SNTP, die vereinfachte Form des Network Time Protocol NTP. 9) Die SCALANCE W nach IEEE 802.11n unterstützen das Network Time Protocol NTP. Eine Übersicht der SIMATIC NET Industrial Wireless LAN Komponenten nach IEEE 802.11n finden Sie unter folgender Beitrags-ID: 56692761. 10) Die SCALANCE X-300, X-400 und X-500 können als Syslog-Client eingesetzt werden. 11) Der Dienst Modbus TCP wird mit dem Produkt "OPEN MODBUS / TCP PN-CPU" unterstützt. Weitere Informationen zur OPEN MODBUS / TCP Kommunikation finden Sie unter folgender Beitrags-ID: 22660304. 12) In folgendem Beitrag finden Sie Informationen darüber welche CPUs diesen Dienst unterstützen: 18909487.
Weitere Informationen Weitere Informationen zu o. g. Produkten finden Sie in folgenden Handbüchern:
Beschreibung: Es wird ein Fernzugriff auf ein Automatisierungssystem (z.B. SIMATIC S7) über das Internet realisiert. Hierbei ist nur eine Steuerung direkt durch den Fernzugriff mittels Portweiterleitung erreichbar. Der Zugriff auf weitere Steuerungen in der Automatisierungszelle erfolgt über PG-Routing.
Bild 01
Es werden die PG-Funktionen mit STEP 7 genutzt, um vom externen Netz auf ein Automatisierungssystem (z.B. SIMATIC S7) im lokalen Netz zuzugreifen. Der Zugriff erfolgt über ein Gateway, das die Dienste NAT (Network Address Translation) und NAPT (Network Address Port Translation) nutzt.
Bild 02
In den o. g. Beispielen ermöglichen die PG-Funktionen mit STEP 7:
Das Laden der Konfiguration und des Anwenderprogramms in die CPU zu ermöglichen,
Bausteine und Variablen zu beobachten.
Die PG-Funktionen, S7-Kommunikation etc. nutzen den Port 102 (TCP).
Informationen darüber welches Protokoll welchen TCP-Port verwendet, finden Sie unter der Beitrags-ID: 8970169.
In den o. g. Applikationen stellen Sie die Portweiterleitung im DSL Modem/Router auf der Anlagenseite bzw. im Gateway so ein, dass die Telegramme des Ports 102 aus dem externen Netz an den Port 102 der IP-Adresse der SIMATIC S7 weitergeleitet werden. Die IP-Adresse der SIMATIC S7 befindet sich im internen Netz.
Beispiel Portweiterleitung:
Beispiel
externe
IP-Adresse
externer
Port
interne
IP-Adresse
interner
Port
Applikation
Fernzugriff über Internet
mittels Portweiterleitung
217.91.8.166
102
172.168.2.10
102
STEP 7
Zugriff über NAT/NAPT
192.168.2.1
102
172.168.2.10
102
STEP 7
Für folgende Anwendungen ist die feste externe IP-Adresse des DSL Modems/Routers auf der Anlagenseite bzw. die externe IP-Adresse des Gateways zu beachten:
Bausteine beobachten,
damit über STEP 7 eine Online-Beobachtung von Bausteinen auf der SIMATIC S7 CPU möglich ist.
Downloadschnittstelle,
damit über STEP 7 ein Download der Projektierung möglich ist.
Baustein beobachten Um über STEP 7 eine Online-Beobachtung von Bausteinen auf der SIMATIC S7 CPU zu ermöglichen, ist folgende Änderung in der Hardware Konfiguration der SIMATIC S7 notwendig:
In der Hardware-Konfiguration der SIMATIC S7 wird die IP-Adresse der Schnittstelle, die den Zugang zum Internet ermöglicht (z.B. IE CP oder integrierte PN-Schnittstelle der CPU), durch die externe IP-Adresse des DSL Modems/Routers auf der Anlagenseite ersetzt.
Die geänderte Hardware-Konfiguration ist nur zum Beobachten der Bausteine und darf nicht in die CPU geladen werden, da diese Information im Projekt abgelegt wird und daher die Systemdaten im Projekt geändert werden. Ein Download ändert die Einstellungen des CPs oder der CPU und macht damit eine weitere Onlineverbindung unmöglich.
Ein Download der Systemdaten oder der Hardware-Konfiguration mit geänderter IP-Adresse unterbindet weitere Onlineverbindungen über Portweiterleitung.
