Beitragsliste anzeigen

S7-400 CPU 41x -- Hardware aufbauen und parametrieren -- Baugruppen initialisieren und parametrieren (GSD, Updates) 
Wie können in STEP 7 (TIA Portal) V11 anwenderdefinierte Webseiten und Standardwebseiten für S7-CPUs automatisch aktualisiert werden? 
Wie erfolgt in STEP 7 V5.5 das Auslesen der Identifikationsdaten (z.B. die Seriennummer der MMC) mit der SFC 51? 
Warum dürfen Sie eine Memory Card bei der S7-300/S7-400/S7-1200 CPU nie im laufenden Betrieb (RUN) entfernen? 
Wie kann das SIMATIC Field PG am Bussystem angeschlossen werden, um die dezentralen Peripheriegeräte über TCI zu parametrieren und diagnostizieren? 
Wie können Sie Uhrzeit und Datum aus einem GPS-Signal bestimmen? 
Wie projektieren Sie eine Uhrzeitsynchronisation? 
Wie können Sie die S7-300/400 vor unbefugten Zugriffen aus dem LAN (local area network) schützen? 
Welche Möglichkeiten der Passwortvergabe gibt es? 
Was kann ich tun, wenn neue Baugruppen, z.B. CPUs, im STEP 7 Baugruppenkatalog fehlen? 
Welche Randbedingungen muss ich bei der Adressvergabe von Peripheriebaugruppen (zentral oder dezentral) an eine S7-CPU beachten? 
Welche DP-Slaves können Sie mittels der Funktion CiR (Configuration in RUN) an ein PROFIBUS DP-Mastersystem hinzufügen und entfernen und welche Konfigurationsänderungen sind zulässig? 
Woher kann ich die GSD-Dateien für meine S7-400 CPUs beziehen? 
Wie führt man bei SIMATIC S7-400 CPUs ab Version 4.0 einen Kaltstart durch? 
Warum soll nach der Inbetriebnahme des STEP 7 Programms die Betriebsart der CPU von Test- auf Prozessbetrieb umgeschaltet werden? 
Wie können für die S7-400 CPU-Baugruppen Teilprozessabbilder während eines Alarm-OBs genutzt bzw. aktualisiert werden? 
Anzeige von nur maximal 27 projektierten Baugruppen 
Was ist bei der Funktion "Forcen von Eingängen" bei der S7-400 zu beachten? 

Wie können in STEP 7 (TIA Portal) V11 anwenderdefinierte Webseiten und Standardwebseiten für S7-CPUs automatisch aktualisiert werden?zum Beginn
Bestellnummer:

Beschreibung
Für S7-CPUs können Sie Webseiten selbst erstellen, die sogenannten "anwenderdefinierten Webseiten". Oder Sie nutzen die bereits in der CPU hinterlegten Standard-CPU-Webseiten. Zum Aktualisieren der anwenderdefinierten Webseiten bestehen 3 Möglichkeiten:

  1. Manuelle Aktualisierung mittels "F5"
  2. Aktualisierung mittels HTML-Code
  3. Aktualisierung mittels JavaScript
  Manuelle Aktualisierung Automatische Aktualisierung mittels HTML Automatische Aktualisierung mittels JavaScript
 Funktion Mittels der Taste F5 wird die Seite neu geladen. Im Header der HTML-Datei wird eine Aktualisierungszeit definiert. Mit JavaScript werden einzelne Variablen aktualisiert.
 Vorteile Keine Umsetzung nötig. Regelmäßige Aktualisierung. Regelmäßige Aktualisierung, wenig Daten nötig.
 Nachteile Keine automatische Aktualisierung. Ganze Webseite wird neu geladen (Daten, evtl. Flackern). Programmieraufwand für den Algorithmus.

Automatische Aktualisierung von anwenderdefinierten Webseiten mittels HTML
Die automatische Aktualisierung erfolgt bei den anwenderdefinierten Webseiten durch einen Eintrag in Ihrer erstellten HTML-Webseite.
Dazu fügen Sie im Header der HTML-Datei den folgenden Code ein:

    <meta http-equiv="refresh" content="30"/>

Der Parameter "content" enthält die Zeit (in Sekunden), nach der die Seite aktualisiert werden soll. Gemäß dem oben beschriebenen Beispiel wird die Webseite alle 30 Sekunden aktualisiert.  

Automatische Aktualisierung von anwenderdefinierten Webseiten mittels JavaScript
Die Möglichkeit der Aktualisierung mittels JavaScript wird in diesem FAQ mittels einer Beispielwebseite dargestellt, die eine einfache Eingabemöglichkeit besitzt und deren JavaScript-Programmcode nicht weiter geändert werden muss.

Die Idee hinter der Aktualisierung mittels JavaScript besteht darin, dass in der anwenderdefinierten Webseite eine kleine Webseite eingebunden wird. Dies geschieht mittels eines sogenannten "Inline-Frames" (iFrame). Um neue Werte von der Steuerung abzuholen, wird dabei nicht die komplette Webseite neu geladen, sondern nur die kleine Webseite im Inline-Frame. Dies bringt den Vorteil, dass nur wenige Daten von der Steuerung abgerufen werden müssen. Wenn auf der Hauptseite beispielsweise Bilder genutzt werden, müssen diese nicht bei jeder Aktualisierung von der Steuerung angefordert werden, was bei den beiden anderen vorgestellten Mechanismen der Fall ist. Die Aktualisierung mittels JavaScript verursacht daher eine geringe Datenübertragung, was sich sowohl auf die Netzwerklast als auch die Zykluszeit der Steuerung positiv auswirken kann.

Das Prinzip der Aktualisierung ist in folgendem Bild dargestellt:


Bild 01

Eine Beispielwebseite steht im Folgenden zum Download zur Verfügung:
In dem Archiv befinden sich zwei Dateien:

  1. Main_Webpage.html (Hauptseite)
  2. Update_Page.html (Inline-Frame Webseite zur Aktualisierung)

Die Datei "Update_Page.html" enthält zwei Tabellen, wobei die erste Tabelle zur Einstellung der Aktualisierungszeit genutzt wird. In der zweiten Zeile wird dazu die Zeit in Millisekunden eingegeben. Die zweite Tabelle (erste Zeile wird nicht berücksichtigt) beinhaltet in der linken Spalte die einzelnen AWP-Kommandos der Variablen, die aktualisiert werden sollen. In der rechten Spalte sind die jeweils zugehörigen Identifikationsnamen (IDs), mit welchen bestimmt wird, an welcher Stelle der Hauptseite diese Variable aktualisiert werden soll. Die IDs müssen dazu eindeutig sein.
Bei einem Blick in den Quelltext der Hauptseite finden Sie die in der Beispielseite vordefinierten IDs (VarId1,VarId2,VarId3) anhand von drei Beispielen. VarId1 wird dabei mit einem DIV-Element, VarId2 wird mit einem SPAN-Element und VarId3 mit einem TD-Element innerhalb einer Tabelle genutzt. Um ein Element für die Aktualisierung zu verwenden, muss das Attribut "ID" eingefügt und mit dem jeweiligen ID-Namen vorbelegt werden. Dies kann für alle HTML-Elemente genutzt werden, die die Methode ".innerHTML" unterstützen.

