Beschreibung In diesem FAQ finden Sie Bediengeräte mit deren dazugehörigen Schnittstellen. Zusätzlich ist aufgeführt, welche externen Speichermedien Sie verwenden können.
Bei den von Siemens getesteten und freigegebenen Speicherkarten und USB-Sticks wird die Funktion garantiert.
Siemens Speicherkarten und USB-Sticks finden Sie im ST80 Katalog unter dem Kapitel "HMI Zubehör".
MMCs können auch bei den Bediengeräten mit SD-Slot verwendet werden.
Die Speichergröße der Speicherkarten bzw. USB-Sticks kann sich durch neue Produkteinführungen der Chip-Hersteller verändern.
MMCs für S7-300/400 Steuerungen können in Verbindung mit Bediengeräten nicht verwendet werden.
Keine Unterscheidung zwischen den USB-Anschlüssen. Es kann nicht garantiert werden, dass einem Stick "Storage Card USB" bzw. "Storage Card USB2" fest zugewiesen wird.
Zuordnungstabelle Bediengeräte und die dazugehörigen Schnittstellen Die Zuordnungstabelle Bediengeräte und die dazugehörigen Schnittstellen finden Sie in den beigefügten PDF-Dateien.Zusätzlich geht aus der Zuordnungstabelle hervor, welche Bediengeräte USB-Sticks unterstützen und in welcher Kapazität Speichermedien unterstützt werden.
Migration von SIMATIC C7-Applikationen Bestehende SIMATIC C7-Applikationen können umgestellt werden auf eine Lösung mit Hardwarekomponenten, oder auf Basis der Software-SPS SIMATIC WinAC MP und SIMATIC Multi Panels.
Starterpakete
Zusätzlich stehen Starterpakete auf Basis SIMATIC WinAC MP und SIMATIC Multi Panel mit bis zu 30% Preisvorteil zur Verfügung. Die Starterpakete sind in folgenden Kombinationen erhältlich:
Multi Panel und WinAC MP
Multi Panel, WinAC MP und ET200M
Nähere Informationen zu WinAC MP und den Starterpaketen und deren Umfang siehe Beitrags-ID: 34895249.
Bestellnummern der empfohlenen Nachfolgertypen (Starterpakete)
Bisherige Lösung mit
SIMATIC C7-6xx
Neue Lösung
Bestellnummer
Starterpaket
C7-635 6" Key
C7-635 6" Touch
SIMATIC MP 177 6" Touch
6AV6652-2JC01-2AA0
SIMATIC WinAC MP 177 1)
wie oben, zusätzlich mit ET200M
6AV6652-2JD01-2AA0
C7-636 6" Key
SIMATIC MP 277 8" Key
6AV6652-3LC01-1AA0
SIMATIC WinAC MP 277 1)
wie oben, zusätzlich mit ET200M
6AV66523LD01-1AA1
C7-636 6" Touch
SIMATIC MP 277 8" Touch
6AV6652-3MC01-1AA0
SIMATIC WinAC MP 277 1)
C7-636 10" Key
SIMATIC MP 277 10" Key
6AV6652-3NC01-1AA0
SIMATIC WinAC MP 277 1)
C7-636 10" Touch
SIMATIC MP 277 10" Touch
6AV6652-3PC01-1AA0
SIMATIC WinAC MP 277 1)
wie oben, zusätzlich mit ET200M
6AV6652-3PD01-1AA0
Bestellnummern der empfohlenen Nachfolgertypen (Einzelkomponenten)
Bisherige Lösung mit
SIMATIC C7-6xx
Neue Lösung
Bestellnummer
C7-613 4"
SIMATIC OP 73
6AV6641-0AA11-0AX0
SIMATIC CPU 313C
6ES7313-5BF03-0AB0
C7-635 6" Key
C7-635 6" Touch
SIMATIC MP 177 6" Touch
6AV6642-0EA01-3AX0
SIMATIC WinAC MP 177 1)
6ES7671-4EE00-0YA0
C7-636 6" Key
SIMATIC MP 277 8" Key
6AV6643-0DB01-1AX1
SIMATIC WinAC MP 277 1)
6ES7671-5EF01-0YA0
C7-636 6" Touch
SIMATIC MP 277 8" Touch
6AV6643-0CB01-1AX1
SIMATIC WinAC MP 277 1)
6ES7671-5EF01-0YA0
C7-636 10" Key
SIMATIC MP 277 10" Key
6AV6643-0DD01-1AX1
SIMATIC WinAC MP 277 1)
6ES7671-5EF01-0YA0
C7-636 10" Touch
SIMATIC MP 277 10" Touch
6AV6643-0CD01-1AX1
SIMATIC WinAC MP 277 1)
6ES7671-5EF01-0YA0
1) Es wird immer die neueste Version von WinAC MP geliefert.
Wie können auf einem WinCC flexible Bediengerät ALARM_S oder ALARM_D-Meldungen mit Prozesswerten (sog. Begleitwerten) angezeigt werden?
Anleitung Zur Anzeige von bausteinbezogenen Meldungen auf einem WinCC flexible Bediengerät stehen Ihnen die Systemfunktionen
SFC 17 (ALARM_SQ)
SFC 18 (ALARM_S)
SFC 19 (ALARM_SC)
SFC 107 (ALARM_DQ)
SFC 108 (ALARM_D)
zur Verfügung.
Die Systemfunktionen SFC 17(ALARM_SQ), SFC 18(ALARM_S), SFC 107 (ALARM_DQ) und SFC 108 (ALARM_D) generieren bei jedem Aufruf eine bausteinbezogene Meldung, die am Bediengerät angezeigt werden kann.
Die Meldungen von SFC 17 und SFC 107 sind quittierbar. Die Meldungen von SFC 18 und SFC 108 besitzen keine Quittierung. Mit SFC 19(ALARM_SC) können Sie den Zustand des meldungsauslösenden Signals und den Quittierzustand der SFC 17/18 auslesen.
Die Projektierung von SFC 17/SFC 18 und SFC 107/ SFC 108 ist sehr ähnlich. Der einzige Unterschied zwischen den ALARM_D- und ALARM_S-Bausteinen ist ein zusätzlicher Parameter ("CMP_ID") bei ALARM_D. Mit dem Parameter "CMP_ID" kann eine Kennung zur Identifikation des Teilsystems, dem die zugehörige Meldung zugeordnet ist, angegeben werden.
