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S7-SCL -- S7-Programm erstellen -- Adressieren von Variablen und Datenstrukturen 
Wie kann in S7-SCL indiziert auf ein Array zugegriffen werden? 
Wie können die ANY-Parameter für die SFC14 und die SFC15 in S7-SCL programmiert werden? 
Wie kann in S7-SCL eine globale Konstante definiert werden? 
Wie können Zeichenketten (STRINGs) in S7-SCL bearbeitet, verglichen oder in andere Datentypen umgewandelt werden? 
Wie kann der Verwaltungs- und Byteanteil eines Strings mit dem S7-SCL-Schlüsselwort "AT" ausgelesen werden? 
Wie kann in S7-SCL auf die einzelnen Elemente einer Variablen vom Datentyp BYTE, WORD oder DWORD zugegriffen werden? 
Wie kann in S7-SCL mit Hilfe der AT-Funktion ein ANY Pointer zusammengestellt werden? 

Wie kann in S7-SCL indiziert auf ein Array zugegriffen werden?zum Beginn
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Beschreibung:
In S7-SCL können Sie indiziert auf ein Array zugreifen. Hierbei kann der Index auch als Variable vom Typ Integer angegeben werden (im Gegensatz zu STEP 7 - AWL). Im Bild 01 ist ein Beispiel dargestellt.


Bild 01

Suchbegriffe:
Indizes

Wie können die ANY-Parameter für die SFC14 und die SFC15 in S7-SCL programmiert werden?zum Beginn
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Anleitung:
In S7-SCL und im KOP/AWL/FUP-Editor ist es nicht möglich, eine Variable vom Datentyp ANY in einem UDT oder in einem DB zu deklarieren, da die ANY-Variable ein Parametertyp ist. Sie können jedoch eine ANY-Variable als temporäre Variable deklarieren.

Beim Aufruf der SFC14 oder der SFC15 muss der Nutzdatenbereich, der über die ANY-Variable "RECORD" parametriert wird, genauso lang sein, wie bei der Projektierung der Baugruppe in der HW-Konfig definiert wurde (z.B. 3 Bytes). Deshalb ist es empfehlenswert diese Bausteine in AWL aufzurufen, um den ANY Pointer bytegenau angeben zu können (z.B. DB100.DBX0.0 BYTE 3). Wenn Sie in S7-SCL oder im KOP/AWL/FUP-Editor bei symbolischer Programmierung  einem Bausteinparameter vom Datentyp ANY ein STRUCT oder ARRAY übergeben, wird vom Compiler der passende ANY Pointer übergeben. 

Wenn Sie die SFC14 oder die SFC15 direkt aufrufen und den Parameter "RECORD" über eine Variable vom Typ "STRUCT" oder "ARRAY" symbolisch versorgen, meldet die SFC14/15 den Fehlercode 80B1, wenn die projektierte Byteanzahl des Slaves ungerade ist.

Verursacht wird das Verhalten, dass STRUCT und ARRAYs in STEP 7 immer auf Wortgrenzen im Speicher abgelegt sind, also immer eine gerade Anzahl von Byte belegen.

Wenn Sie die SFC14 oder die SFC15 in S7-SCL aufrufen und den ANY Pointer dynamisch versorgen wollen, empfehlen wir Ihnen das Schlüsselwort "AT" in S7-SCL zu verwenden ("Deklarieren von Sichten auf Variablenbereiche").


Bild 01

Programmbeschreibung:
Die Funktion "CALL_SFC14_15" versorgt wahlweise die SFC14 zum Lesen und die SFC15 zum Schreiben konsistenter Daten eines DP-Normslaves. In einem Datenbaustein "DB_Number" ab der Byte-Adresse "DB_Byte_Adr" werden die Daten abgelegt. Die Anzahl der Bytes "BYTE_COUNT" muss die gleiche Länge aufweisen, die Sie für die ausgewählte Baugruppe mit STEP 7 projektiert haben. Wenn der Parameter "SFC15_Select" den Signalzustand "1" (True) hat, werden die Daten mit der SFC15 zum Slave übertragen, und mit Signalzustand "0" (False) mit der SFC14 gelesen. Der Parameter "LADDR" und der Rückgabewert "RET_VAL" sind in der STEP 7 Onlinehilfe zur SFC14/15 beschrieben.