  1. Öffnen Sie die unten beigefügte Datei "STEP_7_Update_Main_Webpage.zip" und entpacken Sie die Dateien in einem Verzeichnis auf Ihrer Festplatte.
  2. Öffnen Sie die Datei "Update_Page.html" z.B. mit Microsoft Frontpage und tragen Sie in der ersten Tabelle und in der zweiten Zeile die Aktualisierungszeit in Millisekunden (z.B. 20000 ) ein.
  3. Fügen Sie in der zweiten Tabelle ab der zweiten Zeile die AWP-Kommandos ( z.B. :="VarName1": ) für die zu lesenden Variablen in die linke Spalte ein. Werden mehr oder weniger als 3 Variablen (wie auf der Beispielseite) verwendet, können Zeilen gelöscht bzw. neu hinzugefügt werden.
  4. Tragen Sie in die rechte Spalte der zweiten Tabelle zu den von Ihnen eingefügten AWP-Kommandos die IDs ( z.B. VarId1 ) ein, die Sie nutzen wollen. Diese müssen eindeutig sein, d.h. die verwendeten IDs dürfen in der Hauptwebseite nur einmal vorkommen. Der in der Webseite "Update_Page.html" integrierte JavaScript-Programmcode ermittelt zur Laufzeit automatisch die aktuelle Größe der Tabelle. Dabei wird in der Hauptwebseite das HTML-Element mit der ID ermittelt, das in der rechten Tabellenspalte eingetragen ist.
  5. Fügen Sie in ihrer Hauptseite die soeben definierten IDs ein. Ein Beispiel finden Sie in der Datei "Main_Webpage.html". Diese können mit den meisten HTML-Elementen genutzt werden. Typische HTML-Elemente sind "DIV", "SPAN" oder in einer Tabelle "TD". Fügen Sie ein Attribut "ID" ein und weisen Sie diesem die jeweilige Namen der ID zu. Vom JavaScript-Programmcode wird der komplette Inhalt dieses HTML-Elements mit dem Inhalt der linken Tabellenspalte der Datei "Update_Page.html" (inklusive eventuell verwendeter HTML-Elemente) ersetzt. Zum Schluss wird eine Wartezeit anhand der in der ersten Tabelle definierten Zeit gesetzt und die Aktualisierung anschließend erneut ausgeführt.
  6. Um die Datei "Update_Page.html" in Ihrer Seite einzubinden, ist der folgende HTML-Code nötig:
    <iframe src="Update_Page.html" style="display:none;" />
  7. Generieren Sie die WebDBs mit dem TIA Portal oder in STEP 7 V5.5 mit dem Tool Web2PLC und laden Sie Ihre Projektierungsdaten in die CPU.

Hinweis
Das Schreiben von Variablen wird weiterhin über die Hauptwebseite programmiert.

Falls die Variablenaktualisierung nicht funktionieren sollte, achten Sie in ihrem Webbrowser auf eventuelle Fehlermeldungen. Im Internet Explorer wird bei einem JavaScript-Fehler beispielsweise ein gelbes Ausrufezeichen am linken unteren Rand angezeigt. Bei einem Klick darauf können weitere Details zur Fehlermeldung ermittelt werden.

Beispiel
Die Fehlermeldung "parent.document.getElementById(...) ist Null oder kein Objekt" sagt aus, dass in der Hauptwebseite kein Element mit einer gewissen ID gefunden wurde. Prüfen Sie in diesem Fall die in der Update-Seite und Hauptwebseite verwendeten IDs.

STEP_7_Update_Main_Webpage.zip ( 1 KB )

Weitere Informationen zum Thema Webserver-Applikationen finden Sie unter

  • Beitrags-ID: 58862931 für die S7-1200
  • Beitrags-ID: 44212999 für die S7-300/400

Automatische Aktualisierung von Standard-CPU-Webseiten
Die automatische Aktualisierung für die Standard-CPU-Webseiten können Sie in den CPU-Eigenschaften aktivieren. Folgen Sie den Anweisungen gemäß nachstehender Tabelle:
 
Nr.

Vorgehensweise

1 Klicken Sie in der Projektnavigation mit der rechten Maustaste auf den PLC-Ordner und öffnen Sie aus dem Kontextmenü die Eigenschaften.
2 Klicken Sie im Dialog "Eigenschaften" und unter "Allgemein" auf "Webserver". Im rechten Fenster erscheinen daraufhin die Eigenschaften für den Webserver.
3 Aktivieren Sie unter "Automatische Aktualisierung" die Option "Aktivieren" (das Häkchen muss gesetzt sein). Die Defaulteinstellung für das Aktualisierungsintervall beträgt 10s. Diese können Sie nun nach Ihren Anforderungen anpassen.


Bild 02

Hinweis
Sie können die automatische Aktualisierung nur aktivieren, wenn Sie vorher den Webserver aktiviert haben. Das Aktualisierungsintervall bei der S7-1200 ist nicht änderbar.

4 Beenden Sie den Dialog mit OK.
5 Übersetzen und speichern Sie Ihr Projekt
6 Laden Sie Ihre Projektierungsdaten in die CPU.

Erstellumgebung
Bilder in diesem FAQ sind mit STEP 7 V11+SP2 erstellt worden.

Ergänzende Suchbegriffe
Auffrischen, Bildwiederholung

Wie erfolgt in STEP 7 V5.5 das Auslesen der Identifikationsdaten (z.B. die Seriennummer der MMC) mit der SFC 51?zum Beginn
Bestellnummer:

Beschreibung
Mit der SFC 51 "RDSYSST" (read system status) lesen Sie eine SZL-Teilliste oder einen SZL-Teillistenauszug aus. Weitere detaillierte Informationen zur Parametrierung der SFC 51 und zur Fehlerauswertung finden Sie in der STEP 7 Onlinehilfe. Markieren Sie dazu die SFC 51 im SIMATIC Manager und drücken Sie auf die Taste "F1".

Um die Seriennummer der MMC auszulesen, benötigen Sie die folgende Parametrierung:

  • SZL-ID W#16#011C "Identifikation einer Komponente"
  • Index W#16#0008 "Seriennummer der Memory Card"

Bild 01 zeigt ein Beispiel für den Aufruf und die Parametrierung der SFC 51 "RDSYSST".


