FRAGE:
Was ist bei der Verwendung des SFB75 (SALRM) auf einer ET 200S CPU
(IM 151-7) zu beachten?
ANTWORT:
1. Versionsstand der ET 200S CPU
Der SFB75 "Alarm an den DP Master senden" wird ab folgenden
Ausgabeständen unterstützt:
|
ET 200S CPU |
ab Version |
Bestellnummer |
| IM 151-7 CPU |
V2.0 |
6ES7 151-7AA10-0AB0 |
|
IM 151-7 F CPU |
V2.0 |
6ES7 151-7FA00-0AB0 |
Tabelle1: Mindestausgabestände der ET 200s CPU, ab denen SFB75
unterstützt wird
2. Die ET 200S-CPU muss als S7-Slave eingebunden
werden
Um den SFB75 (SALRM) zum Senden eines Alarms an den Master
verwenden zu können, muss die ET 200S CPU als S7-Slave eingebunden
sein.
Eine ET200S-CPU wird als S7-Slave eingebunden, indem sie mit dem
Master im gleichen Projekt definiert wird. Dabei muss die ET
200S-CPU am Master über Profibus-DP > bereits projektierte
Stationen > ET200S > CPU eingebunden werden. Weitere
Informationen dazu finden Sie im Kapitel 7.1 des Handbuchs "ET 200S
Interfacemodul IM151-7 CPU" unter der Beitrags-ID: 12714722.
Hinweis: Bei der Einbindung der ET 200S-CPU über eine
GSD-Datei kann kein Alarm abgesetzt werden. D.h. an einem DP
V0-Master, wie z.B. dem CP 342-5, kann SFB75 nicht benutzt werden.
In diesem Fall wird im SFB-STATUS der Wert W#16#8091
ausgegeben.
3. Diagnose für Module einschalten Eine detaillierte
Diagnose eines Moduls kann nur dann ausgelesen werden, wenn dieses
eingeschaltet ist.
Bild1: Einschalten der Diagnose am Beispiel eines
Analogmoduls
4. Der Aufruf des SFB75 beeinflusst die SF-LED am
Slave
Wenn Sie mittels SFB75 einen Diagnosealarm versenden, beeinflusst
das Betriebssystem der ET 200S CPU die lokale
Baugruppenzustandsinformation (DS1 und SZL-ID W#16#xy91) sowie die
LED SF anhand von Bit 0 im Byte 0 von AINFO. In der ET200S CPU
erfolgt jedoch kein Diagnosepuffereintrag, und es wird kein
Diagnosealarm-OB gestartet.
5. SFB75 kann maximal 16 Bytes Alarmzusatzinformation an den
Master senden
Am Parameter LEN des SFB75 kann maximal der Wert 16
angegeben werden. Somit sind maximal 16 Bytes
Alarmzusatzinformation möglich. Der Datensatz eines Moduls der ET
200S kann jedoch bis zu 44 Bytes lang sein. Daher ist die benötigte
Information auf die 16 Bytes zu kürzen. Dabei dürfen die ersten 4
Bytes nicht verändert werden, denn diese nutzt der OB82 des
Masters, um einen gültigen Diagnosepuffereintrag zu erzeugen.
Hinweise:
Mit dem SFB 54 "RALARM" werden am DP-Master die zuvor gesendeten 16
Bytes gelesen.
Bitte beachten Sie, dass mit dem Absetzen des SFB75 der Datensatz
1 für den entsprechenden virtuellen Slot auf den am Parameter
LEN eingestellten Wert gesetzt wird. Somit können
mit dem SFC 59 "RD_REC" am Master nicht alle eventuell
vorhandenen 44 Diagnosebytes ausgelesen werden.
6. Der SFB arbeitet asynchron
Der SFB75 "SALRM" arbeitet asynchron - d. h. die Bearbeitung
erstreckt sich über mehrere SFB-Aufrufe und damit über mehrere OB1
bzw. PROFIBUS-Zyklen.
Bei der ET 200S CPU können maximal 34 SFB-Aufrufe, die zu
verschiedenen Aufträgen gehören, quasi gleichzeitig, bearbeitet
werden.
7. Der Alarm arbeitet nur auf den virtuellen Slots
Der DP-Master kennt nicht den Aufbau der ET200S-CPU-Station. Am
Master werden nur virtuelle Slots eingerichtet. Ein Alarm kann
daher auch nur auf diese virtuellen Slots erfolgen.
8. Auswirkungen auf den Datenverkehr am PROFIBUS
Ein Aufruf des SFB75 in der ET200S CPU erzeugt auf dem PROFIBUS
ein hochpriores Antworttelegramm des I-Slaves (ET200S CPU) an den
DP-Master. Dies hat zur Folge, dass der DP-Master vom DP-Slave eine
Diagnose anfordert. Daraufhin sendet der DP-Slave an den DP-Master
ein Diagnosetelegramm. In diesem Diagnosetelegramm werden die Daten
aus dem Parameter AINFO des SFB 75 (Aufruf im I-Slave) angehängt.
Danach wird vom Master ein Alarm abgesetzt, den der Slave
quittiert.
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