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ET 200S (Standard Baugruppen) -- Kommunikation projektieren und programmieren -- Kommunikationsbausteine verwenden
Wie wird in WinAC MP 2008 die Datenübertragung mit dem Modul ET200S 1SI für die Kommunikationsart 4-Byte oder 8-Byte programmiert?
Welche CPU können Sie als PROFINET I-Device betreiben?
Welche Begrenzung für die aktiven Aufträge gibt es bei der Kommunikation mit SFC 58 / SFC 59 bzw. SFB 52 / SFB 53 über PROFIBUS DP bzw. PROFINET IO?
Welche Ports sind für die Modbus/TCP-Kommunikation freigegeben und wie viele Modbus-Clients können mit einer SIMATIC S7-CPU als Modbus-Server kommunizieren?
Wie werden die Kommunikationsbausteine FB63 "TSEND", FB64 "TRCV", FB65 "TCON" und FB66 "TDISCON" programmiert, um das TCP Protokoll für den Datenaustausch über die integrierte PROFINET-Schnittstelle einer S7-300 bzw. S7-400 CPU zu nutzen?
Wie werden die Kommunikationsbausteine FB63 "TSEND", FB64 "TRCV", FB65 "TCON" und FB66 "TDISCON" programmiert, um das ISO-on-TCP Protokoll für den Datenaustausch über die integrierte PROFINET-Schnittstelle einer CPU oder über den CP443-1 Advanced zu nutzen?
Wie werden die Kommunikationsbausteine FB67 "TUSEND", FB68 "TURCV", FB65 "TCON" und FB66 "TDISCON" programmiert, um das UDP Protokoll für den Datenaustausch über die integrierte PROFINET-Schnittstelleeiner CPU zu nutzen?
Welche Einstellungen sind beim Anschluss eines SIMATIC HMI-Gerätes, projektiert mit WinCC flexible ES an eine SIMATIC ET 200-CPU, zu beachten?
Funktion "Systemfehler melden" mit ET 200S CPU ab Firmwareversion 2.1 anwendbar
Verwendung des SFB75 (Alarm an den DP Master senden) auf einer ET 200S CPU
Verwendung des SFB75 (Alarm an den DP Master senden) auf einer ET 200S CPU
Bestellnummer:

FRAGE:  
Was ist bei der Verwendung des SFB75 (SALRM) auf einer ET 200S CPU (IM 151-7) zu beachten? 

ANTWORT:  

1. Versionsstand der ET 200S CPU
Der SFB75 "Alarm an den DP Master senden" wird ab folgenden Ausgabeständen unterstützt:

ET 200S CPU

ab Version

Bestellnummer 
IM 151-7 CPU V2.0 6ES7 151-7AA10-0AB0

IM 151-7 F CPU

 V2.0

6ES7 151-7FA00-0AB0

Tabelle1: Mindestausgabestände der ET 200s CPU, ab denen SFB75 unterstützt wird 

2. Die ET 200S-CPU muss als S7-Slave eingebunden werden
Um den SFB75 (SALRM) zum Senden eines Alarms an den Master verwenden zu können, muss die ET 200S CPU als S7-Slave eingebunden sein.

Eine ET200S-CPU wird als S7-Slave eingebunden, indem sie mit dem Master im gleichen Projekt definiert wird. Dabei muss die ET 200S-CPU am Master über Profibus-DP > bereits projektierte Stationen > ET200S > CPU eingebunden werden. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel 7.1 des Handbuchs "ET 200S Interfacemodul IM151-7 CPU" unter der Beitrags-ID: 12714722.

Hinweis:
Bei der Einbindung der ET 200S-CPU über eine GSD-Datei kann kein Alarm abgesetzt werden. D.h. an einem DP V0-Master, wie z.B. dem CP 342-5, kann SFB75 nicht benutzt werden. In diesem Fall wird im SFB-STATUS der Wert W#16#8091 ausgegeben.

3. Diagnose für Module einschalten
Eine detaillierte Diagnose eines Moduls kann nur dann ausgelesen werden, wenn dieses eingeschaltet ist.

 

Bild1: Einschalten der Diagnose am Beispiel eines Analogmoduls

4. Der Aufruf des SFB75 beeinflusst die SF-LED am Slave
Wenn Sie mittels SFB75 einen Diagnosealarm versenden, beeinflusst das Betriebssystem der ET 200S CPU die lokale Baugruppenzustandsinformation (DS1 und SZL-ID W#16#xy91) sowie die LED SF anhand von Bit 0 im Byte 0 von AINFO. In der ET200S CPU erfolgt jedoch kein Diagnosepuffereintrag, und es wird kein Diagnosealarm-OB gestartet.

5. SFB75 kann maximal 16 Bytes Alarmzusatzinformation an den Master senden
Am Parameter LEN des SFB75 kann maximal der Wert 16 angegeben werden. Somit sind maximal 16 Bytes Alarmzusatzinformation möglich. Der Datensatz eines Moduls der ET 200S kann jedoch bis zu 44 Bytes lang sein. Daher ist die benötigte Information auf die 16 Bytes zu kürzen. Dabei dürfen die ersten 4 Bytes nicht verändert werden, denn diese nutzt der OB82 des Masters, um einen gültigen Diagnosepuffereintrag zu erzeugen.

Hinweise: 
Mit dem SFB 54 "RALARM" werden am DP-Master die zuvor gesendeten 16 Bytes gelesen.
Bitte beachten Sie, dass mit dem Absetzen des SFB75 der Datensatz 1 für den entsprechenden virtuellen Slot auf den am Parameter LEN eingestellten Wert gesetzt wird. Somit können  mit  dem SFC 59 "RD_REC" am Master nicht alle eventuell vorhandenen 44 Diagnosebytes ausgelesen werden.

6. Der SFB arbeitet asynchron
Der SFB75 "SALRM" arbeitet asynchron - d. h. die Bearbeitung erstreckt sich über mehrere SFB-Aufrufe und damit über mehrere OB1 bzw. PROFIBUS-Zyklen. 
Bei der ET 200S CPU können maximal 34 SFB-Aufrufe, die zu verschiedenen Aufträgen gehören, quasi gleichzeitig, bearbeitet werden.

7. Der Alarm arbeitet nur auf den virtuellen Slots
Der DP-Master kennt nicht den Aufbau der ET200S-CPU-Station. Am Master werden nur virtuelle Slots eingerichtet. Ein Alarm kann daher auch nur auf diese virtuellen Slots erfolgen.

8. Auswirkungen auf den Datenverkehr am PROFIBUS
Ein Aufruf des SFB75 in der ET200S CPU erzeugt auf dem PROFIBUS ein hochpriores Antworttelegramm des I-Slaves (ET200S CPU) an den DP-Master. Dies hat zur Folge, dass der DP-Master vom DP-Slave eine Diagnose anfordert. Daraufhin sendet der DP-Slave an den DP-Master ein Diagnosetelegramm. In diesem Diagnosetelegramm werden die Daten aus dem Parameter AINFO des SFB 75 (Aufruf im I-Slave) angehängt. Danach wird vom Master ein Alarm abgesetzt, den der Slave quittiert.


 Beitrags-ID:19814525   Datum:2004-11-04 
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