Bild 01

Die nachstehende Tabelle gibt an, welche weiteren Identifikationsdaten - abhängig vom CPU-Typ und Firmwarestand - ausgelesen werden können. Benutzen Sie hierzu die SFC 51 und die SZL-ID W#16#011C:
 
Index Bezeichnung S7-300/C7 S7-400
W#16#0001 Name des Automatisierungssystems ab FW-Stand V2.2 ja
W#16#0002 Name der CPU ab FW-Stand V2.2 ja
W#16#0003 Anlagenkennzeichen der CPU ab FW-Stand V2.2 ja
W#16#0004 Urheberrechtseintrag ab FW-Stand V2.2 ja
W#16#0005 Seriennummer der CPU ab FW-Stand V2.2 ab MLFB 6ES741x-xxx04-0AB0
W#16#0006 reserviert für Betriebssystem - -
W#16#0007 CPU-Typname - ja
W#16#0008 Seriennummer der MMC ab FW-Stand V2.0
(CPU317: ab FW-Stand V2.1
ab FW-Stand V5

Hinweis zur Ausgabe der SFC51 bei einem Field PG
Wenn Sie die Seriennummer für eine MMC mit der SFC51 beim Field PG auslesen, so sind die Ausgabedaten der SFC51 mit der Seriennummer der MMC unterschiedlich. Die Ursache für das systembedingte Verhalten ist, das die Digits mit dem Hex-Code durch die Bearbeitung der SFC51 neu sortiert werden. Als Ausgabe für eine Seriennummer z.B. 1342498713 erhalten Sie mit der SFC51 den Wert 99E70450Hex .

Die nachstehende Tabelle erläutert das Beispiel, wie in Folge der Neusortierung der Digits die Ausgabe der SFC51 erfolgt:
 
Seriennummer der MMC: 1342498713
Hex-Code der Seriennummer: 5 0 0 4 E 7 9 9
Bezeichnung der Digits: a1 a2 b1 b2 c1 c2 d1 d2
Digits werden mit der SFC51 neu sortiert: d1 d2 c1 c2 b1 b2 a1 a2
Anzeige durch die SFC51: 9 9 E 7 0 4 5 0

Auf den Memory Cards der S7-400 ist ab dem Erzeugnisstand 5 eine eindeutige Seriennummer hinterlegt und das Auslesen der MC-Seriennummer ist mit allen SIMATIC S7-400 CPUs ab der Firmware V5.0 möglich.


Bild 02

Weitere Informationen
Weitere Informationen zu den Memory Cards und der Systemzustandsliste finden Sie in folgenden Dokumenten:

  • zur MC:
    Gerätehandbuch "S7-400 Automatisierungssystem S7-400 CPU-Daten"
    (Beitrags-ID: 23904550),
  • zur SZL:
    Referenzhandbuch "System- und Standardfunktionen für S7-300/400"
    (Beitrags-ID: 1214574).

Ergänzende Suchbegriffe
Speicherkarte, RAM Card, FLASH Card, FEPROM Card, Systemzustandsliste

Warum dürfen Sie eine Memory Card bei der S7-300/S7-400/S7-1200 CPU nie im laufenden Betrieb (RUN) entfernen?zum Beginn
Bestellnummer:

Anleitung
Wenn Sie während eines laufenden Schreibvorganges die Memory Card aus der CPU entfernen, kann der Inhalt der Memory Card ungültig werden. Die Remanenz der Speicherbereiche kann daraufhin verloren gehen. Unter Umständen müssen Sie die Memory Card am PG löschen und das Programm neu laden. Beachten Sie vor dem Entfernen der Memory Card die folgenden Hinweise:

  • Entfernen Sie die SIMATIC Memory Card immer im Betriebszustand STOP.
  • Schalten Sie die Netzspannung aus.
  • Wenn keine schreibenden Zugriffe über das PG erfolgen, können Sie die Memory Card auch bei eingeschalteter Spannung und im Betriebszustand STOP entfernen. Trennen Sie in diesem Fall sicherheitshalber vorher alle Kommunikationsverbindungen.

Weitere Informationen finden Sie in der Onlinehilfe des TIA Portals, unter

  • "Auf Memory Cards zugreifen"
  • "Benutzerdefinierten Kartenleser hinzufügen"
  • "Wissenswertes zu Memory Cards (S7-1200)"
  • "Wissenswertes zu Memory Cards für S7-300 (S7-300/400)"

Ergänzende Suchbegriffe
Speicherkarten

Wie kann das SIMATIC Field PG am Bussystem angeschlossen werden, um die dezentralen Peripheriegeräte über TCI zu parametrieren und diagnostizieren?zum Beginn
Bestellnummer:

Konfigurationshinweis
Ab STEP 7 V5.4 SP2 werden STEP 7-externe Tools (Device Tools) für die Parametrierung und Diagnose dezentraler Peripheriegeräte über die Aufrufschnittstelle Tool Calling Interface (TCI) in STEP 7 eingebunden. Als dezentrale Geräte kommen in Frage:

  • PROFIBUS DP-V1-Slave
  • PROFINET IO-Devices

Voraussetzung

  • Das Device Tool muss die TCI-Spezifikation unterstützen. TCI ist eine Aufrufschnittstelle, die durch die PROFIBUS & PROFINET International (PI) spezifiziert ist. Über die Aufrufschnittstelle TCI können Projektierungsdaten aus dem Engineering Tool an das Device Tool übergeben werden.
  • Das Device Tool und STEP 7 müssen auf demselben Rechner installiert sein.

Es gibt folgende Möglichkeiten das SIMATIC Field PG an das bestehende System anzuschließen, um die dezentralen Peripheriegeräte über die Aufrufschnittstelle TCI zu parametrieren und diagnostizieren.

SIMATIC Field PG wird am selben Bussystem angeschlossen wie die dezentralen Peripheriegeräte


Bild 01: SIMATIC Field PG und dezentrale Peripheriegeräte im selben Bussystem

SIMATIC Field PG wird nicht am selben Bussystem angeschlossen wie die dezentralen Peripheriegeräte
Es ist möglich die dezentralen Peripheriegeräte von einem anderen Bussystem aus über die Aufrufschnittstelle TCI zu parametrieren und diagnostizieren.
Hierbei benötigen Sie ein Datensatzgateway. Folgende Baugruppen unterstützen die Funktion Datensatz-Routing und können somit als Datensatzgateway eingesetzt werden:
 