Hinweis zum Kopieren von Datenbereichen mit selbst erstellten Funktionen:
Es ist nicht möglich, mit einer selbst erstellten Funktion einschließlich zwei Indexvariablen z.B. in der Form "WORD_TO_BLOCK_DB(DBNr).DBB[Index]" Datenbereiche zu kopieren, oder indiziert auf Datenbytes eines Datenbausteins zuzugreifen. Der Hintergrund ist, dass hier sowohl die Datenbaustein-Nummer als auch die Adresse innerhalb des Datenbausteins erst zur Laufzeit zugeordnet werden. Dies ist systembedingt nicht möglich.

Download:
Der beigefügte Download enthält ein STEP 7 Projekt mit der oben beschriebenen S7-SCL-Funktion FC10. Kopieren Sie die Datei "ANY_SCL.zip" in ein separates Verzeichnis und starten Sie die Datei anschließend per Doppelklick. Das STEP 7 V5.4 Projekt wird jetzt automatisch mit allen dazugehörigen Unterverzeichnissen entpackt. Anschließend können Sie das entpackte Projekt mit dem SIMATIC Manager öffnen und bearbeiten.

In dem STEP 7 Projekt sind die zwei gleichen S7-Programme enthalten:

  • "S7-Prog_d" enthält die S7-SCL-Funktion mit den deutschen Kommentaren
  • "S7-Prog_e" enthält die S7-SCL-Funktion mit den englischen Kommentaren

ANY_SCL.zip ( 48 KB )

Weitere Informationen:
Weitere Informationen zum Aufbau eines ANY-Pointers mit der AT-Funktion in S7-SCL finden Sie unter der Beitrags-ID: 21946854.

Suchbegriffe:
ANY-Pointer

 

Wie kann in S7-SCL eine globale Konstante definiert werden?zum Beginn
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Beschreibung
Mit S7-SCL können Sie keine globalen Konstanten definiert werden.

Abhilfe
Legen Sie in der Symboltabelle von STEP 7 Merkerwörter oder Doppelwörter mit den entsprechenden Datentypen an. Weisen Sie diesen Merkerbereichen im Programm einen festen Wert zu. Die Merkerdatenbereiche können dann projektweit mit symbolischer Adressierung und den fest zugewiesenen Werten eingesetzt werden, d.h. auch in S7-SCL.

Im Bild 01 ist die Variable "Global_Const" in der Symboltabelle mit der Adresse "MW50" und als Datentyp "INT" definiert. Eine Wertzuweisung mit den Lade- und Transferbefehlen erfolgt im OB1. Damit kann diese Variable innerhalb des Projektes und in der S7-SCL-Quelle eingesetzt werden.


Bild 01

Wie können Zeichenketten (STRINGs) in S7-SCL bearbeitet, verglichen oder in andere Datentypen umgewandelt werden?zum Beginn
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Vorgehensweise
In diesem Beitrag werden die folgenden Themen beschrieben:

Lesender/Schreibender Direktzugriff auf ein Zeichen einer STRING-Variablen
Sie können nicht auf ein einzelnes Element einer Zeichenkette zugreifen, etwa in der Form: MB10 = str[5]. Bild 01 zeigt ein Beispiel, wie mit der IEC Funktion FC26 "MID" und den Konvertierungsfunktionen "STRING_TO_CHAR" und "CHAR_TO_BYTE" auf ein STRING-Element zugegriffen werden kann.


Bild 01

Die Parameter bedeuten hierbei:

  • IN:  Eingangsvariable im Format STRING.
  • L:  Länge der Zeichenkette ab Position P einschließlich des Zeichens an Position P (Datentyp: INT).
  • P:  Position des ersten Zeichens (Datentyp: INT).
  • RET_VAL:  Ausgangsvariable im Format STRING.

