Beschreibung Es gibt Anlagen, die im laufenden Betrieb nicht abgeschaltet werden dürfen. Mit Hilfe einer Anlagenänderung im laufenden Betrieb mittels CiR (Configuration in Run) ist es möglich, bestimmte Konfigurationsänderungen im RUN durchzuführen.
Beim Hinzufügen oder Umparametrieren einer Komponente mittels CiR (Configuration in Run) ist zu beachten, dass die Station mit der höchsten PROFIBUS-Adresse:
ein S7-kompatibler DP-Slave (DPS7-Slave) sein muss.
nicht mittels GSD-Datei projektiert sein darf.
Ansonsten wird die mittels CiR hinzugefügte oder umparametrierte Komponente von der CPU nicht parametriert und ist somit nicht betriebsbereit, obwohl diese Station CiR-fähig ist und die CiR-Elemente projektiert sind.
In der Hardware-Konfiguration erkennen Sie, ob ein DP-Slave mittels GSD-Datei projektiert ist. Doppelklicken Sie auf den projektierten DP-Slave, um den Eigenschaftsdialog des DP-Slaves zu öffnen. Im Register "Allgemein" wird der Name der GSD-Datei angezeigt, wenn der DP-Slave mittels GSD-Datei projektiert ist.
Bild 01
Dies gilt für die S7-400 Standard CPUs und PROFINET CPUs bis zu den Firmware-Versionen:
V3.1.4
V4.1.1
V5.3.1
V6.0.2
Die gilt für die hochverfügbaren S7-400 CPUs, wenn Sie als Standard-System S7-400 und nicht H-System S7-400H projektiert sind, bis zu den Firmware-Versionen:
V3.1.5
V4.0.12
V4.5.3
Hinweis Vergeben Sie einem DPS7-Slave, der nicht mittels GSD-Datei projektiert ist, die höchste PROFIBUS-Adresse.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zur Projektierung der Funktion CiR (Configuration in Run) finden Sie im Handbuch "SIMATIC STEP7 V5.5 Anlagenänderung im laufenden Betrieb mittels CiR". Das Handbuch steht Ihnen unter folgender Beitrags-ID als Download zur Verfügung: 45531308.
Was ist zu beachten, wenn ein DP-Slave zeitweise an einem PROFIBUS-DP Netz betrieben wird?
Konfigurationshinweis: Wenn Sie einen DP-Slave zeitweise an einem PROFIBUS-DP Netz betreiben möchten bzw. diesen DP-Slave flexibel an verschiedenen Stellen eines DP-Mastersystems einsetzen möchten, dann gehen Sie nach folgender Anleitung vor:
Projektieren Sie den DP-Slave wie gewohnt in der STEP 7 Hardware-Konfiguration.
Beim Deaktivierungsvorgang ist es irrelevant, ob der DP-Slave während des Auftrags am PROFIBUS angeschlossen ist oder er sich nicht am Bus befindet.
Wenn Sie den DP-Slave trennen möchten, dann deaktivieren Sie den DP-Slave durch einen Aufruf der Systemfunktion SFC12 "D_ACT_DP".
Hinweis:
Ein Programmbeispiel zum Aktivieren und Deaktivieren von DP-Slaves finden Sie unter der Beitrags-ID: 5608020.
Stecken Sie den DP-Slave um und aktivieren Sie den DP-Slave wieder über die Systemfunktion SFC12 "D_ACT_DP".
Wichtig:
Befindet sich der DP-Slave am Leitungsende, dann berücksichtigen Sie die Informationen unter der Beitrags-ID: 2157453.
Wie kann das SIMATIC Field PG am Bussystem angeschlossen werden, um die dezentralen Peripheriegeräte über TCI zu parametrieren und diagnostizieren?
Konfigurationshinweis Ab STEP 7 V5.4 SP2 werden STEP 7-externe Tools (Device Tools) für die Parametrierung und Diagnose dezentraler Peripheriegeräte über die Aufrufschnittstelle Tool Calling Interface (TCI) in STEP 7 eingebunden. Als dezentrale Geräte kommen in Frage:
PROFIBUS DP-V1-Slave
PROFINET IO-Devices
Voraussetzung
Das Device Tool muss die TCI-Spezifikation unterstützen. TCI ist eine Aufrufschnittstelle, die durch die PROFIBUS & PROFINET International (PI) spezifiziert ist. Über die Aufrufschnittstelle TCI können Projektierungsdaten aus dem Engineering Tool an das Device Tool übergeben werden.