Die folgenden Schritte beschreiben die Projektierung von ALARM_D-Meldungen ab STEP 7 V5.3 und WinCC flexible 2004. Die Projektierung von ALARM_S-Meldungen erfolgt analog. Am Ende des Beitrags finden Sie ein Beispiel zu ALARM_S-Meldungen (SFC 17/ SFC 18) und ein Beispiel zu ALARM_D- Meldungen.
Bediengeräte
Alle Bediengeräte, die das "Telegramm-Meldeverfahren" bzw. "ereignisgesteuerte Meldeverfahren" unterstützen, können ALARM_S bzw. ALARM_D Meldungen anzeigen
Folgende Geräte unterstützen das "Telegramm-Meldeverfahren" bzw. "ereignisgesteuerte Meldeverfahren":
OP
TP
MP
Mobile Panel
C7 Geräte
PC-Sytem
OP 77B
TP 170B
MP 177
Mobile Panel 170
C7 635
RT-Systeme
OP 170B
TP 177B
MP 270B
Mobile Panel 177
C7 636
OP 177B
TP 270
MP 277
Mobile Panel 277
OP 270
TP 277
MP 370
OP 277
MP 377
Hinweis
Alle S7-400 CPUs unterstützen das ALARM D-Meldenummernverfahren.
Des Weiteren unterstützen alle S7-300 CPUs mit einem Firmwarestand ab V2.5.0 das
ALARM D-Meldenummernverfahren.
STEP 7-Projekt erzeugen und Hardware-Konfiguration erstellen
Erzeugen Sie ein STEP 7-Projekt.
Legen Sie eine S7-400 Station an und konfigurieren Sie diese mit Ihren Baugruppen"in der Hardware-Konfiguration.
Verbinden Sie die CPU mit einem Netz (MPI oder PROFIBUS).
S7-Programm erzeugen
1. Funktionsbaustein programmieren
Fügen Sie im Bausteinbehälter Ihrer CPU einen Funktionsbaustein (FB) hinzu und öffnen Sie ihn per Doppelklick.
Legen Sie im Deklarationsteil für jede Meldung einen IN-Parameter vom Typ Doppelwort (DWORD) an.
Bild 01
Öffnen Sie über die rechte Maus die Objekteigenschaften der eingefügten Parameter.
Tragen Sie im Register "Attribute" folgende Werte ein. S7_server = alarm_archiv
S7_a_type = alarm_s
Bild 02
Die Begleitwerte für die Meldungen legen Sie als statische Variablen im Deklarationsteil des FB an.
Bild 03
Versorgen Sie die statischen Variablen (absolute Adresse!) mit den Werten, die dann in der Meldung ausgegeben werden sollen.
Rufen Sie im Anweisungsteil des FB die SFC (z.B. SFC 108) auf.
SIG:
meldungsauslösendes Signal z.B. M10.0
ID:
Datenkanal für Meldungen: W#16#EEEE
EV_ID:
automatisch generierte Meldungsnummer (IN-Parameter des FB)
CMP_ID:
Kennung zur Identifikation des Teilsystems, dem die zugehörige Meldung zugeordnet ist (nur bei Alarm_D!)
Durch den Aufruf des FB im Programm (z.B. OB1) erzeugen Sie den Instanz-DB.
Die Meldungstypen des FB werden automatisch in den DB eingetragen, und die Meldungsnummern werden vergeben.
3. Meldungstexte erzeugen
Jetzt können Sie die Meldungstexte projektieren. Dazu öffnen Sie die Meldungsprojektierung des FB oder des Instanz-DB mit "rechte Maustaste > spezielle Objekteigenschaften > Meldung...".
Hinweis Die Dialoge der Meldungsprojektierung unterscheiden sich für das projektweit eindeutige Meldenummernverfahren und das CPU-weit eindeutige Meldenummernverfahren. Im Folgenden wird der Dialog des CPU-weit eindeutigen Meldeverfahren angezeigt.
Sie können jeder Meldenummer einen Text (Meldetext mit Begleitwert) und weitere Attribute zuordnen.
ACHTUNG
Die Meldungen, die Sie am DB projektieren, sind Eigenschaften des Instanz-DB - diese gehen verloren, wenn Sie den Instanz-DB löschen.
Bild 05
4. Begleitwerte projektieren
Sie können am Parameter SD einen Prozesswert (Begleitwert) übergeben. Über den folgenden String können Sie diese im OP anzeigen. @Pwn Typ %width[.precision]format@
Symbol
Bedeutung
Wertebereich
Default
@
Formatstring Beginn
Pwn
Prozesswertnummer
1-4
1
Typ
Typ des Prozesswertes
siehe Tabelle 2
I
%width
Breite des Anzeigefeldes am OP
.precision
Anzahl der Nachkommastellen (optional bei format = "f" )
format
Darstellungsart des Prozesswertes
siehe Tabelle 3
@
Formatstring Ende
Tabelle 01 - Zusammensetzung der Begleitwerte
Für "Typ" sind folgende Werte erlaubt:
Typ
Bedeutung
"b" oder "B"
BOOL
"y" oder "Y"
BYTE
"c" oder "C"
CHARACTER
"w" oder "W"
WORD
"i" oder "I"
INTEGER
"x" oder "X"
DWORD
"d" oder "D"
DINT
"r" oder "R"
REAL
Tabelle 02 - Typ
Für "Format" sind folgende Werte erlaubt:
Format
Darstellung
"d"
dezimal mit Vorzeichen
"u"
dezimal ohne Vorzeichen
"X"
hexadezimal
"f"
Festpunktzahl mit Vorzeichen
"b"
binär
"s"
Zeichenkette (ANSI String)
Tabelle 03 - Format
Hinweis Die erweiterte Begleitwertübergabe wird von den aktuellen WinCC Versionen nicht unterstützt.