Bearbeiten, Vergleichen und Datentypumwandlung
Die nachstehende PDF-Datei enthält einige Beispiele und Beschreibungen der IEC-Standardfunktionen für die Bearbeitung von Zeichenketten in S7-SCL:

S7_SCL_String_Parameterzuweisung_d ( 111 KB )

Beispiel für die Programmierung eines STRING-Vergleichs in einer Funktion
Die Parameter bei einer FC werden immer als Adresse auf Parametern weitergegeben. Da die Adresse des STRINGs in der FC auf einen Speicherplatz im Aufrufer zeigt, würde beim Aufruf der Vergleichsfunktion eine ungültige Adresse weitergegeben werden. Beim FB liegen die STRINGs im Instanz-DB, wo die Adressen immer gültig sind. Für einen STRING-Vergleich in einer Funktion müssen die Daten aus den IN-, OUT- und IN_OUT-Parametern für die weitere Bearbeitung zuerst auf temporäre Variablen kopiert werden, ansonsten wird die Übersetzung mit der Meldung "Parameterzuweisung nicht korrekt" abgebrochen.

Bild 02 zeigt einen STRING-Vergleich mit einer Funktion (FC) in S7-SCL. Zum Zeitpunkt des Aufrufes der Vergleichsfunktion (<>) werden die Variablen string1 und string2 nicht mehr gefunden, wenn diese nicht beim Aufruf der Funktion in eine temporäre Variable der Funktion geladen werden.


Bild 02

Diese Zwischensicherung in TEMP-Variablen führt allerdings sehr schnell zu einem großen Lokaldatenbedarf und ist deshalb bei wenigen STRING-Variablen geeignet. Werden mehrere STRING-Variablen benötigt, können auch DB-Variablen als Zwischenspeicher verwendet werden. Im Bild 03 werden die Inputvariablen in einem Datenbaustein DB100 zwischen gespeichert.


Bild 03

Suchbegriffe:
Meldung 15:4099, Fehlermeldung, Temporär, Pointer

Wie kann der Verwaltungs- und Byteanteil eines Strings mit dem S7-SCL-Schlüsselwort "AT" ausgelesen werden?zum Beginn
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Anleitung:
Bei einigen Datenkommunikationsaufgaben, wie z.B. der Übertragung von Daten mit variabler Telegrammlänge über das TCP Protokoll - siehe Beitrags-ID: 19033929, kann es erforderlich sein, den Verwaltungs- und Byteanteil eines STRING aufzutrennen. Hierzu kann das S7-SCL-Schlüsselwort AT verwendet werden.

Der Datentyp STRING repräsentiert eine Zeichenkette, bestehend aus bis zu 254 Zeichen. Eine Variable mit dem Datentyp STRING ist maximal 256 Zeichen lang. Beim Anlegen der Variablen wird deren maximale Länge festgelegt. Bei der Vorbelegung bzw. beim Bearbeiten der Zeichenkette wird die aktuelle Länge (die tatsächlich benutzte Länge der Zeichenkette) eingetragen. Im ersten Byte der Zeichenkette steht die maximale und im zweiten Byte die aktuelle Länge. Danach folgen die Zeichen im ASCII-Format. Bild T1-01 zeigt den Aufbau des Datentyps STRING.


Bild 01

Hinweis:
Weitere Informationen zum Format des Datentyp STRING finden Sie auch in der Online-Hilfe von STEP 7 unter:

  • "Format des Datentyps STRING".

Weitere Informationen zum Schlüsselwort AT finden Sie in der Hilfe zu S7-SCL unter:

  • Deklarieren von Sichten auf Variablenbereiche.

In S7-SCL ist das Schlüsselwort "AT" eine Definition von Sichten auf eine Variable oder Bereiche innerhalb dieser Variable. Wir empfehlen Ihnen anstatt eines globalen Datenbausteins hier eine statische Variable eines Funktionsbausteins zu verwenden. Diese Variable z.B. ABC vom Typ "STRING" können Sie dann symbolisch ansprechen.

Mit der S7-SCL Anweisung AT legen Sie eine Schablone über die STRING-Variable ABC. Wie im Bild T1-01 dargestellt, besteht der Datentyp STRING aus 256 Byte. In Byte 1 und Byte 2 sind die maximale und aktuelle Länge der Zeichenkette eingetragen. Im Beispielprogramm in Bild T1-02 sind die maximale Länge im Byte "String_maximal" und die aktuelle Länge im Byte "String_actual" enthalten. Die bis zu 254 Zeichen der Zeichenkette werden über das Feld JKL: ARRAY[1..254] OF BYTE definiert.