Das Device Tool und STEP 7 müssen auf demselben Rechner installiert sein.
Es gibt folgende Möglichkeiten das SIMATIC Field PG an das bestehende System anzuschließen, um die dezentralen Peripheriegeräte über die Aufrufschnittstelle TCI zu parametrieren und diagnostizieren.
SIMATIC Field PG wird am selben Bussystem angeschlossen wie die dezentralen Peripheriegeräte
Bild 01: SIMATIC Field PG und dezentrale Peripheriegeräte im selben Bussystem
SIMATIC Field PG wird nicht am selben Bussystem angeschlossen wie die dezentralen Peripheriegeräte Es ist möglich die dezentralen Peripheriegeräte von einem anderen Bussystem aus über die Aufrufschnittstelle TCI zu parametrieren und diagnostizieren.
Hierbei benötigen Sie ein Datensatzgateway. Folgende Baugruppen unterstützen die Funktion Datensatz-Routing und können somit als Datensatzgateway eingesetzt werden:
Baugruppe
Bestellnummer
Firmware
IE/PB Link
6GK1411-5AB00
6GK1411-5AA00
-
CPU412-2 PN
6ES7412-2EK06-0AB0
ab V6.0
CPU414-3 PN/DP
6ES7414-3EM05-0AB0
ab V5.1
CPU414-3(F) PN/DP
6ES7414-3EM06-0AB0
6ES7414-3FM06-0AB0
ab V6.0
CPU416-3(F) PN/DP
6ES7416-3ER05-0AB0
6ES7416-3FR05-0AB0
ab V5.1
CPU416-3(F) PN/DP
6ES7416-3ES06-0AB0
6ES7416-3FS06-0AB0
ab V6.0
CP443-5 Extended
6GK7443-5DX04-0XE0
ab V3.0
CPU319-3(F) PN/DP
6ES7318-3EL00-0AB0
6ES7318-3FL00-0AB0
ab V2.7
CPU319-3(F) PN/DP
6ES7318-3EL01-0AB0
6ES7318-3FL01-0AB0
ab V3.2
CPU317-2(F) PN/DP
6ES7317-2EK14-0AB0
6ES7317-2FK14-0AB0
ab V3.1
CPU315-2(F) PN/DP
6ES7315-2EH14-0AB0
6ES7315-2FJ14-0AB0
ab V3.1
IM151-8(F) PN/DP CPU mit DP-Mastermodul 6ES7138-4HA00-0AB0
6ES7151-8AB00-0AB0
6ES7151-8FB00-0AB0
ab V2.7
M151-8(F) PN/DP CPU mit DP-Mastermodul 6ES7138-4HA00-0AB0
6ES7151-8AB01-0AB0
6ES7151-8FB01-0AB0
ab V3.2
IM154-8(F) CPU
6ES7154-8AB01
6ES7154-8FB01
ab V3.2
Sie können zum Beispiel vom MPI-Netz oder vom Industrial Ethernet aus über das Datensatzgateway die am PROFIBUS angeschlossenen DP-Slaves parametrieren.
Bild 02: Parametrierung der DP-Slaves von MPI / Industrial Ethernet aus
Welche Möglichkeiten gibt es, um die ET 200-Stationen zu konfigurieren?
Konfigurationshinweis Der Konfigurator "SIMATC Selection Tool" führt Sie bequem, einfach und komfortabel durch die Konfiguration einer ET 200S, ET 200M, ET200pro, ET200eco oder ET 200iSP-Station und unterstützt Sie bei der Auswahl der unterschiedlichen Komponenten sowie des passenden Zubehörs. Als Ergebnis erhalten Sie eine Liste mit Bestellnummern und Mengenangaben als Basis für Ihre Bestellung. Der Konfigurator "SIMATIC Selection Tool" unterstützt Sie auch bei der Einhaltung von Grenzwerten, etwa in Bezug auf Lastströme, Steckplätze oder Parameter.
