FRAGE:
Wie projektiere ich eine Verbindung zwischen dem CP5431 (SIMATIC
S5) und einem Windows-basierten Panel über PROFIBUS DP?
ANTWORT:
Dieser Beitrag beschreibt die Anbindung eines Windows-basierten
Panel (hier TB170B) über PROFIBUS DP an die SIMATIC S5 mit dem
CP5431.
Konfiguration des CP5431
- Starten Sie STEP 5 über "Start > Simatic > STEP 5 >
STEP 5".
- Wechseln Sie über die Taste "F9" in das Konfigurationstool des
CP5431 "SINEC NCM COM 5431".
Hinweis: Das Konfigurationstool "SINEC NCM COM 5431"
ist eine Zusatzsoftware, die in STEP 5 integriert wird, um den
CP5431 zu konfigurieren. Diese Software ist im Standard STEP
5-Paket nicht enthalten und muss separat bestellt
werden.
- Initialisieren Sie den CP über das Menü "Editieren >
CP_Init".

Bild 1: Initialisierung des CP5431
- Übernehmen Sie die Einstellungen mit "F7".
- Öffnen Sie über "Editieren > Netzparameter
global" die globalen Netzeinstellungen.
- Tragen Sie bei "Anzahl fremder aktiver Stationen" 1 für das
Panel ein.
- Selektieren Sie Ihre gewünschte Baudrate. In diesem Beispiel
wird mit einer Baudrate von 1500000 Baud gearbeitet.
- Berechnen Sie die restlichen Netzparameter über "F1".

Bild 2: Netzparameter - global
- Übernehmen Sie die Einstellungen mit "F7".
- Öffnen Sie über "Editieren > Netzwerkparameter-lokal"
die lokalen Netzeinstellungen.
- Wählen Sie die Baudrate, die Sie in Bild 2
"Netzparameter-global" festgelegt haben.
- Übernehmen Sie die Einstellung mit "F7".

Bild 3: Netzparameter-lokal
- Wechseln Sie in das Menü "Editieren > Peripherie > E/A
Bereiche".
In diesem Menü legen Sie die Eingangs- und Ausgangsbereiche für
die dezentrale Peripherie fest. Wählen Sie für die
"DP-Aktualisierung" die Option "FREILAUFEND".
Achtung:
Bei einer Kopplung mit einem Windows-basierten Panel müssen die
E/A Bereiche mit dem PB128 beginnen.

Bild 4: E/A Bereiche einstellen
- Übernehmen Sie die Einstellungen mit "F7".
- Starten Sie die Konfigurationsmaske "Editieren >
Peripherie > DP Slave Parametrierung".
- Ergänzen Sie die Profibusadresse und die "Slave Hersteller
Ident"-Nummer des Panels.
Achtung: Die Slave Hersteller Ident-Nummer finden Sie im
Handbuch "Kommunikation für Windows-basierte Systeme Teil 1" unter
dem Kapitel "PROFIBUS-DP-Kopplung an SIMATIC S5" unter
Beitrags-ID:1405528 .
- Deaktivieren Sie die "Slave
Ansprechüberwachung".

Bild 5: DP Slave Parametrierung

Bild 6: DP Editor
Beschreibung des S5-Programms
Für die Kommunikation zwischen dem Bediengerät und der SIMATIC
S5 werden Standardfunktionsbausteine benötigt. Diese Bausteine sind
abhängig vom CPU-Typ, der verwendet wird. Die benötigten Bausteine
finden Sie im ProTool-Installationspfad unter "LW:> Siemens >
ProTool > PLC Prog > Simatic S5 > Deu >". Diese
Bausteine kopieren Sie in Ihr STEP 5-Projekt.
In unserem Beispiel wurde eine S5-135U verwendet. Für diese CPU
müssen die beiden Funktionsbausteine FB158 und FB159 verwendet
werden.
Der FB159 wird vom FB158 aufgerufen und darf nicht vom Anwender
aufgerufen werden.
- Legen Sie den OB1 an.
- Rufen Sie im OB1 den Kommunikationsbaustein FB158 absolut auf.
Der FB158 besitzt drei Parameter. "
- "PERA" ist die Peripherieanfangsadresse (siehe Bild
6).
- "BLEN" bedeutet Blocklänge und ist in unserem Beispiel
0, da Class B tiny verwendet wird.
- Bei "CADB" ist ein DB anzugeben. Der FB158 nutzt diesen
dann als Arbeitsspeicher. Die ersten 11 Worte des DBs werden zum
Zwischenspeichern von Daten benötigt. Ab dem 12. Wort kann der DB
vom Anwender genutzt werden.

Bild 7: Aufruf des Kommunikationsbausteins FB 158
- Übernehmen Sie die Einstellungen mit "F7".
- Legen Sie den DB100 in ausreichender Länge an.
- Damit der CP5431 synchron zur CPU läuft, müssen Sie in den
Anlauf-OBs OB20, OB21 einen Synchronisationsbaustein
aufrufen.
- Für eine S5 135U wird der FB125 als Synchronisationsbaustein
verwendet.
- Legen Sie einen Programmbaustein mit dem Aufruf des FB125
an.

Bild 8: SYNCHRON aufrufen
- Rufen sie diesen Programmbaustein im OB20, OB21, OB22
auf.

Bild 9: Aufruf des Programmbausteins
Einstellungen in ProTool-Projekt
- Öffnen Sie Ihr ProTool-Projekt.
- Wählen Sie in der linken Fensterhälfte "Steuerung" aus und
doppelklicken Sie auf die im rechten Fenster angezeigte
Steuerung.
- Der Eigenschaftsdialog zum Parametrieren der
Steuerungsanbindung öffnet sich.
- Selektieren Sie als Steuerungs-Protokoll "SIMATIC S5 DP".
- Betätigen Sie die Schaltfläche "Parameter".
- Tragen Sie die OP-Adresse (Profibusadresse des Panels)
ein.
- Wählen Sie als "Baudrate" Ihre voreingestellte
Übertragungsgeschwindigkeit im CP5431 (hier "1500").
- Geben Sie bei "Blocklänge" "Class B tiny" an.
Achtung:
Diese Einstellungen müssen mit der Konfiguration des CP5431
abgeglichen sein.

Bild 10: ProTool - Steuerungsanbindung
Hinweis: Nähere Informationen zur PROFIBUS
DP-Kopplung eines Windows-basierten Panel an die SIMATIC S5 finden
Sie im Kommunikationshandbuch "Kommunikation für Windows-basierte
Systeme Teil 1" im Kapitel "PROFIBUS DP-Kopplung an SIMATIC S5"
unter der Beitrags-ID:1405528
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