Baugruppe Bestellnummer Firmware
IE/PB Link 6GK1411-5AB00
6GK1411-5AA00
-
CPU412-2 PN 6ES7412-2EK06-0AB0 ab V6.0
CPU414-3 PN/DP 6ES7414-3EM05-0AB0 ab V5.1
CPU414-3(F) PN/DP 6ES7414-3EM06-0AB0
6ES7414-3FM06-0AB0
ab V6.0
CPU416-3(F) PN/DP 6ES7416-3ER05-0AB0
6ES7416-3FR05-0AB0
ab V5.1
CPU416-3(F) PN/DP 6ES7416-3ES06-0AB0
6ES7416-3FS06-0AB0
ab V6.0
CP443-5 Extended 6GK7443-5DX04-0XE0 ab V3.0
CPU319-3(F) PN/DP 6ES7318-3EL00-0AB0
6ES7318-3FL00-0AB0
ab V2.7
CPU319-3(F) PN/DP 6ES7318-3EL01-0AB0
6ES7318-3FL01-0AB0
ab V3.2
CPU317-2(F) PN/DP 6ES7317-2EK14-0AB0
6ES7317-2FK14-0AB0
ab V3.1
CPU315-2(F) PN/DP 6ES7315-2EH14-0AB0
6ES7315-2FJ14-0AB0
ab V3.1
IM151-8(F) PN/DP CPU mit DP-Mastermodul 6ES7138-4HA00-0AB0 6ES7151-8AB00-0AB0
6ES7151-8FB00-0AB0
ab V2.7
M151-8(F) PN/DP CPU mit DP-Mastermodul 6ES7138-4HA00-0AB0 6ES7151-8AB01-0AB0
6ES7151-8FB01-0AB0
ab V3.2
IM154-8(F) CPU 6ES7154-8AB01
6ES7154-8FB01
ab V3.2

Sie können zum Beispiel vom MPI-Netz oder vom Industrial Ethernet aus über das Datensatzgateway die am PROFIBUS angeschlossenen DP-Slaves parametrieren.


Bild 02: Parametrierung der DP-Slaves von MPI / Industrial Ethernet aus

Wie können Sie Uhrzeit und Datum aus einem GPS-Signal bestimmen?zum Beginn
Bestellnummer:

Beschreibung
Das in diesem FAQ als Download zur Verfügung stehende S7-Programm bietet die Möglichkeit, die UTC-Zeit und das Datum aus einem GPS-Signal zu ermitteln. Hierbei wird das GPS-Signal nach dem NMEA-Protokoll mit einer GPS-Maus empfangen und in einer
SIMATIC S7-300/400 CPU verarbeitet.

Mit der aktuellen Zeit und Datum ist es möglich die CPU Baugruppenzeit zu stellen.

GPS_Data_Time_de.pdf ( 307 KB )

GPS_Data_Time.zip ( 419 KB )

Erstellumgebung
Bilder und Downloads in diesem FAQ sind mit STEP 7 V5.4 + SP5 erstellt worden.

Suchbegriffe
RMC-Protokoll, Systemzeit

Wie projektieren Sie eine Uhrzeitsynchronisation?zum Beginn
Bestellnummer:

Beschreibung:
In einem Automatisierungsverbund von mehreren SIMATIC -Stationen besteht die Möglichkeit, die Uhren aller CPUs zu synchronisieren. Sie parametrieren hierzu die Uhr einer CPU als "Master-Uhr" und stellen das Intervall ein, in dem die Synchronisation erfolgen soll. Die zu synchronisierenden CPUs parametrieren Sie als "Slave-Uhren". Diese Parametrierung erfolgt über die Eigenschaften der CPU.


Bild 01: Einstellung der Synchronisation am Beispiel einer CPU 315-2DP

Die Synchronisation können Sie getrennt einstellen:

  • im AS (d.h. intern)
  • auf MPI (d.h. extern)
  • auf MFI (d.h. extern über 2. Schnittstelle)

Ausführliche Informationen über die Uhrzeitsynchronisation entnehmen Sie bitte folgenden Quellen:

  • für S7-300 CPUs dem Handbuch "SIMATIC S7-300 CPU 31xC und CPU 31x Technische Daten" im Kapitel "Schnittstellen" unter der Beitrags-ID:12996906
  • für S7-400 CPUs dem Handbuch "SIMATIC S7-400 Automatisierungssystem S7-400 CPU-Daten" im Kapitel "Uhrzeitsynchronisation" unter der Beitrags-ID:23904550
  • für den CP 343-1 dem "Gerätehandbuch Teil B CP 343-1" im Kapitel "Uhrzeitsynchronisation" unter der Beitrags-ID:24485272
  • für den CP 443-1 dem "Gerätehandbuch Teil B CP 443-1" im Kapitel "Uhrzeitsynchronisation" unter der Beitrags-ID:27013386

Hinweis:

  • Eine Uhrzeitsynchronisation über Industrial Ethernet mit dem SIMATIC Verfahren ist unter der Beitrags-ID:18130164 beschrieben.
  • Eine Uhrzeitsynchronisation über PROFIBUS im SIMATIC Umfeld ist unter der Beitrags-ID:17544115 beschrieben.
  • Eine Uhrzeitsynchronisation über ein MPI-Subnetz im SIMATIC Umfeld ist unter der Beitrags-ID:17521938 beschrieben.

Wie können Sie die S7-300/400 vor unbefugten Zugriffen aus dem LAN (local area network) schützen?zum Beginn
Bestellnummer:

Beschreibung
Wenn Sie in der S7-300/400 einen Industrial Ethernet CP einsetzen, der die Funktion "IP-Accessliste" unterstützt, dann kann ein unbefugter Zugriff auf die S7-300/400 über das LAN (local area network) verhindert werden.

Folgende Baugruppen unterstützen die Funktion "IP-Accessliste":

6GK7 343-1GX20-0XE0 - ab V1.0 (CP343-1 IT)
6GK7 343-1GX21-0XE0 - ab V1.0 (CP343-1 Advanced)
6GK7 343-1GX30-0XE0 - ab V1.0 (CP343-1 Advanced)
6GK7 343-1EX21-0XE0 - ab V1.0 (CP343-1)
6GK7 343-1EX30-0XE0 - ab V2.0 (CP343-1)
6GK7 443-1EX10-0XE0 - ab V2.3 (CP443-1)
6GK7 443-1EX11-0XE0 - ab V2.3 (CP443-1)
6GK7 443-1EX20-0XE0 - ab V1.0 (CP443-1)
6GK7 443-1EX40-0XE0 - ab V1.0 (CP443-1 Advanced)
6GK7 443-1EX41-0XE0 - ab V1.0 (CP443-1 Advanced)
6GK7 443-1GX20-0XE0 - ab V2.0 (CP443-1 Advanced)

IP-Accessliste
Die IP-Accessliste wird im Eigenschaftsdialog des entsprechenden Industrial Ethernet CPs projektiert.
Es ist möglich in der Projektierung, eine Liste von IP-Adressen zu definieren, denen der Zugriff auf die Baugruppe erlaubt ist. Z.B. können in der Projektierung alle IP-Adressen der zugriffsberechtigten Programmiergeräte eingetragen werden. Damit wird ein unbefugter Zugriff, z.B. von PCs, auf die S7-300/400 über das LAN verhindert.

Der CP arbeitet nach folgendem Prinzip
Bei jedem ankommenden Telegramm über das LAN wird kontrolliert, ob die IP-Adresse des Absenders in der IP-Accessliste vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, wird das Telegramm verworfen und der Partner erhält weder ein positives noch ein negatives Antworttelegramm. Ist die IP-Adresse in der IP-Accessliste und damit zugriffsberechtigt, wird das Telegramm weitergegeben und bearbeitet.