Den Byteanteil können Sie nun über die Variable DEF.JKL ansprechen, z.B. für das dritte Byte der Zeichenkette ABC und somit das erste Zeichen der Zeichenkette. Bild T1-02 enthält ein S7-SCL-Programm für das Auslesen der Byte-Anteile des Datentyp STRING.

  • DEF.JKL[1]:= MB1


Bild 02

Suchbegriffe:
Filter
Filterung
Datentypen von Variablen
Sichten auf Variablen


Wie kann in S7-SCL auf die einzelnen Elemente einer Variablen vom Datentyp BYTE, WORD oder DWORD zugegriffen werden?zum Beginn
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Anleitung
Ab der S7-SCL Version 5.1 können Sie über die Funktion "AT" auf die einzelnen Elemente oder auf Bereiche einer Variablen zugreifen. Wenn Sie Sichten auf Variablenbereiche definieren, können Sie z.B.

  • einzelne Bits einer Variablen vom Datentyp Byte, Word oder DWord,
  • einzelne Bytes einer Variablen vom Datentyp Word oder DWord,
  • die einzelnen Words einer Variablen vom Datentyp DWord

beschreiben oder lesen. Die AT-Spracheigenschaft wird überwiegend bei den INPUT-, OUTPUT- und Lokalvariablen verwendet. Bild 01 enthält ein Beispiel für den Zugriff auf die einzelnen Bits einer Byte-Variablen.

 
Bild 01

In diesem S7-SCL-Beispielprogramm werden mehrere Sichten auf einen Eingangsparameter realisiert. Wird der FB40 in einem Baustein aufgerufen, so können die Parameter "MainVarByte", "X2" und "X5" mit den Ein- und Ausgangsvariablen parametriert werden. Der Parameter "FilterVar" erscheint aber nicht im aufrufenden Baustein. Die Variable "MainVarByte" wird von der Variablen "FilterVar" in 8 boolesche Werte gesplittet. Beachten Sie auch die Hinweise aus der S7-SCL-Onlinehilfe, unter "Deklarieren von Sichten auf Variablenbereiche".
 
    Datentyp der Sicht: Datentyp der Variablen:
      Elementar Zusammengesetzt ANY/Pointer
FB Deklaration einer Sicht in
VAR, VAR_TEMP,
VAR_IN,
oder VAR_OUT
Elementar
Zusammengesetzt
ANY/Pointer
X
X
 
X
X
X1)

X1)
 
  Deklaration einer Sicht in
VAR_IN_OUT
Elementar
Zusammengesetzt
ANY/Pointer
X

 

X
 
 
FC Deklaration einer Sicht in
VAR oder VAR_TEMP
Elementar
Zusammengesetzt
ANY/Pointer
X
X
 
X
X
X

X
 
  Deklaration einer Sicht in
VAR_IN, VAR_OUT oder
VAR_IN_OUT
Elementar
Zusammengesetzt
ANY/Pointer
X

 

X
 
 
Tabelle 01

1)Der ANY-Pointer ist in dem Variablenbereich "VAR_OUT" bei Funktionsbausteinen nicht erlaubtund das oben beschriebene Beispiel kann auch nicht für die Variablen aus dem Bereich "VAR_IN" und "VAR_OUT" in FCs angewendet werden.

Bild 02 zeigt ein Beispiel für das Kopieren von zwei Eingangsvariablen (Datentyp Word) in eine Ausgangsvariable (Datentyp: DWord). Der Speicherbereich der beiden Eingangsvariablen "A_word" und "B_word" wird in die Ausgangsvariable "C_dword" kopiert.


Bild 02

Die Daten aus der Variable "A_word" werden in das niederwertige Wort und die Daten aus der Variable "B_word" werden in das höherwertige Wort der Ausgangsvariable "C_dword" geschrieben.
 

C_dword

Höherwertiges Byte Niederwertiges Byte Höherwertiges Byte Niederwertiges Byte

Höherwertiges Wort ("C_dwort.B_high")

Niederwertiges Wort (C_dword.A_low")

Tabelle 02

Das obige Beispiel ist auch auf BYTE-Variablen anwendbar, die in eine WORD-Variable kopiert werden sollen.

Hinweis
Eine Struktur bestehend aus 8 booleschen Variablen können Sie nicht als Sicht auf eine Variable vom Datentyp "Byte" definieren. Da die Variablen vom Datentyp "STRUCT" an einer WORD-Grenze beginnen und enden, kann eine Struktur nicht als Sicht für ein einzelnes Byte verwendet werden.