Downloadschnittstelle Bei der Einstellung der Downloadschnittstelle in STEP 7 erfolgt keine Änderung im Projekt. Hier bleibt die ursprüngliche IP-Adresse im Projekt erhalten. Nur die IP-Adresse als Ziel des Downloads wird durch die externe IP-Adresse des DSL Modems/Routers auf der Anlagenseite ersetzt.
Somit ist auch ein Download der Systemdaten und Hardware-Konfiguration möglich, ohne das die Onlineverbindung nach dem Download abbricht. Allerdings ist hier kein Baustein beobachten möglich.
Bild 03
Hinweis: Beachten Sie, dass mit den o. g. Möglichkeiten des Fernzugriffs das lokale Netz nicht vor unbefugten Zugriffen geschützt ist. Daher empfehlen wir Ihnen für den Fernzugriff über das Internet ein VPN (Virtual Private Network) zu nutzen. Über VPN sind die PG-Funktionen mit STEP 7 nutzbar:
ohne in der Hardware-Konfiguration die IP-Adresse der Industrial Ethernet Schnittstelle zu ändern, um die Bausteine zu beobachten und
ohne die IP-Adresse der Downloadschnittstellen zu ändern, um die Hardware-Konfiguration oder das Anwenderprogramm in die CPU zu laden.
In folgenden Beiträgen finden Sie eine Anleitung zur Konfiguration eines VPNs mit SCALANCE S6x und SOFTNET Security Client:
Eine Beschreibung der verschiedenen WAN Zugangsmethoden für den Fernzugriff auf Automatisierungssysteme (z.B. SIMATIC S7) finden Sie unter der Beitrags-ID: 26662448.
Alternative Wege beim Verbindungsaufbau mit der Funktion PG-Kanal-Routing
FRAGE:
Was passiert, wenn beim PG-Kanal-Routing zu einer Endstation
mehrere Wege zur Verfügung stehen?
ANTWORT:
Welcher Weg benutzt wird, hängt von der Reihenfolge der
Einträge in den Routing-SDBs ab. Diese Systemdatenbausteine
werden von STEP 7 automatisch erzeugt. Sie können als Anwender
keinen Einfluss darauf nehmen.
Hinweis: Projektieren Sie in NETPRO nur die Schnittstellen, welche auch
tatsächlich vernetzt sind und sich im betriebsbereiten Zustand
befinden.
Fernprogrammieren über INDUSTRIAL ETHERNET mit STEP 5 (PG-BUS Funktionen)
FRAGE:
Welche Einstellungen muss ich vornehmen, um mit STEP5
Fernprogrammierung über Industrial Ethernet zu betreiben ?
ANTWORT:
Sie beabsichtigen in STEP 5 über Industrial Ethernet (ISO
Industrial Ethernet, TCP/IP-Protokoll) fernzuprogrammieren.
Für ISO Industrial Ethernet sind dabei folgende
Voraussetzungen zu erfüllen:
Ihr PC muss über eine Netzwerkkarte verfügen, die dem
Betriebssystem bekannt ist.
Die Software "Softnet IE PG" der SIMATIC NET CD ist zu
installieren.
Richten Sie das Protokoll "Siemens ISO Industrial
Ethernet" in den Netzwerkeinstellungen ein. Windows9x:
Sie finden das "ISO Industrial Ethernet" Protokoll in den
Netzwerkeinstellungen unter "Protokolle" bei "Siemens AG". WindowsNT:
Sie finden das Protokoll "Siemens ISO Industrial Ethernet" bei den
Netzwerkeinstellungen Ihres Rechners. Windows 2000 bzw. Windows XP: Das Protokoll wurde mit der Installation der SIMATIC NET CD
7/2001 bzw. 11/2002 bereits eingerichtet und muss nicht mehr
nachgetragen werden.
Öffnen Sie die Systemsteuerung über "Start >Einstellungen
> Systemsteuerung" und führen Sie einen Doppelklick auf das
Icon "PG/PC Schnittstelle einstellen" durch.
Stellen Sie den Zugangspunkt "CP_H1_1:" auf "ISO
Industrial Ethernet->Netzwerkkarte" ein. (Bitte vergessen
Sie nicht, den Doppelpunkt mit anzugeben!)
Starten Sie STEP 5.