Besonderheit bei der Verwendung der IP-Accessliste
Wenn die Erkennung einer doppelten IP-Adresse im Netzwerk möglich sein soll, dann muss die eigene IP-Adresse des Industrial Ethernet CPs in der IP-Accessliste eingetragen werden.
Andernfalls wird der gesendete PING der Partnerbaugruppe nicht beantwortet, da es nach Prüfung der IP-Accessliste als nicht zugriffsberechtigt angesehen wird. Die doppelte IP-Adresse im Netzwerk wird sonst nicht erkannt.

Projektierung der IP-Accessliste

  1. Öffnen Sie die Hardware-Konfiguration Ihrer S7-300/400.
  2. Doppelklicken Sie auf den Industrial Ethernet CP. Der Eigenschaftsdialog öffnet sich.
  3. Wechseln Sie in das Register "IP-Zugriffsschutz".
  4. Aktivieren Sie die Funktion "Zugriffsschutz für IP-Kommunikation aktivieren", um die IP-Accessliste zu aktivieren.
  5. Tragen Sie nun die IP-Adressen bzw. IP-Adressbänder der zugriffsberechtigten Geräte ein.


Bild 01

Hinweis
Die IP-Accessliste ist nur bei TCP- / UDP- bzw. ISO-on-TCP-Kommunikation wirksam. Telegramme über das ISO-Transportprotokoll und MAC-Adressen werden nicht berücksichtigt.

Laden der Projektierung in die Baugruppe
Zum Laden der Projektierungsdaten gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Laden über die MPI-Schnittstelle der CPU
  • Laden über das LAN (ISO-Protokoll oder TCP/IP-Protokoll).

Dabei ist Folgendes zu beachten:

  1. Laden über MPI:
    Beim Laden von Projektierungsdaten über MPI gibt es keine Einschränkungen.
     
  2. Laden über ISO-Protokoll:
    Der
    Industrial Ethernet CP, über den die Projektierung geladen werden soll, muss das ISO-Protokoll unterstützen.
     
  3. Laden über das TCP/IP-Protokoll:
    Wenn die Projektierung mit IP-Accessliste über TCP/IP auf die Baugruppe geladen werden soll, dann muss die IP-Adresse des Projektierungs-PCs oder PGs in der IP-Accessliste eingetragen werden!
    Die IP-Accessliste wird wirksam, bevor der Ladevorgang in die Baugruppe abgeschlossen ist. Die IP-Adresse des PCs/PGs ist also plötzlich nicht mehr zugriffsberechtigt auf die S7-300/400. STEP 7 meldet dann einen fehlerhaften Ladevorgang und die CPU meldet eine inkonsistente Projektierung.

Abhilfe
Tragen Sie die IP-Adresse des Projektierungs-PC oder PGs in die IP-Accessliste ein und laden Sie die Projektierung erneut über ISO-Protokoll oder MPI.

Hinweis
Wenn die IP-Adresse des PCs/PGs nicht in die IP-Accessliste eingetragen werden soll, dann muss die Projektierung generell über MPI oder ISO-Protokoll geladen werden.

Suchbegriffe
Sicherheit, LAN, Zugriffsberechtigung, Baugruppenschutz, Netzwerk,

Welche Möglichkeiten der Passwortvergabe gibt es?zum Beginn
Bestellnummer:

Beschreibung:
Es gibt die Möglichkeit, zwischen drei Schutzstufen zu wählen:

  • Schutzstufe 1: entspricht dem voreingestellten Verhalten
  • Schutzstufe 2: nur lesender Zugriff möglich
  • Schutzstufe 3: weder lesender noch schreibender Zugriff möglich

Sie können in der Hardware-Konfiguration Ihrer S7-Station ein CPU-Passwort vergeben. Rufen Sie dort die Objekteigenschaften der CPU auf. Im Eigenschaften-Dialog empfehlen wir Ihnen die Auswahl der Schutzstufe 2 (nur lesender Zugriff möglich) und eine Passwortvergabe.

Ein Benutzer, der das Passwort nicht kennt, hat dann die Möglichkeit - ohne Passworteingabe - das Programm in der CPU zu lesen. Er kann aber keine Änderungen im Programm durchführen.


Bild 1: CPU-Schutz einstellen

Es besteht auch die Möglichkeit, für selbst erstellte STEP 7 Bausteine einen Bausteinschutz (Know_How_Protect) zu vergeben. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter "Bausteinschutz (Know_How_Protect) für die DBs, FBs und FCs" - Beitrags-ID: 10025431.

Passwort vergessen:
Falls Sie das Passwort vergessen, haben Sie keine Schreibrechte (und keine Leserechte bei Stufe 3) in der passwortgeschützten CPU.
Um wieder Zugriff zu erhalten, müssen Sie die CPU urlöschen und das Programm erneut in die CPU laden .

Hinweis:
Das Passwort ist erst nach dem Laden der geänderten Daten in die S7-CPU aktiv.

Suchbegriffe:
Bausteinschutz

Was kann ich tun, wenn neue Baugruppen, z.B. CPUs, im STEP 7 Baugruppenkatalog fehlen?zum Beginn
Bestellnummer:

Beschreibung:
STEP 7 bietet Ihnen ab der Version V5.2 die Möglichkeit ihren Baugruppenkatalog zu aktualisieren:

  • Wenn Ihr PG/PC, auf dem STEP 7 installiert ist, über einen direkten Internetzugang verfügt, können Sie die erforderlichen Software Komponenten (Hardware Support Packages) direkt von der entsprechenden Internetseite herunterladen. Die einzelnen Schritte der Integration in den Baugruppenkatalog von HW Konfig werden im Beitrag 17581199 beschrieben.
  • Wenn Ihr PG/PC, auf dem STEP 7 installiert ist, über keinen direkten Internetzugang verfügt, steht Ihnen im Beitrag 23183356 der Download "STEP 7_HSP.zip" zur Verfügung, um den Hardwarekatalog Ihrer STEP 7 Installation zu aktualisieren. Der Download enthält die für die Baugruppen erforderlichen Software Komponenten (Hardware Support Packages) und kann z.B. mit einem Memory Stick auf den PC mit der STEP 7 Installation übertragen werden.
     Die einzelnen Schritte der Integration in den Baugruppenkatalog von HW Konfig werden im Beitrag 22374877 beschrieben.

Suchbegriffe:
HSP, Hardware Support Packages, Hardware-Updates

Welche Randbedingungen muss ich bei der Adressvergabe von Peripheriebaugruppen (zentral oder dezentral) an eine S7-CPU beachten?zum Beginn
Bestellnummer:

Konfigurationshinweis:
Bei der Adressvergabe in der Hardwarekonfiguration ist zu beachten, dass ein angelegter Datenbereich (z.B. ein Doppelwort) nicht auf der Grenze des Prozessabbildes projektiert werden darf (d.h. ein Teil des Bereiches innerhalb und der restliche Teil dieses Bereiches außerhalb des Prozessabbildes).