Abhilfe
Definieren Sie als Sicht ein Array of Bool mit 8 Elementen, anstelle der Struktur mit den bestehenden 8 booleschen Variablen. So können Sie mit Hilfe der Sicht indiziert auf die einzelnen Bits zugreifen.
 
Variablendeklaration: Bemerkung:
ByteVar: Byte;
BoolVar AT ByteVar: STRUCT
  BoolVar_1:= BOOL;
  BoolVar_2:= BOOL;
Falsch!
Fehlermeldung während der Übersetzung: "Der Typ der Sicht ist nicht mit dem Typ der Variablen verträglich"
ByteVar: BYTE;
BoolVar AT ByteVar: ARRAY[0 .. 7] OF BOOL;
Richtig!
(Beispiel wie im Bild 01)
Tabelle 03

Diese Einschränkung gilt nicht für Variablen vom Datentyp Word oder DWord.

Erstellumgebung
Bilder in diesem FAQ sind mit dem Produkt S7-SCL Version 5.3 erstellt worden.

Wie kann in S7-SCL mit Hilfe der AT-Funktion ein ANY Pointer zusammengestellt werden?zum Beginn
Bestellnummer:

Anleitung
In S7-SCL können Sie mit dem AT-Befehl weitere Sichten auf deklarierte Variablen definieren. Die beiden folgenden Beispiele beschreiben die Deklaration der Komponenten für den ANY-Pointer, das Anlegen des ANY-Pointers und die Parametrierung des SFC20 (BLKMOV) zum Kopieren der Daten vom DB6 zum DB7.

In der nachstehenden Tabelle ist die Vorgehensweise beschrieben, wie Sie einen ANY-Pointer in einer Funktion definieren können:
 
Nr. Vorgehensweise
1 STEP 7 speichert die Daten des Parametertyps ANY in 10 Bytes. Hierzu müssen Sie eine strukturierte Variable definieren, die die Parametertypen wie "Datentyp", "Wiederholfaktor", "DB-Nummer" sowie die Byte- und Bitadresse zum Aufbau des ANY-Pointers enthalten. Bild 01 zeigt hier ein Beispiel der Deklaration der beiden strukturierten Variablen "Test1" und "Test2" innerhalb des FCs.


Bild 01

2 Mit der S7-SCL Anweisung AT legen Sie eine Schablone über die strukturierte Variable "Test1" bzw. "Test2" und für die hierzu definierte Variable, z.B. "pAny_source" deklarieren Sie vom Typ "ANY". Somit haben Sie mit der Anweisung
  • "pAny_source AT Test1: ANY;"

einen ANY-Pointer definiert.

3 Nun müssen Sie mit den strukturierten Anweisungen wie im Bild 01 den ANY-Pointer vorbelegen. Die folgenden Anweisungen entsprechen dem Aufbau des ANY-Pointers "P#DB6.DBX0.0 Byte 10":
  • "Test1.Any_id:= 16#10;"  //Hex für die Syntax-ID
  • "Test1.Source_DataType:= 16#02;"  //für Datentyp Byte
  • "Test1.Source_Lenght:= 16#0A;"  //Länge hier 10 Byte
  • "Test1.Source_DB_Nummer:= 16#06;"  //für DB6
  • "Test1.Source_Byte_Pointer:= dw#16#84000000;"  //Byte- und Bitadresse des Datenbausteins
4 Parametrieren Sie die ANY-Parameter des SFC20 (BLKMOV) mit den definierten ANY-Variablen "pAny_source" und "pAny_destin" (Bild 01), z.B.
  • "erg:= SFC20(srcblk:= pAny_source, dstblk:= pAny_destin)";

Die Variable "erg" vom Typ INT entspricht den Rückgabewert (RET_VAL) der Funktion.