Im STEP 5-Menü "Datei > Projekt > Einstellen"
können Sie nun die Schnittstelle "Industrial Ethernet (Sinec
H1)" auswählen.
Verwenden Sie Industrial Ethernet (TCP/IP), dann gelten
für WindowsNT die gleichen Einstellungen wie bei ISO Industrial
Ethernet:
Ihr PC muss über eine Netzwerkkarte verfügen, die dem
Betriebssystem bekannt ist.
Die Software "Softnet IE PG" der SIMATIC NET CD ist zu
installieren.
Für den Einsatz unter Windows95/98 benötigen Sie das
Zusatzpaket "PG/OP-Kommunikationfür CP1430 TCP" (ist
nur für TCP erforderlich, nicht für TF-Baugruppen).
Dieses Paket ist optional unter der Bestellnummer 2XV9450-1AU04
erhältlich.
Fügen Sie nun das "TCP/IP-Protokoll" bei den
Netzwerkeinstellungen Ihres Rechners hinzu, sofern das Protokoll
noch nicht vorhanden ist.
Öffnen Sie die Systemsteuerung über "Start >
Einstellungen > Systemsteuerung" und führen Sie einen
Doppelklick auf das Icon "PG/PC Schnittstelle einstellen" aus.
Stellen Sie den Zugangspunkt "CP_H1_1:" auf
"TCP/IP->Netzwerkkarte" ein. (Bitte vergessen Sie nicht,
den Doppelpunkt mit anzugeben!)
Bild 1: Netzwerkeigenschaften bei Windows 9X
Starten Sie Ihren Rechner bitte neu.
ACHTUNG:
Die Punkte 7 bis 9 gelten nur für Windows9x! Sie sind für
Sie nicht relevant, wenn Sie WindowsNT,Windows 2000
oder Windows XP verwenden!
Starten Sie die Datei "pgbus.exe" vom Zusatzpaket
"PG/OP-Kommunikation für CP1430 TCP".
Im sich nun öffnenden Fenster wird angezeigt, dass der TCP/IP
Treiber aktiviert ist.
Bild 2: Meldung bei aktiviertem TCP/IP-Treiber
Führen Sie nun die Datei "snet_sw /S5_sw.bat" aus dem
Zusatzpaket aus. STEP 5 wird hiermit gestartet.
Starten Sie nun STEP 5 (nur bei WindowsNT, Windows 2000
oder Windows XP).
Im STEP 5-Menü "Datei > Projekt > Einstellen"
können Sie nun die Schnittstelle "Industrial Ethernet (Sinec
H1)" auswählen.
Beim Buspfad ist zu beachten, dass nur eine MAC-Adresse
angegeben werden kann. In diesem Fall ist die IP-Adresse in eine
hexadezimale Zahl umzurechnen und in die ersten 4 Byte der
MAC-Adresse einzutragen (z.B. IP-Adresse: 140.80.0.20 ist als
MAC-Adresse 8C.50.00.14.00.00).
Achtung:
Es darf kein DFÜ-Adapter installiert sein, denn dann wird
die Schnittstelle "Industrial Ethernet (Sinec H1)" in STEP 5
nicht angezeigt!
Bei Windows9x prüfen bitte Sie im Menü "Start >
Einstellungen > Systemsteuerungen > Netzwerk". Falls dort
ein "DFÜ-Adapter" ("Dial-up Adaptor") angezeigt wird, löschen Sie
diesen.
Hinweis:
Sollten der Zugangspunkt "CP_H1_1:" nicht in der PG/PC
Schnittstelle unter "Zugangspunkt der Applikation" stehen,
so kann er per Hand hinzugefügt werden. Bitte geben Sie den
Zugangspunkt genau so an, wie es unter Punkt 5 beschrieben
ist.
Fernprogrammieren über INDUSTRIAL ETHERNET mit STEP 7
FRAGE:
Welche Einstellungen muss ich vornehmen, um mit STEP7
Fernprogrammierung über Industrial Ethernet zu betreiben?
ANTWORT:
Über Industrial Ethernet (ISO Industrial Ethernet,
TCP/IP-Protokoll) soll in STEP 7 eine Fernprogrammierung
durchgeführt werden. Für die Fernprogrammierung über ISO
Industrial Ethernet sind folgende Voraussetzungen zu
beachten:
Bitte installieren Sie eine Netzwerkkarte.
Von der SIMATIC NET CD installieren Sie die Software "Softnet
IE S7" bzw. "Softnet IE PG".