Beispiel:
Wenn Sie bei einem Prozessabbild mit 256 Byte Größe (Adressbereich 0 bis 255) ein Eingangsdoppelwort auf die Adressen 254 bis 257 projektieren, dann müssen Sie die Größe des Prozessabbilds (einstellbar in den Eigenschaften der CPU) anpassen.


Bild 01


Bild 02

Die folgende Tabelle zeigt eine Aufstellung der S7-CPUs, die ein variabel einstellbares Prozessabbild haben:
 
S7-300 CPU Bestell-Nummer Einschränkung
IM154-8 CPU 6ES7 154-8AB00-0AB0 ab Firmware-Version 2.5
CPU 315-2 PN/DP 6ES7 315-2EH13-0AB0 ab Firmware-Version 2.5
CPU 317-2 6ES7 317-2AJ10-0AB0 ab Firmware-Version 2.5
CPU 317-2 PN/DP 6ES7 317-2EK13-0AB0 ab Firmware-Version 2.3
CPU 317-2 PN/DP 6ES7 317-2EJ10-0AB0 ab Firmware-Version 2.3
CPU 318-2 DP 6ES7 318-2AJ00-0AB0 -
CPU 319-3 PN/DP 6ES7318-3EL00-0AB0 -
S7-400 CPU Bestell-Nummer Einschränkung
CPU 4xx.. 6ES7 41..

ab Firmware-Version 1.1

CPU 416-2
6ES7 416-2XK00-0AB0 nur Selektion zwischen
512 und 1024 Bytes möglich
6ES7 416-2XK01-0AB0
6ES7 416-2XL00-0AB0
6ES7 416-2XL01-0AB0

Hinweis:
Ab STEP 7 V5.3 wird dies in der Projektierung der E/A-Adressen überprüft und ggf. eine Fehlermeldung ausgegeben.

Fehlermeldung "Die eingegebene Adresse ist ungültig":
Wird der Adressbereich einer Baugruppe so eingestellt, dass die Adressen teilweise innerhalb und teilweise außerhalb des Prozessabbildes liegen würden, so wird die Adressierung mit der folgenden Meldung abgewiesen:


Bild 03

Abhilfe:
Korrigieren Sie in diesem Fall die Adresse der Baugruppe oder den Bereich des Prozessabbildes so, dass der Adressbereich entweder vollständig innerhalb oder vollständig außerhalb des Prozessabbilds liegt.

Fehlermeldung (13:4919):
Wird hingegen zunächst eine gültige Adresse für die E/A-Baugruppe projektiert, und anschließend die Größe des Prozessabbildes der CPU geändert, so wird beim "Speichern und übersetzen" der Konfiguration gemeldet, dass die Systemdaten nicht erzeugt werden konnten; nach einem Klick auf "Details..." erscheinen folgende Erläuterungen:


Bild 04

Abhilfe:
Wählen Sie durch einen Klick auf "Gehe zu" die Baugruppe an und korrigieren Sie die Adresse so, dass der Adressbereich entweder vollständig innerhalb oder vollständig außerhalb des Prozessabbilds liegt, oder korrigieren Sie die Größe des Prozessabbildes.

Suchbegriffe:
Meldung 13:4919, OB1-PA, TPA, PAE, PAA

Welche DP-Slaves können Sie mittels der Funktion CiR (Configuration in RUN) an ein PROFIBUS DP-Mastersystem hinzufügen und entfernen und welche Konfigurationsänderungen sind zulässig?zum Beginn
Bestellnummer:

Konfigurationshinweis
Die Funktion CiR (Configuration in RUN) ermöglicht Anlagenänderungen und -erweiterungen im laufenden Betrieb. Die Anlagenänderungen im laufenden Betrieb mittels CiR können Sie in Anlagenteilen mit Dezentraler Peripherie durchführen.

Um eine Anlagenänderung im laufenden Betrieb mittels CiR durchführen zu können, müssen Sie eine der folgenden Baugruppen als PROFIBUS DP-Master einsetzen:

  • integrierte MPI/DP-Schnittstelle bzw. integrierte DP-Schnittstelle einer S7-400 CPU
  • externe DP-Master-Anschaltung CP443-5 EXT ab V5.0
  • Interfacemodul IF 964-DP

Mittels der Funktion CiR können Sie kompakte DP-Slaves, z.B. Fremdslaves, und die modularen DP-Slaves ET 200M, ET 200iSP und ET 200S an ein bestehendes PROFIBUS DP-Mastersystem hinzufügen oder vom PROFIBUS DP-Mastersystem entfernen.

Zulässige Konfigurationsänderungen bei kompakten DP-Slaves
Einen kompakten DP-Slave können nur als ganze Station an ein PROFIBUS DP-Mastersystem hinzufügen oder vom PROFIBUS DP-Mastersystem entfernen.

Zulässige Konfigurationsänderungen beim modularen DP-Slave ET 200M
Den modularen DP-Slave ET 200M können Sie mittels der Funktion CiR als ganze Station an ein PROFIBUS DP-Mastersystem hinzufügen oder vom PROFIBUS DP-Mastersystem entfernen.Zusätzlich können Sie beim modularen DP-Slave ET 200M einzelne Baugruppen mittels der Funktion CiR hinzufügen, entfernen oder umparametrieren.

Zulässige Konfigurationsänderungen beim modularen DP-Slave ET 200iSP
Den modularen DP-Slave ET 200iSP können Sie mittels der Funktion CiR als ganze Station an ein PROFIBUS DP-Mastersystem hinzufügen oder vom PROFIBUS DP-Mastersystem entfernen. Zusätzlich können Sie beim modularen DP-Slave ET 200iSP einzelne Module mittels der Funktion CiR umparametrieren. Reservemodule können mittels der Funktion CiR durch die zukünftigen Elektronikmodule der ER 200isp ersetzt werden.

Zulässige Konfigurationsänderungen beim modularen DP-Slave ET 200S
Den modularen DP-Slave ET 200S können Sie mittels der Funktion CiR nur als ganze Station an ein PROFIBUS DP-Mastersystem hinzufügen oder vom PROFIBUS DP-Mastersystem entfernen.
Das Hinzufügen von einzelnen Baugruppen mittels der Funktion CiR im bereits vorhandenen modularen DP-Slave ET 200S wird derzeit nicht unterstützt. Wenn Sie zusätzliche Baugruppen in dem bereits vorhanden modularen DP-Slave ET 200S benötigen, dann entfernen Sie zunächst die ganze Station mittels der Funktion CiR. Anschließend fügen Sie den modularen DP-Slave ET 200S mit den zusätzlich benötigten Baugruppen mittels der Funktion CiR als ganze Station an das PROFIBUS DP-Mastersystem hinzu.
Das Optionenhandling bietet Ihnen eine weitere Möglichkeit die ET 200S für zukünftige Erweiterungen (Optionen) vorzubereiten. Optionenhandling bedeutet zum Beispiel, dass Sie den geplanten Maximalausbau der ET 200S montieren, verdrahten und projektieren. Sie können das Optionenhandling mit oder ohne RESERVE-Module verwenden.
Weitere Informationen zur Funktion Optionenhandling bei der ET 200S finden Sie unter folgender Beitrags-ID: 22564754.