5. Vergabe von Meldenummern Die Meldungen werden durch eine CPU- oder projekt-weit eindeutige Nummer identifiziert. Diese weist STEP 7 beim Erzeugen des Instanz-DB den Parameter am FB automatisch zu. Das Bediengerät stellt über diese Nummer die Verbindung zum Meldetext her. Bitte achten Sie deshalb immer darauf, dass Sie nach dem Erzeugen des Instanz-DB die Projektierung des Bediengeräts und den Instanz-DB laden.
Hinweis
Beim Kopieren eines Programms mit vergebenen Meldenummern ist u. U. die Meldungsnummer schon vergeben und dem Programm muss ein anderer Nummernbereich zugeordnet werden. STEP 7 öffnet dann automatisch ein Dialogfeld, in dem Sie den neuen Nummernbereich angeben können.
6. Bediengerät mit WinCC flexible ES projektieren
Ergänzen Sie im SIMATIC Manager über "Einfügen > Station" eine SIMATIC HMI Station.
Wählen Sie das zu projektierende Bediengerät z.B. TP170Bcolor.
Öffnen Sie mit einem Doppelklick auf "Konfiguration" die Hardwarekonfiguration der SIMATIC HMI Station.
Doppelklicken Sie auf "HMI MPI/DP" und vernetzen Sie die Schnittstelle mit dem Anlagenbus (z.B. MPI) der S7-400 Station.
Speichern und übersetzen Sie die Konfiguration.
Schließen Sie die Hardwarekonfiguration.
Bild 06
Starten Sie WinCC flexible ES über "rechte Maustaste auf WinCC flexibe RT > Objekt öffnen".
Aktivieren Sie unter "Kommunikation > Verbindungen" die bereits angelegte Verbindung.
Bild 07
7. ALARM_S bzw. ALARM_D-Meldungen in WinCC flexible aktivieren
Öffnen Sie den Dialog "Meldungen > Einstellungen > Meldeeinstellungen".
Aktivieren Sie das ALARM_S-Meldeverfahren über die Auswahl der Anzeigeklassen.
Hinweis:
Die Aktivierung des ALARM_D-Meldeverfahrens erfolgt auch über das Setzen des Kontrollkästchens bei "ALARM_S"!
Bild 08
8. Meldefenster bzw. Meldeanzeige parametrieren
Damit die Meldungen im Meldefenster bzw. in der Meldeanzeige angezeigt werden, aktivieren Sie unter den "Eigenschaften > Allgemein" unter dem Punkt "Verwenden" das Optionskästchen "Meldeereignisse" und unter dem Punkt "Meldeklassen" das Optionskästchen der Alarm_S bzw. Alarm_D Meldeklasse.
Die Meldeklassen für Alarm_S bzw. Alarm_D werden durch Aktivieren des Alarm_S Meldeverfahrens und folgendem Generieren des Projektes automatisch erzeugt.
Bild 09
Zuordnung der Meldeklassen von STEP 7 zu WinCC flexible
ALARM_S "Alarm_s_flex.zip" enthält ein STEP 7 V5.3 Projekt mit einer CPU 316-2 DP und einem Touch Panel TP 170Bcolor. Es wurde mit STEP 7 V5.3 und WinCC flexible 2004 erstellt.
Im Programm befindet sich ein FB mit den Aufrufen der SFC 17 (ALARM_SQ) und SFC 18 (ALARM_S). Als Begleitwerte für die Meldungen wurden Dezimal-, Hexadezimal-, Gleitpunkt- und String- Werte eingesetzt. Die Meldungen können über die Variablentabelle ausgelöst werden. Sie können den Funktionsbaustein beliebig an Ihre Anforderungen anpassen.
ALARM_D "Alarm_d_flex.zip" enthält ein STEP 7 V5.3 Projekt mit einer CPU 416-2 DP und einem Touch Panel TP 170Bcolor. Es wurde mit STEP 7 V5.3 und WinCC flexible 2004 erstellt.
Im Programm befindet sich ein FB mit den Aufrufen des SFC 107 (ALARM_DQ) und SFC 108 (ALARM_D). Als Begleitwerte für die Meldungen wurden Dezimal-, Hexadezimal-, Gleitpunkt- und String- Werte eingesetzt. Die Meldungen können über die Variablentabelle ausgelöst werden. Sie können den Funktionsbaustein beliebig an Ihre Anforderungen anpassen.
Kopieren Sie die Datei "Alarm_s_flex.zip" bzw. "Alarm_d_flex.zip" in ein separates Verzeichnis und starten Sie die Datei anschließend per Doppelklick. Das STEP 7 Projekt wird dann automatisch mit allen dazugehörigen Unterverzeichnissen sowie der WinCC flexible-Projektierung entpackt. Anschließend können Sie das entpackte Projekt mit dem SIMATIC Manager und WinCC flexible öffnen und bearbeiten.
Weiterführende Informationen zu den Meldenummernverfahren finden Sie unter der Beitrags-ID: 841294 und im WinCC flexible Handbuch unter der Beitrags-ID: 18796010 im Kapitel 6.3.2 "Einbinden von Meldungen mit dem Meldenummernverfahren".
Hinweis zu den PC-Adapter USB (6ES7972-0CB20-0XA0)und PC-Adapter USB A2 (6GK1 571-0BA00-0AA0) Der PC-Adapter USB/ PC-Adapter USB A2 stellt über die USB-Schnittstelle des PCs eine MPI/DP-Schnittstelle zur Verfügung. Weitere Informationen zum PC-Adapter USB finden Sie im Handbuch unter der Beitrags-ID: 16983464 Weitere Informationen zum PC-Adapter USB A2 finden Sie im Handbuch unter der Beitrags-ID: 68849363 Diese Kabel sind nur für die folgenden Geräte zum Projekt-Transfer- und OS-Update freigegeben.
OP 73
OP 77 A
TP 177 A
KTP600 Basic Color DP
KTP1000 Basic Color DP
Verwendung von USB-RS232 Adaptern und USB-Ethernet Adaptern Beim Einsatz der RS232/PPI Multi-Master-Kabel, Nullmodemkabel oder von Ethernet-Verbindungen können nur "echte" Schnittstellen für den Projekt-Transfer verwendet werden.
"Echte" Schnittstellen sind Schnittstellen ohne Umsetzung über USB. D.h. es können z.B. keine "USB zu Seriell" oder "USB zu Ethernet"-Adapter verwendet werden.