Das "SIMATIC Selection Tool" finden Sie in der Konfiguratoren-Übersicht der Industry Mall unter Automatisierungstechnik.
FRAGE:
Welchen Mode muss ich am Diagnose-Repeater einstellen, damit der
Organisationsbaustein OB82 aufgerufen wird?
ANTWORT:
Falls der Diagnose-Repeater an einer S7-CPU mit DPV1-Mode
betrieben wird, ist in STEP 7 dennoch der DP-Alarm-Mode des
Repeaters auf DPV0 einzustellen. Damit wird in der S7-CPU weiterhin
der Diagnosealarm-OB (OB82) aufgerufen.
Im Register "Parametrieren" der Objekteigenschaften des
Diagnose-Repeaters können Sie den "DP-Alarm-Mode" einstellen.
Bei Auswahl des DPV1-Mode wird bei Diagnoseereignissen der
Diagnosealarm-OB (OB82) in der S7-Steuerung nicht
aufgerufen. Es wird deshalb empfohlen, die Voreinstellung DPV0
beizubehalten.
Hinweis:
Weitere Hinweise zur Konfiguration finden Sie im Kapitel 6
"Inbetriebnehmen" des Handbuches "SIMATIC Diagnose-Repeater für
PROFIBUS-DP" unter der Beitrags-ID: 7915183.
FRAGE:
Wo und wie werden die von STEP 7 berechneten Buszeiten
korrigiert?
ANTWORT:
Wenn Sie in Ihrer Hardwarekonfiguration von STEP 7 die PROFIBUS
DP/PA-Link Anschaltungen projektieren, kann es unter Umständen
erforderlich sein, dass Sie die berechneten Buszeiten nachträglich
korrigieren müssen. Es handelt sich hier um die
Anschaltungsbaugruppen IM157 (MLFB: 6ES7 157-0AA81-0XA0, 6ES7
157-0AA80-0XA0 und 6ES7 157-0AA00-0XA0). Auch Konfigurationen mit
mehr als fünf DP/PA-Links sollten diesbezüglich untersucht
werden.
Markieren Sie die Anschaltungsbaugruppe mit dem Cursor in der
Hardwarekonfiguration von STEP 7 und öffnen Sie über "rechte
Maustaste > Objekteigenschaften" das folgende Dialogfenster:
Bild 1: Dialogfenster für die Eigenschaften des DP Slave
In der Maske "DP Slave Eigenschaften" betätigen Sie bitte die
Schaltfläche "PROFIBUS". Sie gelangen dann in die Maske "PROFIBUS
Schnittstelle IM157".
Bild 2: Dialogfenster für die Eigenschaften der IM 157
Über die Schaltfläche "Eigenschaften" gelangen Sie in die Maske
"Eigenschaften-PROFIBUS". Wählen Sie hier bitte das Register
"Netzeinstellungen" und stellen das Profil auf
"Benutzerdefiniert".
Bild 3: Dialogfenster Eigenschaften des PROFIBUS
Anschließend betätigen Sie die Schaltfläche "Busparameter" und
erhöhen hier in der Maske "Busparameter" den Wert für die Ttr
(Target-Rotation-Time).
Bild 4: Einstellung der Busparameter
Wir empfehlen Ihnen, die Ttr (Target-Rotation-Time) nach
folgender Formel zu berechnen:
n := Anzahl aller Ein- und Ausgangsbytes am jeweiligen
PROFIBUS PA-Strang;
k := Anzahl der DP/PA-Links am PROFIBUS-Strang. Bei
H-Systemen entspricht k der Anzahl der Slaves an einem Strang, auch
wenn der Slave zwei Anschlüsse hat.
Beachten Sie bitte auch, dass sich die Erhöhung der Ttr
(Target-Rotation-Time) auf die DP-Umschaltzeit und auf die
DP-Fehlererkennungszeit der SIMATIC H-Station auswirkt.
Wenn Sie die Ttr ändern, müssen Sie im gleichen
Verhältnis auch die Ansprechüberwachung ändern.
FRAGE:
Womit und wie konfiguriere ich die Hardware für eine PROFIBUS-DP
Master/Slave Kommunikation?