Weitere Informationen
Weitere Informationen zur Funktion CiR finden Sie im Handbuch "SIMATIC STEP7 V5.5 Anlagenänderung im laufenden Betrieb mittels CiR" unter der Beitrags-ID: 45531308.

Unter folgender Beitrags-ID finden Sie Informationen zur Nutzung der Funktion "Configuration in Run" (CiR) am PROFINET IO-System: 49245734.

Woher kann ich die GSD-Dateien für meine S7-400 CPUs beziehen?zum Beginn
Bestellnummer:

Beschreibung:
Wenn Sie einen PROFIBUS DP-Slave, z. B. eine CPU, an einen Fremdmaster anschließen wollen, benötigen Sie die GSD-Datei. Bei Einsatz an einem S7-Master können Sie direkt über HW Konfig projektieren.
Die GSD-Dateien zu Siemens-Produkten können Sie direkt über das Internet beziehen, falls die Informationen nicht im Baugruppenkatalog von HW Konfig vorhanden sind:

http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/10805317/133100

Über die Beitrags-ID 113652 erreichen Sie PROFIBUS GSD-Dateien: SIMATIC.
Die Sprache ist in der Dateibezeichnung verschlüsselt, z. B. steht "xxxx.gse" für englisch. Bitte beachten Sie wie die Bestellnummern der CPUs, z. B. bei CPU 412-2, den Stationstypen zugeordnet sind.

Wenn Sie die DP-Geräte in den Baugruppenkatalog von HW Konfig aufnehmen wollen, müssen die GSD-Dateien auf einem Datenträger gespeichert sein, auf den Sie von STEP 7 aus Zugriff haben. Die einzelnen Schritte der Integration werden im Beitrag 2383630 beschrieben.

Wie führt man bei SIMATIC S7-400 CPUs ab Version 4.0 einen Kaltstart durch?zum Beginn
Bestellnummer:

 

Anleitung:
Bei den neueren SIMATIC S7 CPUs ab Version 4.0 (letzte Ziffer im mittleren Block der MLFB ≥ 4) ist der Kaltstart über den Betriebsartenschalter der Baugruppe nicht mehr möglich. Weiterhin besteht jedoch die Möglichkeit, den Kaltstart  mittels der STEP 7 Software über das Erstellsystem (z.B. PG) im SIMATIC Manager ( Zielsystem / Diagnose/Einstellung / Betriebszustand...) durchzuführen. Weitere Informationen zum Kaltstart entnehmen Sie bitte den Abschnitten "1.4 Betriebsartenschalter" und "4.2 Überblick Anlaufarten der S7-400-CPUs" im Referenzhandbuch "SIMATIC Automatisierungssystem S7-400 CPU-Daten" (Beitrags-ID 14016796).


Warum soll nach der Inbetriebnahme des STEP 7 Programms die Betriebsart der CPU von Test- auf Prozessbetrieb umgeschaltet werden?zum Beginn
Bestellnummer:

 
Beschreibung:
Unterschied zwischen Test- und Prozessbetrieb (Auszug aus der Online-Hilfe von STEP 7):

  • Im Prozessbetrieb werden die Testfunktionen wie Programmstatus oder Variable beobachten/steuern so eingeschränkt, dass die eingestellte zulässige Zykluszeiterhöhung nicht überschritten wird. Das Testen mit Haltepunkten und die schrittweise Programmausführung können nicht ausgeführt werden.
  • Im Testbetrieb sind alle Testfunktionen über PG/PC ohne Einschränkung nutzbar, die auch größere Verlängerungen der Zykluszeit bewirken können. Wenn sich die CPU im Testbetrieb befindet, müssen Sie dafür sorgen, dass die CPU bzw. der Prozess große Zykluszeitverlängerungen "vertragen" kann. In diesem Modus können Verlängerungen der CPU-Zykluszeiten auftreten, da z. B. der Status von Anweisungen in programmierten Schleifen bei jedem Durchlauf ermittelt wird.

Bei den SIMATIC S7-400 CPUs ist standardmäßig der Prozessbetrieb (Zustand nach dem Stecken der CPU) eingestellt.

Umstellung von Testbetrieb auf Prozessbetrieb:
Bei einer SIMATIC S7-400 CPU ist die Betriebsart im KOP/AWL/FUP Editor einstellbar (siehe Beitrags-ID: 21336333). Anschließend speichern Sie den Baustein und laden ihn in die CPU.

Hinweis:
Stellen Sie sicher, dass nach erfolgtem Test die Haltepunkte wieder gelöscht werden, da sonst das Laden der betreffenden Bausteine in das Automatisierungssystem nicht möglich ist.

Wie können für die S7-400 CPU-Baugruppen Teilprozessabbilder während eines Alarm-OBs genutzt bzw. aktualisiert werden?zum Beginn
Bestellnummer:

Anleitung
Bei den S7-400 CPU-Baugruppen bilden Organisationsbausteine die Schnittstelle zwischen Betriebssystem und Anwenderprogramm. Sie werden vom Betriebssystem basierend auf Alarme oder Ereignisse aufgerufen.

Beim Zugriff auf ein Prozessabbild steht der CPU für die Dauer des OBs, der dem Prozessabbild zugeordnet ist, ein konsistentes Abbild der Prozesssignale zur Verfügung. Wenn während eines Aufrufes eines Fehler- oder Alarm-OBs auf die Eingänge und Ausgänge über ein Prozessabbild zugegriffen wird, stehen immer die anstehenden Werte des zum OB-zugehörigen Prozessabbilds zur Verfügung.

Nachstehende Tabelle erläutert die Vorgehensweise, wie Sie einem OB ein Teilprozessabbild zuweisen können:
 
Nr. Vorgehensweise
1 Öffnen Sie in Ihrem STEP 7 Projekt die Hardwarekonfiguration und doppelklicken Sie auf die Baugruppe, für die Sie ein Teilprozessabbild festlegen wollen.
2 Wählen Sie aus der Klappliste im Register "Adressen" das Teilprozessabbild "TPA1".


Bild 01

3 Beenden Sie den Dialog mit OK. Das Teilprozessabbild können Sie nun einem OB zuordnen.
4 Öffnen Sie die Objekteigenschaften der CPU und ordnen Sie im Register "Alarme" das Teilprozessabbild einem Organisationsbaustein (z.B. OB40) zu. Beim Aufruf dieses OBs wird das TPA1 automatisch aktualisiert.