Ergänzende Suchbegriffe Projekttransfer, Projektdownload, WinCC flexible, Transferkabel, ProTool, RS 232, PC/PPI Kabel, PC PPI Kabel, RS 485, Com Text, Kabel, USB-Umsetzer
Wie viele Verbindungsressourcen, kann die C7-CPU bzw. das C7-OP verwalten?
Beschreibung: Jede Kommunikationsverbindung benötigt auf dem jeweiligen Gerät Verbindungs-Ressourcen:
für PG-Kommunikation
für OP-Kommunikation
für S7-Basiskommunikation
1. C7-CPU Prinzipiell kann die C7-CPU mehrere Verbindungen verwalten. Diese teilen sich wie folgt auf:
Eine Verbindung ist fest für das PG reserviert. Diese kann nicht für andere Zwecke genutzt werden. Somit ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet, dass in einem etwaigen Fehlerfall immer ein (Service-) PG angeschlossen werden kann.
Eine zweite Verbindung ist fest für das C7-OP reserviert.
Es stehen noch weitere "freie" Verbindungen zur Verfügung, die vom Anwender beliebig genutzt werden können (siehe Tabelle 1).
Hinweis:
Die Kommunikationsarten "Globale Daten" (GD) und "Dezentrale Peripherie" (DP) belegen keine Verbindungsressourcen.
2. C7-OP Ein C7-OP kann mehrere Verbindungs-Ressourcen verwalten. Diese teilen sich wie folgt auf:
Eine Verbindung des C7-OP ist fest für die ("interne") C7-CPU reserviert (Ausnahme C7-613).
Dem Anwender stehen noch weitere Verbindungen zur Verfügung, die er beliebigen "externen" Steuerungen zuordnen kann. Dabei kann es sich um weitere C7, S7-300 oder um S7-400 Steuerungen handeln.
Ordnen Sie die Verbindungs-Ressourcen in der Projektierungsumgebung von ProTool bzw. ProTool/Lite zu.
C7-Gerät
Anzahl Verbindungen CPU
Anzahl Verbindungen OP
C7-613
8
--
C7-635
12
4
C7-636
16
6
Tabelle 1: Maximal mögliche Kommunikationsverbindungen eines C7-Gerätes
Um die Anzahl der Kommunikationsteilnehmer (Verbindungen) in der C7-CPU zu erhöhen, besteht die Möglichkeit einen CP 342-5 einzusetzen.
Weitere Informationen zu diesem Themenkreis finden Sie im:
Handbuch "Kommunikation mit SIMATIC" unter der Beitrags ID 1254686.
Handbuch SIMATIC Komplettgerät C7-613 unter der Beitrags ID 13125532.
Handbuch SIMATIC Komplettgerät C7-635 unter der Beitrags ID 11559312.
Handbuch SIMATIC Komplettgerät C7-636 unter der Beitrags ID 18230904
Welche GSD-Datei benötige ich für mein C7-Komplettgerät?
Konfigurationshinweis: In den C7-Komplettgeräten sind S7-300 CPUs enthalten. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht:
C7 Kompettgerät
integrierte S7-300 CPU
C7-626 DP
6ES7626-2AG00-0AE3
6ES7315-2AF00-0AB0
6ES7626-2AG01-0AE3
6ES7315-2AF01-0AB0
6ES7626-2AG02-0AE3
6ES7315-2AF02-0AB0
C7-626/P DP
6ES7626-2DG02-0AE3
6ES7315-2AF02-0AB0
6ES7626-2DG03-0AE3
6ES7315-2AF03-0AB0
C7-633 DP
6ES7633-2BF00-0AE3
6ES7315-2AF02-0AB0
6ES7633-2BF01-0AE3
6ES7315-2AF03-0AB0
6ES7633-2BF02-0AE3
6ES7315-2AF03-0AB0
C7-634 DP
6ES7634-2BF00-0AE3
6ES7315-2AF02-0AB0
6ES7634-2BF01-0AE3
6ES7315-2AF03-0AB0
6ES7634-2BF02-0AE3
6ES7315-2AF03-0AB0
C7-635 Touch
6ES7635-2EB00-0AE3
6ES7314-6CF00-0AB0
6ES7635-2EB01-0AE3
6ES7314-6CF01-0AB0
C7-635 Key
6ES7635-2EC00-0AE3
6ES7314-6CF00-0AB0
6ES7635-2EC01-0AE3
6ES7314-6CF01-0AB0
C7-636 Key
6ES7636-2EC00-0AE3
6ES7315-2AG10-0AB0
Verwenden Sie die GSD-Datei der entsprechenden integrierten S7-300 CPU.
Diese erreichen Sie über die Beitrags-ID 113652 (PROFIBUS GSD-Dateien: SIMATIC).
Hinweis:
Eine Anleitung, wie Sie eine neue GSD-Datei in STEP 7 integrieren, finden Sie unter folgender Beitrags-ID: 2383630
Welche Software wird für die Baugruppe C7-621 (mit integriertem AS-Interface Master) benötigt?
Konfigurationshinweis: Das Gerät C7-621 ist eine S7-300 mit integriertem AS-I Master.
Für den Normalbetrieb wird keine zusätzliche Software benötigt.
Für den erweiterten Betrieb ist ein Funktionsbaustein erforderlich. Dieser Funktionsbaustein steht Ihnen zusammen mit dem Handbuch der AS-Interface Masterbaugruppe CP342-2 unter Beitrags-ID: 1123328 zum Download zur Verfügung. Betätigen Sie den Button "Info", um das Download des Funktionsbausteins zu starten.
Wie kann ich mir einen Überblick über das Speicherkonzept der SIMATIC S7-300 CPUs und C7-Geräte verschaffen?
Beschreibung: Im beiliegenden Dokument finden Sie eine Beschreibung der verschiedenen Speicherkonzepte. Damit Sie sich einen besseren Überblick machen können, wurden die verschiedenen Speicherkonzepte im Dokument innerhalb mehrerer Tabellen beschrieben. Im letzten Kapitel des Dokuments wurden die verschiedenen SIMATIC S7-300 Steuerungen und die C7-Geräte mit dem zugehörigen Speicherkonzept in Listen zusammen gefasst.