Installieren Sie nun das Protokoll "ISO Industrial
Ethernet" in den Netzwerkeinstellungen. Windows9x:
Das "ISO Industrial Ethernet" Protokoll finden Sie in den
Netzwerkeinstellungen unter "Protokolle" bei "Siemens AG". WindowsNT:
Das Protokoll "Siemens ISO Industrial Ethernet" befindet sich in
den Netzwerkeinstellungen Ihres Rechners. Hinweis:
Ab SIMATIC NET CD 7/2001 ist unter Windows 2000 bzw. Windows XP
(ab SIMATIC NET CD 11/2002) keine Protokollinstallationen
notwendig.
Öffnen Sie die Systemsteuerung über "Start > Einstellungen
> Systemsteuerung" und führen Sie einen Doppelklick auf das Icon
"PG/PC Schnittstelle einstellen" aus.
Stellen Sie den Zugangspunkt "S7(ONLINE)STEP7" auf "ISO
Industrial Ethernet->Netzwerkkarte" ein.
Starten Sie den SIMATIC Manager.
Laden Sie Ihr Offline-Projekt über MPI in die Steuerung und
gehen Sie online durch Klick auf den "Online"-Button im SIMATIC
Manager. Hinweis:
CP's der *X11 Serie müssen nicht über MPI geladen werden, da sie
vom Werk mit einer fest eingestellten MAC Adresse ausgerüstet
wurden. Damit steht auch eine direkte Ladefunktion über Ethernet
zur Verfügung.
Wenn Sie Industrial Ethernet (TCP/IP) verwenden, gelten
für WindowsNT und Windows9x die gleichen Einstellungen wie bei ISO
Industrial Ethernet: Hinweis:
Auch hier ist ab SIMATIC NET CD 7/2001 unter Windows 2000 bzw.
Windows XP (ab SIMATIC NET CD 11/2002) keine
Protokollinstallationen notwendig, da diese weitestgehend vom
Betriebssystem schon vorgenommen wurden.
Bitte installieren Sie eine Netzwerkkarte.
Von der SIMATIC NET CD installieren Sie die Software "Softnet
IE S7" bzw. "Softnet IE PG" .
Installieren Sie nun das "TCP/IP-Protokoll" bei den
Netzwerkeinstellungen Ihres Rechners, wenn das Protokoll noch nicht
vorhanden ist.
Öffnen Sie die Systemsteuerung über "Start > Einstellungen
> Systemsteuerung" und machen Sie einen Doppelklick auf das Icon
"PG/PC Schnittstelle einstellen".
Stellen Sie den Zugangspunkt "S7ONLINE (STEP7)" auf
"TCP/IP->Netzwerkkarte" ein.
Bild 1: PG/PC-Schnittstelle einstellen
Starten Sie nun den SIMATIC Manager.
Laden Sie Ihr Offline-Projekt über MPI in die Steuerung und
gehen Sie online durch Klick auf den "Online"-Button im SIMATIC
Manager. Hinweis:
CP's der *X11 Serie müssen nicht über MPI geladen werden, da sie
vom Werk mit einer fest eingestellten MAC Adresse ausgerüstet
wurden. Hier ist seit STEP 7 V 5.1 SP 2 über die Funktion "Ethernet
Adresse vergeben" eine IP Adressvergabe mittels des DLC Protokolls
möglich. Damit steht auch eine direkte Ladefunktion über Ethernet
zur Verfügung.
Achtung:
Die Hardware-Konfiguration muss bei älteren CP's über
MPI in die Steuerung geladen werden.
CP's bis einschließlich der Version EX10 können erst nach dem
Laden des Offline-Projektes in die Steuerung über ihre Adresse
angesprochen werden.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein und was muss ich beachten, wenn ich Routing durchführen will?
Beschreibung: Für die Funktion "Routing" mit SIMATIC S7-Baugruppen über MPI, PROFIBUS und Industrial Ethernet-Verbindungen müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Softwarevoraussetzungen:
MPI und PROFIBUSVerbindungen:
Mindestens STEP7 V5.0+SP1, empfohlen wird jedoch eine aktuelle Version von STEP 7.
Für die Softnet-PROFIBUS Karten (CP 5411 (ISA), CP 5511 (PCMCIA), CP 5611 (PCI), CP 5611 (on board)) benötigen Sie keine weiteren Treiber, diese werden durch STEP 7 mitgeliefert.