Bild 02

Jedes TPA kann mehrere E-/A Adressen bzw. Baugruppenzuordnungen enthalten, es kann jedoch nur einmal einem OB zugewiesen werden. Ein- und Ausgangsadressen, die einem Teilprozessabbild zugeordnet wurden, gehören nicht mehr zum OB1-Prozessabbild der Ein- und Ausgänge. Alle Ein- und Ausgangsadressen können für das OB1 Prozessabbild und alle Teilprozessabbilder nur einmal vergeben werden.

Alternativ dazu kann zur Aktualisierung der Prozessabbilder die SFC 26 "UPDAT_PI" bzw. die SFC 27 "UPDAT_PO" an jeder beliebigen Stelle im Programm genutzt werden. Das TPA darf aber nicht systemseitig aktualisiert werden.

Hinweis
Ein TPA wird nicht automatisch aktualisiert. Die Aktualisierung wird nur durchgeführt, wenn die SFC aufgerufen wird oder beim Start und Beenden des jeweiligen OBs. Wird in unserem Beispiel der OB 40 angefordert, dann werden die entsprechenden Eingänge in diesem Moment gelesen. Während der Abarbeitung des OB 40 werden diese aktuellen Werte für die Eingänge verwendet.
Teilprozessabbilder der Taktsynchronalarm-OBs werden nicht systemseitig aktualisiert, obwohl sie an einem OB (OB61 -OB64) gekoppelt sind.

Weitere Informationen zu den Teilprozessabbildern finden Sie in der STEP 7 Onlinehilfe, unter

  • Prozessabbild der Ein- / Ausgänge
  • Kurze und gleichlange Prozessreaktionszeiten am PROFIBUS-DP projektieren
  • Konsistente Daten dezentral lesen und schreiben

Das beschriebene Verhalten gilt für die S7-400 und für einige S7-300 CPU-Baugruppen (z.B. CPU317 und CPU319 ab FW3.2). Die CPU-Baugruppen S7-317 und S7-319 unterstützen das Prozessteilabbild nur mit dem OB61 und nicht mit den anderen Alarm - OBs. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Teilprozessabbilder hängt von der eingesetzten CPU ab!

Weitere Informationen finden Sie unter der Beitrags-ID: 14955563.

Anzeige von nur maximal 27 projektierten Baugruppenzum Beginn
Bestellnummer:

FRAGE:  
Warum erhalte ich mit der Parametrierung der SZL-Teilliste 0E91 bei der Systemfunktion SFC51 nur die Baugruppenzustandsinformation von maximal 27 projektierten Baugruppen?

ANTWORT:  
Die SZL-Teilliste 0E91 bei der Systemfunktion SFC51 gilt nur für die S7-400.
Mit der Parametrierung der SZL-Teilliste 0E91 bei der Systemfunktion SFC51 erhalten Sie die Baugruppenzustandsinformation aller projektierten Baugruppen - unabhängig davon, ob diese im Rack gesteckt sind oder nicht. 
Es müssen für jede projektierte Baugruppe 8 Worte bzw. 16 Byte reserviert werden - unabhängig davon, ob diese im Rack gesteckt sind oder nicht. Die unten stehende Tabelle beschreibt den Aufbau für den Datensatz der SZL-Teilliste 0E91.

Name Länge Bedeutung
adr1 1 Wort

Bei zentralem Aufbau: 
Nummer des Baugruppenträgers der physikalischen Adresse 

Bei dezentralem Aufbau mit PROFIBUS DP: 
DP-Mastersystem-ID, Stationsnummer 

Bei dezentralem Aufbau mit PROFINET IO: 
die letzten beiden Stellen der PROFINET IO-System-ID, Stationsnummer
 

adr2 1 Wort

Bei zentralem und dezentralem Aufbau mit PROFIBUS DP: 
Steckplatz- und Submodulsteckplatznummer 


Bei dezentralem Aufbau mit PROFINET IO: 
Steckplatznummer
 

logadr 1 Wort Erste zugeordnete logische E/A-Adresse (Basisadresse)
solltyp 1 Wort PROFINET IO: Solltyp, sonst reserviert
isttyp 1 Wort PROFINET IO: Isttyp, sonst reserviert
alarm 1 Wort Reserviert
eastat 1 Wort E/A-Status
ber_bgbr 1 Wort Bereichskennung / Baugruppenbreite

Tabelle 1: Aufbau eines Datensatzes der Teilliste mit der SZL-ID:= W#16#xy91

Die generelle Begrenzung für SFC51 liegt im Bereich von ca. 440 Byte. Bei einer Projektierung von 27 Baugruppen erhalten Sie also eine Gesamtgröße von 27 * 16 Byte = 432 Byte. Somit ist eine Auskunft der Baugruppenzustandsinformationen von maximal 27 Baugruppen möglich. Weitere Baugruppen können nicht angezeigt werden.

Weitere Informationen über den Aufbau des Datensatzes der SZL-Teillisten finden Sie auch in der Online-Hilfe von STEP 7 unter "SZL-ID W#16#xy91 - Baugruppenzustandsinformation".

Suchbegriffe:
SZL-ID, SFC51 "RDSYSST" (read system status)


Was ist bei der Funktion "Forcen von Eingängen" bei der S7-400 zu beachten?zum Beginn
Bestellnummer:

Beschreibung:
Mit der Funktion "Forcen" können einzelne Variablen eines Anwenderprogramms mit festen Werten vorbelegt werden, die auch vom Anwenderprogramm aus nicht verändert werden können.
Dies ist z. B. während einer Inbetriebnahme hilfreich, wenn Ein- bzw. Ausgänge nicht angeschlossen sind. Über "Forcen"  können feste Werte etwa für Eingänge vorgegeben und über "L PEW x" eingelesen werden.
Die Adresse des zu forcenden Eingangs muss einer Baugruppe, z. B AI, zugeordnet sein, die in Hardware-Konfig projektiert sein muss. Wendet man "Forcen" auf eine Adresse x einer nicht in Hardware-Konfig vorhandenen  Baugruppe an, so liefert der Befehl "L PEW x" den Wert "0".

Hinweis:
Weitere Informationen zum Forcen finden Sie z. B. in der STEP 7 Onlinehilfe unter dem Stichwort "Einführung zum Forcen von Variablen".


 Beitrags-ID:24149086   Datum:2013-01-07 
Dieser Artikel...hat mir geholfenhat mir nicht geholfen                                 






























verwandte Beiträge
Woher kann ich die GSD-Dateien fà ...
Warum soll nach der Inbetriebnahm ...
Welche Voraussetzungen müssen er ...
Welche Baugruppen können Sie bei ...
SIMATIC S7-400 Punkt-zu-Punkt-Kop ...
mySupport
My Documentation Manager 
Newsletter 
CAx-Download-Manager 
Support Request
Zu diesem Beitrag
Drucken
PDF erstellen 
Beitrag versenden
QuickLinks
Kompatibilitäts-Tool 
Hilfe
Online Hilfe
Guided Tour