Das Dokument umfasst folgende Kapitel:
Übersicht Speicherbereich und Speicherkonzept
1.1 Ausführungen
1.2 Speicherkonzept
1.2.1 Ladespeicher
1.2.2 Arbeitsspeicher
1.2.3 Systemspeicher
1.3 Ermitteln der Speicherkenngrößen einer CPU
SIMATIC S7-300 CPUs und C7-Geräte ohne Schacht
2.1 Grafische Darstellung des Speicherkonzept
2.2 Der Ladespeicher
2.3 Der Arbeitsspeicher
2.4 Einsatz der Pufferbatterie
SIMATIC S7-300 CPUs und C7-Geräte mit Schacht für eine MC
3.1 Grafische Darstellung des Speicherkonzept
3.2 Der Ladespeicher
3.3 Der Arbeitsspeicher
3.4 Einsatz der Pufferbatterie
SIMATIC S7-300 CPUs und C7-Geräte mit Schacht für eine MMC
4.1 Grafische Darstellung des Speicherkonzept
4.2 Der Ladespeicher
4.3 Der Arbeitsspeicher
4.4 Einsatz der Pufferbatterie
Das Speicherkonzept bei SIMATIC S7-300 CPU-Typen und bei den C7-Geräte-Typen im Einzelnen
5.1 Das Speicherkonzept der einzelnen SIMATIC S7-300 CPU-Typen
5.2 Das Speicherkonzept der einzelnen C7-Geräte-Typen
Wichtig: Das Speicherkonzept der SIMATIC CPU 318-2DP entspricht dem Speicherkonzept der SIMATIC S7-400 CPUs (siehe Beitrags-ID:7302549).
Infos zu SIMATIC S7-300 CPUs mit/ohne Memory Card (MC) finden Sie unter:
Daten der einzelnen CPUs finden Sie im Handbuch "Automatisierungssystem S7-300 CPU-Daten, CPU 312 IFM bis CPU 318-2 DP", Kap. 1.4 Beitrags-ID: 8860591
Hinweise zu den unterschiedlichen Memory Cards-Typen und ihren Eigenschaften finden Sie in "Automatisierungssystem S7-300 CPU-Daten, CPU 312 IFM bis CPU 318-2 DP", Kap. 1.1 Beitrags-ID: 8860591
Infos zu SIMATIC S7-300 CPUs mit Micro Memory Card (MMC) finden Sie unter:
Daten der einzelnen CPUs finden Sie im Handbuch "S7-300 CPU 31xC und CPU 31x, Technische Daten", Kap. 6 u. 7 Beitrags-ID: 12996906
Hinweise zu den unterschiedlichen Micro Memory Card-Typen und ihren Eigenschaften finden Sie in "S7-300 CPU 31xC und CPU 31x, Technische Daten", Kap. 4.1, 6.1 u. 7.1 Beitrags-ID: 12996906
Hinweise zum Urlöschen der CPU finden Sie im Handbuch "S7-300 CPU 31xC und CPU 31x, Technische Daten", Kap.4.2 Beitrags-ID: 12996906
Infos unabhängig von der Art der Speicherkarte (MC oder MMC)
Hinweise zum Thema, "Wie kann ich mein Programm aus dem Ladespeicher sichern", finden Sie unter der Beitrags-ID: 299133
Hinweise zum Thema, "Was bewirkt die STEP 7-Funktion "RAM nach ROM kopieren"", finden Sie unter der Beitrags-ID: 15389520
Suchbegriffe:
CPU-Auswahl, Speicherkarten
Warum beeinflusst das Remanenzverhalten der S7-300 CPUs und C7-Geräte ohne MMC (Micro Memory Card) die Variableninhalte?
Beschreibung: Das Remanenzverhalten der einzelnen Variablen spielt für den Entwickler schon bei der Programmerstellung eine wichtige Rolle. Der Entwickler hat in seinem Programm meist Variablen, deren Inhalt auch bei NETZ AUS erhalten bleiben soll (remanent) und andere Variablen, die dann auf einen definierten Wert zurückgesetzt werden müssen (nicht remanent). In SIMATIC STEP 7 kann der Entwickler deshalb remanente Operandenbereiche für Daten, Merker; S7-Timer, S7-Zähler konfigurieren, die er dann für remanente Variablen nutzt. In diesem Beitrag wird das Remanenzverhalten der Operandenbereiche bei SIMATIC S7-300 CPUs und C7-Gerätenohne Micro Memory Card (MMC) beschrieben. Das Remanenzverhalten der Operandenbereiche wird für die Zustandswechsel NETZ AUS/EIN, Betriebszustand STOP/RUN und für Urlöschen beschrieben.
Dieser Beitrag bezieht sich nicht auf das Remanenzverhalten bei der CPU S7-318. Das Remanenzverhalten bei der CPU S7 318-2 wird im Beitrag mit der Beitrags-ID 23596519 beschrieben.
Der Beitrag ist in folgende Themenbereiche gegliedert:
Das Remanenzverhalten der Operandenbereiche ist bei CPUs ohne MMC abhängig von:
der CPU
der Verwendung von Batterie, Akku und Memory Card (MC)
von der Parametrierung in der HW-Konfiguration
Anmerkung: Nicht alle CPUs und C7-Geräte können mit Batterie oder Akku bzw. mit Memory Card oder Micro Memory Card ausgerüstet werden.
Programmbausteine und die Datenbausteine bei NETZ AUS/EIN
ohne Pufferbatterie:
Werden die Programm- und Datenbausteine im Arbeitspeicher nicht mit einer Batterie gepuffert, dann gehen diese bei NETZ AUS/EIN verloren. Die Werte in den remanenten Operandenbereichen - wie in der Hardwarekonfiguration (siehe Tabelle 02) konfiguriert - bleiben jedoch erhalten. Nach NETZ AUS/EIN werden die ablaufrelevanten Datenbausteine und Programmbausteine von der FLASH Memory Card (falls gesteckt) oder vom internen FLASH-Ladespeicher (falls vorhanden) in den Arbeitsspeicher geladen., wobei für remanente deklarierte Datenbausteinelemente die Werte aus dem Remanenzspeicher übernommen werden.
