FRAGE:
Kann ich die S7-CPU so parametrieren, dass sie das zyklische Programm erst nach Fertigmeldung aller DP-Teilnehmer startet?
ANTWORT:
Eine S7-CPU geht immer in RUN, wenn im Hochlauf alle PROFIBUS-Teilnehmer erkannt werden. Erst wenn die CPU im RUN ist, wird OB1 (zyklisches Anwenderprogramm) durchlaufen.
Falls Sie PROFIBUS-Teilnehmer einsetzen, die zum Zeitpunkt des Hochlaufs der CPU noch nicht angelaufen oder nicht vorhanden sind, reagiert die CPU abhängig von der Einstellung Anlauf bei Sollausbau ungleich Istausbau in den Parametern der CPU.
Damit die CPU nicht in STOP geht, wenn ein Slave fehlt, muss Anlauf bei Sollausbau ungleich Istausbau angewählt werden.
Das zyklische Programm (OB 1) ist solange zu verriegeln, bis die BF-LED der CPU erloschen ist.
Der Zustand der BF-LED kann über die SZL-ID xy19 mittels SFC 51 "RDSYSST" ausgelesen werden. Über eine programmierte Schleife in den Anlauf-OBs (OB 100, OB 101 und OB 102) kann so die zyklische Bearbeitung bis zur Fertigmeldung aller PROFIBUS-Teilnehmer verhindert werden.
Informationen zur SFC 51 hierzu finden Sie im Handbuch "Systemsoftware für S7-300/400 System- und Standardfunktionen " unter Beitrags-ID: 1214574 oder in der Dokumentation von STEP 7 über Start > SIMATIC > Dokumentation.
Im folgenden Beispielprojekt finden Sie eine fertige Hardware-Konfiguration mit der oben beschriebenen Prozedur im Anwenderprogramm.
DP_Anlauf.exe ( 368 KB )
Kopieren Sie die Datei "DP_Anlauf.exe" in ein separates Verzeichnis und starten Sie die Datei anschließend per Doppelklick. Das mit STEP 7 V5.3 SP1 erstellte Projekt wird jetzt mit allen dazugehörigen Unterverzeichnissen entpackt. Anschließend können Sie das entpackte Projekt mit dem SIMATIC Manager öffnen und bearbeiten.
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