Für die Hardnet-PROFIBUS Karten (CP 5412(A2) (ISA), CP 5613/5614 (PCI)) benötigen Sie die dazugehörigen Treiber von der SIMATIC NET CD.
Industrial Ethernet Verbindungen:
Mindestens STEP 7 V5.0+SP1, empfohlen wird jedoch eine aktuelle Version von STEP 7.
Beim CP1612/ CP1512 ,CP1515 und handelsüblichen Netzwerkkarten benötigen Sie den Treiber SIMATIC NET Softnet IE PG in einem aktuellen Ausgabestand (mindestens Softnet IE PG V3.1).
Beim CP1613 bzw. CP1413 benötigen Sie das Produkt SIMATIC NET IE PG 1613 bzw. SIMATIC NET IE PG1413.
Für den Einsatz eines TS-Adapters:
AbTeleService S7 V5.0.
Hardwarevoraussetzungen:
Sie benötigen routingfähige Baugruppen. Welche Baugruppen routingfähig sind, können Sie Beitrags-ID 584459 oder direkt dem Hardwarekatalog der STEP7-Hardwarekonfiguration entnehmen.
Bild 01
Weiterhin benötigen Sie einen der unter "Softwarevoraussetzungen" erwähnten Online-CPs oder den TS-Adapter V5.0 bzw. einen PC-Adapter V5.0.
Hinweis:
Die letzte Baugruppe, die über Routingfunktionen angesprochen werden soll, muss nicht routingfähig sein.
Soll über ein S7 CPU geroutet werden, die als PROFIBUS DP-Slave konfiguriert ist, müssen Sie in der Hardwarekonfiguration in den Eigenschaften der DP-Schnittstelle -> Lasche "Betriebsart" die Option "Test, Inbetriebnahme, Routing" aktivieren". Diese Information finden Sie auch in der STEP7 Online-Hilfe (Register "Betriebsart").
Vorgehensweise bei der Projektierung:
Sie müssen alle Stationen, die zwischen dem Start- und Zielgerät liegen, in einem STEP 7-Projekt projektieren.
Nr.
Vorgehensweise
1
Fügen Sie eine Station vom Typ "PG/PC" ein.
Bild 02
2
Projektieren Sie alle physikalisch vorhandenen Netzverbindungen (MPI, PROFIBUS, Industrial Ethernet) in NETPRO oder in der HW-Konfig. Dies gilt auch für Netzwerke, die nicht unmittelbar im Pfad liegen, aber an den Route-Stationen angeschlossen sind. Dies bedeutet nicht, dass Sie alle verfügbaren Schnittstellen vernetzen müssen. Es müssen nur die Kommunikationsverbindungen projektiert werden, welche auch physikalisch vorhanden sind.
Bild 03
3
Öffnen Sie die Objekteigenschaften der "PG/PC-Station" über einen Doppelklick auf das PG/PC-Objekt.
4
Wechseln Sie in die Lasche "Schnittstellen" und erzeugen Sie einen neuen Teilnehmer (Taste "Neu"). Wählen Sie aus der erscheinenden Liste den Typ Ihres Teilnehmers aus und bestätigen Sie mit "OK".
5
Wählen Sie aus dem folgenden Fenster das Netz aus, das physikalisch mit Ihrem PG/PC verbunden ist. Wenn Sie noch kein Netzwerk projektiert haben, dann müssen Sie dies jetzt tun. Achtung: Die "PG/PC Station" muss die gleiche Adresse bekommen, die in dem Programm "PG/PC Schnittstelle einstellen" eingestellt ist (gilt auch für CP 1413 und CP 1613).
6
Wechseln Sie in die Lasche "Zuordnung" und ordnen Sie Ihrem PG/PC den Routing-Einstiegspunkt zu.
Wählen Sie zuerst im Fenster "Projektierte Schnittstellen" den Teilnehmer an und geben Sie dann im zweiten Fenster den CP bzw. den PC-Adapter mit der jeweiligen Netzkennung an, über den Sie online gehen wollen.
Bild 04
7
Speichern und übersetzen Sie Ihre Netzkonfiguration.
8
Übertragen Sie Ihre Projektierung in die CPU.
9
Stellen Sie über das Offlineprojekt eine Onlineverbindung her. Dies kann nicht über "Erreichbare Teilnehmer" geschehen.