Bei nicht remanenten Datenbausteinen, werden die Aktualwerte neu aus dem Ladespeicher geladen. Sind in diesen Datenbausteinen im Ladespeicher keine Aktualwerte vorhanden, dann werden die Anfangswerte aus dem Ladespeicher geladen.
Datenbausteine und Programmbausteine im internen RAM-Ladespeicher gehen bei NETZ AUS/EIN verloren.
mit Pufferbatterie:
Bei Einsatz einer Batterie werden die Programmbausteine und alle Datenbausteine im Arbeitspeicher gepuffert. Sie bleiben bei NETZ AUS/EIN erhalten.
Bei Einsatz einer Pufferbatterie sind alle Datenbausteine remanent.
mit Akku:
Bei Einsatz eines Akkus wird nur die Uhrzeit gepuffert.
Die Werte in den remanenten Operandenbereichen - wie in der Hardwarekonfiguration (siehe Tabelle 02) konfiguriert - bleiben jedoch erhalten.
Daten, Merker, S7-Timer und S7-Zähler bei NETZ AUS/EIN
Für NETZ AUS/EIN sind für Merker, S7-Timer und S7-Zähler folgende Punkte gültig:
Wurde in der HW-Konfiguration ein Remanenzbereich für Merker, S7- Timer, S7-Zähler parametriert (siehe Tabelle 02), so bleiben die Werte in den betreffenden Operandenbereichen erhalten.
Wurde in der HW-Konfiguration ein Remanenzbereich für Datenbausteine parametriert (siehe Tabelle 02), dann werden die bei NETZ AUS gesicherten Daten wieder in die betreffenden Datenbausteinbereiche übertragen.
Programmbausteine und die Datenbausteine bei Betriebszustand STOP/RUN
Für Programmbausteine und Datenbausteine sind bei Betriebszustand STOP/RUN folgende Punkte gültig:
Die Programmbausteine und die Datenbausteine bleiben im Arbeitsspeicher erhalten und werden nicht neu aus dem Ladespeicher geladen.
Es gibt keine Veränderungen der Inhalte der Datenbausteine. Alle Datenbausteine sind remanent
Merker, S7-Timer und S7-Zähler bei Betriebszustand STOP/RUN
Alle in der HW-Konfiguration im Remanenzbereich (Bild 03) eingetragenen Merker, S7-Timer und S7-Zähler bleiben beim Betriebszustand STOP/RUN erhalten. Alle anderen Merker, S7-Timer und S7-Zähler werden zurück gesetzt.
Daten, Merker, S7-Timer und S7-Zähler beim Urlöschen
Beim Urlöschen werden alle Merker, S7-Timer und S7-Zähler zurückgesetzt. Bei Datenbausteinen, werden die Aktualwerte neu aus dem Ladespeicher (FLASH Memory Card oder interner FLASH) geladen. Sind in diesen Datenbausteinen im Ladespeicher keine Aktualwerte vorhanden, dann werden die Anfangswerte aus dem Ladespeicher geladen.
Informationen zum Betriebsstundenzähler finden Sie im Beitrag mit der Beitrags-ID: 2804630.
Wichtig:
Falls Sie nach dem Urlöschen von ihrem PG/PC mit der CPU kommunizieren möchten, haben Sie nur die Möglichkeit diese Kommunikation über die MPI- bzw. MPI/DP-Schnittstelle aufzubauen.
Vergleich von Urlöschen und "NETZ AUS/EIN ohne Pufferbatterie und ohne Memory Card" bei S7-300 CPUs und bei C7-Geräten ohne MMC
Bei "NETZ AUS/EIN ohne Pufferbatterie und ohne Memory Card" bleiben die Remanenzbereiche unbeeinflusst. Wenn in diesem Fall das Programm neu geladen wird, dann arbeitet es mit den alten Werten aus dem Remanenzbereich. Standardmäßig sind dies z.B. die ersten 8 Zähler. Das kann zu gefährlichen Anlagenzuständen führen, wenn Sie es nicht berücksichtigen. Die Auswirkungen von Urlöschen und "NETZ AUS/EIN ohne Pufferbatterie und ohne Memory Card" werden in Tabelle 01 gegenübergestellt.
Empfehlung:
Führen Sie nach einem "NETZ AUS/EIN ohne Pufferbatterieund ohne Memory Card"immer ein Urlöschen durch.
Urlöschen
"NETZ AUS/EIN ohne Pufferbatterie und ohne Memory Card"
verändert
die Hardwarekonfiguration wird gelöscht,
das Programm wird gelöscht
die Remanenzbereiche werden gelöscht
die Hardwarekonfiguration wird gelöscht,
das Programm wird gelöscht
unverändert
der Diagnosepuffer
die eingestellte Schutzstufe
die Parameter der MPI-Schnittstelle (MPI-Adresse,...
die Remanenzbereiche werden nicht gelöscht
der Diagnosepuffer
die eingestellte Schutzstufe
die Parameter der MPI-Schnittstelle (MPI-Adresse,...
Tabelle 01
Wie Sie remanente Operandenbereiche in STEP 7 konfigurieren.
In der folgenden Tabelle 02 ist die Vorgehensweise zum Konfigurieren von Remanenzbereichen in einer S7-300 CPU ohne MMC beschrieben:
Nr.
Vorgehensweise
1
Öffnen Sie die Hardwarekonfiguration ihrer S7-300-Station. Doppelklicken Sie auf das Symbol ihrer CPU --> Es öffnet sich das Fenster "Eigenschaften - CPU 31x ...".
Bild 01
2
Wählen Sie dort das Register "Remanenz".
Bild 02
3
Innerhalb des Registers "Remanenz" können Sie im Bereich "Remanenz" die remanenten Operandenbereiche für
Merker,
S7-Timer und
S7-Zähler
konfigurieren:
Im Feld "Bereiche" können Sie auch die remanenten Bereiche in Datenbausteinen konfigurieren.
Bild 03
Achtung:
Bitte achten Sie darauf, dass Ihre als remanent definierten Datenbausteine in der CPU vorhanden und nicht zu kurz sind.
Ebenso dürfen die Datenbausteine auch nicht die Eigenschaft "Unlinked" haben. Die Datenbausteine werden sonst nur in den Ladespeicher geladen.