In der nachstehenden Tabelle ist die Vorgehensweise beschrieben, wie Sie einen ANY-Pointer in einem UDT definieren können:
 
Nr. Vorgehensweise
1 Legen Sie zur Definition der ANY-Parameter zuerst einen UDT an, z.B. einen UDT1 mit dem symbolischen Namen "AnyPoint" für die Parameter:
  • SyntaxID: BYTE;  //Angabe der Syntax-ID
  • DataType: BYTE;  //Code für den Datentyp
  • DataCount: INT;  //Wiederholfaktor
  • DB_Number: WORD;  //Nummer für Datenbaustein
  • BytePointer: DWORD;  //Zeiger für Byte- und Bitadresse
2 Deklarieren Sie innerhalb der Funktion die Variablen z.B. "buffer_source" (für den Quell-DB) und "buffer_destin" (für den Ziel-DB) vom Typ "AnyPoint" (UDT1). Mit der S7-SCL Anweisung AT legen Sie die Schablonen über die strukturierten Variablen "buffer_source" und "buffer_destin" und die hierzu definierten Variablen, z.B. "Source_Any" und "Destin_Any" deklarieren Sie vom Typ "ANY". Somit haben Sie mit den Anweisungen
  • "Source_Any AT buffer_source: ANY;"
  • "Destin_Any AT buffer_destin: ANY;"

die ANY-Pointer wie im Bild 02 definiert.


Bild 02

3 Nun müssen Sie mit den strukturierten Anweisungen wie im Bild 02 den ANY-Pointer vorbelegen. Die folgenden Anweisungen entsprechen dem ANY-Pointer "P#DB7.DBX0.0 Byte 10" für den Zieldatenbaustein.
  • "buffer_destin.SyntaxID:= 16#10;"  //Hex für die Syntax-ID
  • "buffer_destin.DataType:= 16#02;"  //für Datentyp Byte
  • "buffer_destin.DataCount:= 16#0A;"  //Länge hier 10 Byte
  • "buffer_destin.DB_Number:= 16#07;"  //für DB7
  • "buffer_destin.BytePointer:= dw#16#84000000;"  //Byte- und Bitadresse des Datenbausteins
4 Parametrieren Sie die ANY-Parameter des SFC20 (BLKMOV) mit den definierten ANY-Variablen "Source_Any" und "Destin_Any" (Bild 02), z.B.
  • "erg:= SFC20(srcblk:= Source_Any, dstblk:= Destin_Any)";

Die Variable "erg" vom Typ INT entspricht dem Rückgabewert (RET_VAL) der Funktion.

Weitere Informationen zum Aufbau des ANY-Pointer finden Sie auch in der Onlinehilfe von STEP 7, unter dem Kapitel:

  • Format des Parametertyps ANY

Hinweis
Wird eine Funktion mit einem AWL-Programm in S7-SCL aufgerufen, die einen OUT-Parameter vom Typ ANY hat, so ist die Parametrierung mit einem ANY-Pointer wie z.B. "P#DB10.DBX0.0 BYTE 10" in S7-SCL systembedingt nicht möglich, da die Bearbeitung der ANY-Pointer in AWL und S7-SCL unterschiedlich ist. Bei der Zuweisung in S7-SCL von ANY auf ANY werden die 10 Byte von einem zum anderen Pointer (6 Byte) kopiert, um die erhaltenen ANY-Pointer der INPUT-Parameter weiterzugeben. Zur Parametrierung der ANY-OUT-Parameter eines AWL-Programms empfehlen wir hier Variablen vom Typ "STUCT" (wie oben im Beispiel beschrieben). Wenn auf einer ANY-Variablen eine Variable von einem anderen Typ als ANY zugewiesen wird, so bildet der S7-SCL-Compiler die Adresse (10 Byte) und schreibt sie in den ANY-Pointer.

Kopieren Sie die Datei "SCL_Any.zip" in ein separates Verzeichnis und starten Sie die Datei anschließend per Doppelklick. Das STEP 7 V5.5 Projekt wird jetzt automatisch mit allen dazugehörigen Unterverzeichnissen entpackt. Anschließend können Sie das entpackte Projekt mit dem SIMATIC Manager öffnen und bearbeiten. Das STEP 7 Projekt enthält zwei Stationen. Die Station_1 enthält das Programm zur Definition des ANY-Pointers in einer Funktion und die Station_2 enthält das Programm zur Definition des ANY-Pointers in einem UDT.

SCL_ANY.zip ( 88 KB )

Suchbegriffe
Filter, Filterung, Datentypen von Variablen, Sichten auf Variablen

 Beitrags-ID:22029640   Datum:2011-03-29 
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