ANTWORT:
Grundsätzlich haben Sie zwei Möglichkeiten eine PROFIBUS-DP
Master-Slave-Kommunikation zu projektieren. Sie können dazu
entweder COM PROFIBUS oder STEP 7 verwenden. Beide
Projektierungswerkzeuge stellen ein umfangreiches Gerätespektrum an
DP-Master und -Slaves zur Verfügung. Sollte Ihr Slave nicht
verfügbar sein, dann können Sie über eine GSD-Datei diesen Slave in
den Hardwarekatalog beider Werkzeuge aufnehmen. Sie können die
GSD-Dateien über die Internet-Seiten des Customer Supports
unter
"Automatisierungssysteme > SIMATIC Dezentrale Peripherie >
GSD-Dateien" im Register "Download" beziehen.
Hinweis: PROFIBUS-DP Master-Geräte können über
diesen Weg nicht nachträglich hinzugefügt werden. Hierzu
müssen Sie immer die aktuelle STEP 7 oder COM PROFIBUS Version
installieren.
Ausführlichere Informationen bekommen Sie im Handbuch "Hardware
konfigurieren und Verbindungen projektieren mit STEP 7 V5.3" unter
der Beitrags-ID: 18652631. Hier finden Sie wichtige Hinweise zur
Projektierung von PROFIBUS-DP Netzen. Weiterhin bekommen Sie
detaillierte Informationen zu Ihrem DP-Slave auf den
Internet-Seiten des Customer Supports unter:
"Automatisierungssysteme > SIMATIC Dezentrale Peripherie >
/Ihr DP-Slave/" im Register "Handbücher/BA".
Suchbegriffe:
Hardwareprojektierung, Systemausbau
Welche Randbedingungen muss ich bei der Adressvergabe von Peripheriebaugruppen (zentral oder dezentral) an eine S7-CPU beachten?
Konfigurationshinweis: Bei der Adressvergabe in der Hardwarekonfiguration ist zu beachten, dass ein angelegter Datenbereich (z.B. ein Doppelwort) nicht auf der Grenze des Prozessabbildes projektiert werden darf (d.h. ein Teil des Bereiches innerhalb und der restliche Teil dieses Bereiches außerhalb des Prozessabbildes).
Beispiel:
Wenn Sie bei einem Prozessabbild mit 256 Byte Größe (Adressbereich 0 bis 255) ein Eingangsdoppelwort auf die Adressen 254 bis 257 projektieren, dann müssen Sie die Größe des Prozessabbilds (einstellbar in den Eigenschaften der CPU) anpassen.
Bild 01
Bild 02
Die folgende Tabelle zeigt eine Aufstellung der S7-CPUs, die ein variabel einstellbares Prozessabbild haben:
S7-300 CPU
Bestell-Nummer
Einschränkung
IM154-8 CPU
6ES7 154-8AB00-0AB0
ab Firmware-Version 2.5
CPU 315-2 PN/DP
6ES7 315-2EH13-0AB0
ab Firmware-Version 2.5
CPU 317-2
6ES7 317-2AJ10-0AB0
ab Firmware-Version 2.5
CPU 317-2 PN/DP
6ES7 317-2EK13-0AB0
ab Firmware-Version 2.3
CPU 317-2 PN/DP
6ES7 317-2EJ10-0AB0
ab Firmware-Version 2.3
CPU 318-2 DP
6ES7 318-2AJ00-0AB0
-
CPU 319-3 PN/DP
6ES7318-3EL00-0AB0
-
S7-400 CPU
Bestell-Nummer
Einschränkung
CPU 4xx..
6ES7 41..
ab Firmware-Version 1.1
CPU 416-2
6ES7 416-2XK00-0AB0
nur Selektion zwischen
512 und 1024 Bytes möglich
6ES7 416-2XK01-0AB0
6ES7 416-2XL00-0AB0
6ES7 416-2XL01-0AB0
Hinweis:
Ab STEP 7 V5.3 wird dies in der Projektierung der E/A-Adressen überprüft und ggf. eine Fehlermeldung ausgegeben.
Fehlermeldung "Die eingegebene Adresse ist ungültig": Wird der Adressbereich einer Baugruppe so eingestellt, dass die Adressen teilweise innerhalb und teilweise außerhalb des Prozessabbildes liegen würden, so wird die Adressierung mit der folgenden Meldung abgewiesen:
Bild 03
Abhilfe: Korrigieren Sie in diesem Fall die Adresse der Baugruppe oder den Bereich des Prozessabbildes so, dass der Adressbereich entweder vollständig innerhalb oder vollständig außerhalb des Prozessabbilds liegt.
Fehlermeldung (13:4919):
Wird hingegen zunächst eine gültige Adresse für die E/A-Baugruppe projektiert, und anschließend die Größe des Prozessabbildes der CPU geändert, so wird beim "Speichern und übersetzen" der Konfiguration gemeldet, dass die Systemdaten nicht erzeugt werden konnten; nach einem Klick auf "Details..." erscheinen folgende Erläuterungen:
Bild 04
Abhilfe:
Wählen Sie durch einen Klick auf "Gehe zu" die Baugruppe an und korrigieren Sie die Adresse so, dass der Adressbereich entweder vollständig innerhalb oder vollständig außerhalb des Prozessabbilds liegt, oder korrigieren Sie die Größe des Prozessabbildes.
FRAGE:
Kann ich die S7-CPU so parametrieren, dass sie das zyklische Programm erst nach Fertigmeldung aller DP-Teilnehmer startet?
ANTWORT:
Eine S7-CPU geht immer in RUN, wenn im Hochlauf alle PROFIBUS-Teilnehmer erkannt werden. Erst wenn die CPU im RUN ist, wird OB1 (zyklisches Anwenderprogramm) durchlaufen.
Falls Sie PROFIBUS-Teilnehmer einsetzen, die zum Zeitpunkt des Hochlaufs der CPU noch nicht angelaufen oder nicht vorhanden sind, reagiert die CPU abhängig von der Einstellung Anlauf bei Sollausbau ungleich Istausbau in den Parametern der CPU.
Damit die CPU nicht in STOP geht, wenn ein Slave fehlt, muss Anlauf bei Sollausbau ungleich Istausbau angewählt werden.
Das zyklische Programm (OB 1) ist solange zu verriegeln, bis die BF-LED der CPU erloschen ist.
Der Zustand der BF-LED kann über die SZL-ID xy19 mittels SFC 51 "RDSYSST" ausgelesen werden. Über eine programmierte Schleife in den Anlauf-OBs (OB 100, OB 101 und OB 102) kann so die zyklische Bearbeitung bis zur Fertigmeldung aller PROFIBUS-Teilnehmer verhindert werden.
Informationen zur SFC 51 hierzu finden Sie im Handbuch "Systemsoftware für S7-300/400 System- und Standardfunktionen " unter Beitrags-ID: 1214574 oder in der Dokumentation von STEP 7 über Start > SIMATIC > Dokumentation.
Im folgenden Beispielprojekt finden Sie eine fertige Hardware-Konfiguration mit der oben beschriebenen Prozedur im Anwenderprogramm.
Kopieren Sie die Datei "DP_Anlauf.exe" in ein separates Verzeichnis und starten Sie die Datei anschließend per Doppelklick. Das mit STEP 7 V5.3 SP1 erstellte Projekt wird jetzt mit allen dazugehörigen Unterverzeichnissen entpackt. Anschließend können Sie das entpackte Projekt mit dem SIMATIC Manager öffnen und bearbeiten.
Welche Parameter müssen bei der Planung eines elektrischen Netzes berücksichtigt werden?
die für die Aufgabe erforderliche Übertragungsgeschwindigkeit (in einem Netz kann nur eine einheitliche Überragungsgeschwindigkeit verwendet werden).
die erforderliche Anzahl von Teilnehmern.
die Art der erforderlichen Netzkomponenten (Busterminals, Busanschlußstecker, Steckleitungen).
die Busleitung, die verwendet werden sollen.
die gewünschten Segmentlängen.
die elektromagnetische und mechanische Umgebung der Leitungen/Kabel (z.B. Überspannungsschutzmaßnahmen, Kabeltrassen).
die Anzahl der RS 485-Repeater zwischen zwei beliebigen Endgeräten ist auf max. 9 begrenzt.
bei ausgedehnten Strukturen mit Repeatern kommt es zu größeren Übertragungszeiten, die ggf. bei der Netzprojektierung berücksichtigt werden müssen.
Projektierung elektrischer Netze mit RS 485-Repeater:
Zur Vergrößerung der Anzahl der Teilnehmer (>32) in einem Netz oder zur Vergrößerung der Leitungslänge zwischen zwei Teilnehmern lassen sich Segmente mittels RS 485-Repeater zu einem Netz verbinden. Bild T-1 zeigt eine mögliche Kombinationen mehrerer Segmente mittels Repeater zu einem Netz.
Die RS 485-Repeater unterstützen alle Übertragungsgeschwindigkeiten von 9,6 kBit/s bis 12 MBit/s.
Bild T-1 ( 1 Abschlusswiderstand eingeschaltet )
Bei der Projektierung eines elektrischen Netzes mit RS 485-Repeatern sind folgende Randbedingungen zu beachten:
Die für eine Übertragungsgeschwindigkeit vorgegebene maximale Segmentlänge ist einzuhalten.
Die maximale Anzahl von Buskopplungen (Teilnehmer, RS 485-Repeater, OLM) an einem Segment ist auf 32 begrenzt. Weitere Einschränkungen können sich bei der Übertragungsgeschwindigkeit von 1,5 MBit/s ergeben.
Die maximale Anzahl der Teilnehmer in einem Netz ist auf 127 begrenzt.
Es dürfen maximal 9 RS 485-Repeater zwischen zwei Teilnehmern installiert sein.
Telegrammlaufzeit:
Die Systemreaktionszeit eines PROFIBUS-Netzes hängt entscheidend ab von
der Systemausprägung (Mono-oder Multi-Master-System)
der maximalen Reaktionszeit der einzelnen Busteilnehmer
der zu übertragenden Datenmenge
der Buskonfiguration (Topologie, Leitungslängen, aktive Netzkomponenten)
Die Anpassung der Busparameter an das jeweilige PROFIBUS-Netz (Projektierung) erfolgt mit Projektiersoftware wie z.B. COM PROFIBUS oder STEP 7.
Aufgrund von Telegrammverzögerungen durch Leitungen und Netzkomponenten sowie durch Überwachungsmechanismen in den Netzkomponenten muss bei der Projektierung der PROFIBUS-Netzparameter "Slotzeit" an die Netzausdehnung, an die Netztopologie sowie die Übertragungsgeschwindigkeit angepasst werden.
Weitere Informationen erhalten Sie im Handbuch unter der Beitrags ID 1971286
Wie kann ich mit STEP 7 die Buszykluszeit am PROFIBUS-DP berechnen?
Beschreibung:
In STEP 7 kann in einem reinen PROFIBUS-DP-Netz nur eine
durchschnittliche Buszykluszeit berechnet werden. In einem reinen
PROFIBUS-DP-Netz kann die Buszykluszeit mit dem Wert "Ttr
typisch" gleichgesetzt werden. Gehen Sie bitte wie folgt
vor, um diesen Wert für Ihre Anlage zu ermitteln:
Fügen Sie Ihre Sollkonfiguration in die HW Konfiguration von
STEP 7 ein.
Doppelklicken Sie auf einen Teilnehmer.
In der Lasche "Allgemein" klicken Sie bitte auf die
Schaltfläche "PROFIBUS", um die Eigenschaften der Schnittstelle zu
öffnen.
Klicken Sie nun in der Lasche "Parameter" auf die Schaltfläche
"Eigenschaften", um die Eigenschaften des Subnetzes zu
öffnen..
In der Lasche "Netzeinstellungen" finden Sie dann unter
"Busparameter" den berechneten Wert bei "Ttr.
typisch".
Die Buszykluszeit wird limitiert durch den Wert "Ttr". Eine
Änderung der Konfiguration bzw. zusätzliche Teilnehmer - wie z. B.
ein PG - ändert auch die Werte "Ttr typisch" und "Ttr".
Hinweis:
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch unter
Beitrags-ID 21178141 - "System Utilities: Praxisgerechte
Simulation von DP- Konfigurationen: Ermittlung der DP-
Reaktionszeit und der DP- Buszykluszeit für typische
Konfigurationen am PROFIBUS DP ".