4
Nachdem Sie die gewünschten remanenten Bereiche festgelegt haben, können Sie die CPU-Eigenschaften über "OK" verlassen oder noch Änderungen in einem anderen Registern vornehmen.
Tabelle 02
Achtung: Bitte beachten Sie, dass inzwischen C7-Geräte ohne MMC einer Typstreichung unterliegen. Bei allen aktuellen C7-Geräten (C7-613, C7-635 und C7-636) muss eine MMC verwendet werden.
Remanenzverhalten der S7-300 CPU 31x sowie der Komplettgeräte C7-6xx mit MMC
Beschreibung: Das Remanenzverhalten der einzelnen Variablen spielt für den Entwickler schon bei der Programmerstellung eine wichtige Rolle. Der Entwickler hat in seinem Programm meist Variablen, deren Inhalt auch bei NETZ AUS erhalten bleiben soll (remanent) und andere Variablen, die dann auf einen definierten Wert zurückgesetzt werden müssen (nicht remanent). In SIMATIC STEP 7 kann der Entwickler deshalb remanente Operandenbereiche für Daten, Merker; S7-Timer und S7-Zähler konfigurieren, die er dann für remanente Variablen nutzt. In diesem Beitrag wird das Remanenzverhalten der Operandenbereiche bei SIMATIC S7-300 CPUs und C7-Gerätenmit Micro Memory Card (MMC) beschrieben. Das Remanenzverhalten der Operandenbereiche wird für die Zustandswechsel NETZ AUS/EIN, Betriebszustand STOP/RUN und für Urlöschen beschrieben.
Der Beitrag ist in folgende Themenbereiche gegliedert:
Das Remanenzverhalten der Operandenbereiche ist abhängig von:
der CPU
von der Parametrierung in der HW-Konfiguration
der Konfiguration ("Non-Retain" aktiviert/deaktiviert) jedes einzelnen Datenbausteins (die Einstellung ist nicht bei allen CPUs wirksam).
Remanenz bei Datenbausteinen
Betriebszustand STOP/RUN oder NETZ AUS/EIN
Alle Bausteine im Ladespeicher (MMC) bleiben erhalten.
Bei den S7-300-CPUs und bei den C7-Geräten, die die Baustein-Eigenschaft "Non-Retain" nicht unterstützen, sind die DBs standardmäßig immer remanent.
Bei CPUs, die die Baustein-Eigenschaft "Non-Retain" unterstützen, kann das Remanenzverhalten jedes DBs eingestellt werden.
Voraussetzung dazu ist eine Einstellung in STEP 7 ab V5.2 + SP1 durch:
Aktivieren bzw. Deaktivieren der Eigenschaft "Non-Retain" in den Baustein-Eigenschaften des DBs (siehe Tabelle 01)
Erzeugen eines DBs mit SFC 82 "CREA-DBL". Beim Erzeugen eines DBs mittels SFC 82 wird in den Attributen des DBs im Bit 2 festgelegt, ob der DB remanent werden soll oder nicht.
Ist die Eigenschaft "Non-Retain" des Datenbausteins nicht aktiviert, ist der Datenbaustein remanent.
Ist die Eigenschaft "Non-Retain" des Datenbausteins aktiviert, ist der Datenbaustein nicht remanent.
Hinweis:
Bei bestimmten CPUs kann nur ein Teil des Arbeitsspeichers für remanente DBs genutzt werden! Ist der Arbeitsspeicher für remanente Datenbausteine schon voll, dann wird:
vom SFC 82 "CREA-DBL" kein DB mehr erzeugt sondern
über RET_VAL der Fehlercode W#16#80B2 (zu wenig Arbeitsspeicher) zurückgemeldet.
Wie viel Arbeitsspeicher in Ihrer CPU für remanente Datenbausteine genutzt werden kann, finden Sie im Handbuch "S7-300 CPU 31xC und CPU 31x, Technische Daten" mit der Beitrags-ID 12996906 in den Kapiteln 6 und 7.
Ist bei NETZ EIN keine MMC gesteckt, führt die CPU automatisch Urlöschen aus. Dieser Vorgang ist unabhängig vom vorher eingestellten Betriebszustand der CPU.
Urlöschen (MRES)
Alle Bausteine im Ladespeichers (MMC) bleiben erhalten.
Die Daten werden auf die Aktualwerte aus dem Ladespeicher zurückgesetzt. Dies sind die letzten Aktualwerte, die vom PG in die CPU geladen oder mittels SFC84 oder die STEP 7-Funktion "RAM nach ROM kopieren ..." in den Ladespeicher geschrieben wurden.
Hinweis:
Wenn es erforderlich ist, aktuelle Daten zu sichern, müssen diese auf der MMC (Ladespeicher) gespeichert werden. Dazu kann die SFC84 oder die STEP 7-Funktion "RAM nach ROM kopieren ..." genutzt werden. Die Häufigkeit der Schreibzugriffe auf den Ladespeicher sollte nicht zu hoch sein, da eine MMC nur 100.000 Schreibzugriffe erlaubt.
Wie Sie das Remanenzverhalten von Datenbausteinen konfigurieren (nur bei CPUs, die die "Non-Retain"-Eigenschaft unterstützen)
In der Voreinstellung von S7-300 CPUs und C7-Geräten sind alle Datenbausteine remanent. Bei CPUs, die die Eigenschaft "Non-Retain" unterstützen, kann die Remanenz für jeden Datenbaustein auf nicht remanent umgestellt werden. Wie Sie das Remanenzverhalten eines Datenbausteins einstellen, finden Sie in der folgenden Tabelle.
Nr.
Vorgehensweise
1
Markieren Sie den Datenbaustein, bei dem Sie die Eigenschaft "Non-Retain" ändern wollen. Wählen Sie in der Kopfleiste "Bearbeiten > Objekteigenschaften..." oder drücken Sie die Tasten [Alt] + [Return] . Das Fenster "Eigenschaften ..." des Datenbausteins wird nun geöffnet.
Bild 01
2
Wählen Sie im geöffneten Fenster "Eigenschaften..." das Register "Allgemein-Teil 2".
Bild 02
3
Durch das Aktivieren der Option "Non-Retain" ist der Datenbaustein nicht remanent.
Bild 03
Tabelle 01
Achtung:
Das Auswahlfeld für "Non-Retain" ist auch dann anwählbar, wenn Ihre CPU die Datenbaustein-Eigenschaft "Non-Retain" nicht unterstützt, und hat in diesem Fall keine Auswirkung. Ob ihre CPU die Datenbaustein-Eigenschaft "Non-Retain" unterstützt, finden Sie im Handbuch "S7-300 CPU 31xC und CPU 31x, Technische Daten" mit der Beitrags-ID 12996906 im Kapitel 6 und 7, sowie in der Produktinformation A5E00830173-01 im selben Handbuch.
Remanenz bei Merker, S7-Timer und S7-Zähler
Die remanenten Operandenbereiche der Merker, S7-Timer und S7-Zähler können in "HW-Konfig", wie in Tabelle 01 beschrieben, konfiguriert werden.
Betriebszustand STOP/RUN oder NETZ AUS/EIN
Die Operandenbereiche Merker, S7-Timer und S7-Zähler behalten ihre Werte, wenn sie als remanent definiert wurden. Ansonsten verlieren sie die Werte und werden mit "0" initialisiert.
Urlöschen (MRES)
Die Operandenbereiche Merker, S7-Timer und S7-Zähler werden beim Urlöschen gelöscht, egal ob sie als remanent oder nicht remanent definiert wurden .
Ist bei NETZ EIN keine MMC gesteckt, dann führt die CPU automatisch Urlöschen aus. Dieser Vorgang ist unabhängig vom vorher eingestellten Betriebszustand der CPU.
Wie Sie remanente Operandenbereiche für Merker, S7-Timer und S7-Zähler in STEP 7 konfigurieren
In der folgenden Tabelle ist die Vorgehensweise zum Konfigurieren von Remanenzbereichen in einer S7-300 CPU beschrieben:
Nr.
Vorgehensweise
1
Öffnen Sie die Hardwarekonfiguration ihrer S7-300-Station.
Bild 04
2
Doppelklicken Sie auf das Symbol ihrer CPU. Es öffnet sich nun das Fenster "Eigenschaften - CPU 31x ...". Wählen Sie dort das Register "Remanenz".
Bild 05
3
Innerhalb des Registers "Remanenz" können Sie im Bereich "Remanenz" die remanenten Operandenbereiche für
Merker,
S7-Timer und
S7-Zähler
konfigurieren:
Bild 06
4
Nachdem Sie die gewünschten remanenten Bereiche konfiguriert haben, können Sie die CPU-Eigenschaften über "OK" verlassen oder noch Änderungen in einem anderen Register vornehmen.
Tabelle 02
Urlöschen
Die folgende Tabelle fasst die Vorgänge beim Urlöschen kurz zusammen.
Urlöschen bei S7-300 CPUs und C7-Geräten mit MMC
Folgende Elemente werden im Speicher gelöscht:
alle Merker
alle S7-Timer
alle S7-Zähler
Folgende Elemente bleiben erhalten:
der Inhalt des Diagnosepuffers
der Inhalt der MMC (Anwenderprogramm, ...)
die Uhrzeit
der Zustand und der Wert des Betriebsstundenzählers
Verhalten und Abläufe ohne MMC:
Ist bei NETZ EIN keine MMC gesteckt, dann führt die CPU automatisch Urlöschen aus. Dieser Vorgang ist unabhängig vom vorher eingestellten Betriebszustand der CPU.
Ohne MMC bleiben die ursprünglichen MPI-Schnittstellenparameter erhalten.
Ein Betrieb der CPU ohne MMC ist nicht möglich. Man kann aber den Diagnosepuffer noch auslesen.
Abläufe nach dem Urlöschen bei gesteckter MMC:
Wenn eine MMC gesteckt ist, kopiert die CPU im Anschluss an das Urlöschen das Anwenderprogramm und die auf der MMC gespeicherten Systemparameter in den Arbeitsspeicher. Bei Datenbausteinen werden die Aktualwerte aus den Datenbausteinen auf der MMC neu geladen.
Wo in diesen Datenbausteinen auf der MMC keine Aktualwerte vorhanden sind, da werden die Anfangswerte aus dem Ladespeicher geladen.
Mit gesteckter MMC, überprüft die CPU im Anlauf, ob die darauf enthaltenen Daten für sie gültig sind. Ist dies dies der Fall, wird das Programm und die Schnittstellenprojektierung geladen und aktiviert.
Wichtig:
Falls Sie nach dem Urlöschen von ihrem PG/PC mit der CPU (ohne MMC oder mit für sie ungültigen Daten) kommunizieren möchten, haben Sie nur die Möglichkeit diese Kommunikation über die MPI- bzw. MPI/DP- oder PROFINET- (nach Knotentaufe)-Schnittstelle aufzubauen.
Tabelle03
Pufferung der Uhrzeit
Für alle SIMATIC S7-300 CPUs* und C7-Geräten mit Micro Memory Card (MMC) gilt:
Bei NETZ-AUS wird die Uhrzeit üblicherweise für 6 Wochen bei 40 °C Umgebungstemperatur gepuffert.
Nach Ablauf der Pufferungsdauer läuft die Uhr bei Neustart mit der Uhrzeit weiter, bei der NETZ-AUS erfolgte.
Der Betriebsstundenzähler ist remanent, muss aber nach jedem Neustart neu gestartet werden.
*Dies gilt nicht für die CPU 312 und CPU 312C. Diese laufen nach Neustart mit der Uhrzeit weiter bei der NETZ-AUS erfolgte.
Überblick der in einem C7-Komplettgerät integrierten Komponenten
FRAGE:
Welche Komponenten (S7-CPU und HMI-Panel) sind in welchem
C7-Komplettgerät integriert?
ANTWORT:
In beiliegender Datei finden Sie eine Aufstellung der in einem
C7-Komplettgerät enthaltenen Komponenten. Sie können so die in
einem C7-Komplettgerät (mit Bestellnummer) eingesetzte S7-300 CPU
(mit Bestellnummer) und das integrierte HMI-Panel ermitteln.
Zuordnung von S7-300 CPU und HMI-Panel zum C7-Komplettgerät: